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Autor Thema: Das Abitur verkümmert?  (Gelesen 638 mal)
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Chris50
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« am: 17. Nov 2011, 15:05 »

Hallo zusammen!
Ich möchte gerne den Status des heutigen Abiturs ansprechen. Es gibt bekanntlich heutzutage viel mehr Leute mit einem 1er Abi. Ebenso habe ich schon strohdumme Menschen gesehen, die dennoch das Abi bekommen haben. Zwar mit schlechtem Schnitt aber dennoch bestanden. Aber woran liegt dieser Niveauverlust, dazu sollte man sich das mal anschauen? Vielleicht zeigt das neue Bildungssystem weniger Effizienz. Die Lehrer an meiner Schule haben gesagt, dass man heutzutage viel weniger Algorithmen übt und lernt, aber dafür viel mehr mit Unbekanntem konfrontiert wird und neue Probleme lösen muss. Ist vielleicht dieses ganze Modell mit den verschiedenen Anforderungsbereichen (Reproduktion, Transfer usw.) dafür verantwortlich? Gibt es hier vielleicht Lehrer oder ähnlich versierte Leute, die dieses Problem schon mal analysiert haben?
« Letzte Änderung: 02. Dez 2011, 10:40 von Chris50 » Gespeichert
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« Antworten #1 am: 17. Nov 2011, 23:01 »

Eine interessante Frage, aber das ist mir bereits auch aufgefallen. Es ist halt so, dass man vor 10-15 Jahren ohne Probleme eine Stelle mit einem Hauptschulabschluss bekommen hat. Irgendwann man wurde mind. ein Realschulabschluss verlangt und heute wird bei fast allen Stellenausschreibungen das Abi verlangt. Für mich bedeutet es, dass das Niveau gesunken sein muss.
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« Antworten #2 am: 23. Nov 2011, 15:15 »

Ja, das denke ich auch oft...Ich habe einen guten Realschulabschluss gemacht und einige von meinen Freunden, die eigentlich eher einen durchschnittlichen Realschulabschluss gemacht haben, haben nach einer Lehre später ein ziemlich gutes Abi gemacht...mir auch schleierhaft...
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« Antworten #3 am: 21. Dez 2011, 08:37 »

Ich glaube gestern wurde das bei uns im Radio auch thematisiert.

Die EU Kommission will jetzt wohl für alle Ausbildungen mindestens aber für den Pflegebereich eine mindestens 12 Jährige Schulbildung als Vorraussetzung,... was in D ja Abitur bedeuten würde,...

Ich meine wenn wir soweit sind, das man für eine Ausbildung immer gleich das Abi brauchen, dann kann man die anderen Schulabschlüsse gleich wegstreichen,.. weil dann hat man ja nie eine Chance auf nen Stelle oder Arbeit.

Dies finde ich echt zweifelhaft, ich selber habe damals vor 21 Jahren auch kein Abi gemacht , meine Ausbildung durfte und darf man zur Zeit erst mit 17 Jahren beginnen. Habe dann nach und nach aufgesattelt, mit Fort und Weiterbildungen, und das würde man den Leuten ohne Abi heute alles versagen.

Man hätte dann in D eigentlich nur noch einen sinnvollen Abschluß mit dem man etwas anfangen kann Ausbildung und studieren und ich denke die meisten würden sich dann, wenn sie es sich leisten können studieren!!!

Ist das dann besser? Dann fehlen einem auch die Fachkräfte. kopfkratz nicht begeistert

Analog um den eigentlichen Sinn des Threads aufzugreifen, finde ich auch das die ABI Leuts heute nicht mehr das gleiche können wie früher.
Ich habe den Eindruck das dass Level des ABI heutzutage vergleichbar ist mit dem Realschulabschluß von früher.

Logisches Denken und rechnen sind scheinbar echte Fremdworte geworden.


Ok, jetzt habe ich glaube die Hälfte die ich noch schreiben wollte vergessen, aber egal reicht auch so.

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« Antworten #4 am: 06. Jan 2012, 10:05 »

Wozu benötigt man für eine Pflegeausbildung 12 Jahre Schulausbildung? DIe Kräfte sollen ihren Patienten nichts vorrechnen, sondern sich um sie kümmern. Sie müssen sozialkompetent sein und das lernt man nicht wirklich in der Schule. Finde ich zumindest.
Wenn ich an meine damaligen Lehrer denke, die sich "Sozialpädagogen" geschimpft haben...lächerlich. Die interessieren sich doch auch nicht mehr für die Schüler.
Ich verstehe nicht, wieso so oft das Abitur als Voraussetzung genommen wird. Ich habe es zwar gemacht, bin aber der Meinung, dass ein Realschüler mit gutem Abschluss besser ist, als ein Abiturient mit mittelmäßigem Abschluss.

Naja, ich glaube nicht, dass die meisten studieren würden. Es gibt viele, die eine Ausbildung machen, weil diese praxisbezogener ist und weil sie Geld verdienen (vorausgesetzt, man macht eine überbetriebliche).
Aber ich glaube auch, dass der Standart vom Abitur abgenommen hat und nicht mehr das ist, was es mal war.
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