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Autor Thema: Wasser für die Elefanten  (Gelesen 396 mal)
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« am: 10. Mai 2011, 20:24 »

Wasser für die Elefanten
Drama , USA 2011
Verleih: Fox
Regie: Francis Laurence


Ein alter Mann steht im Regen vor einem großen Zirkuszelt. Die Jungs vom Zirkus denken, dass er vielleicht verwirrt ist und fragen ihn, ob sie ein bestimmtes Seniorenheim anrufen sollen. Da fällt der Blick des alten Mannes auf die Bilder großer Zirkusdynastien. An einem Bild bleiben seine Augen sehnsüchtig hängen. Die Jungs vom Zirkus bemerken das und fragen ihn, ob er damit was verbinde. Er sagt, das sei seine Vergangenheit und er sei mittendrin gewesen, dann beginnt er zu erzählen. An der Stelle erinnert mich der Film etwas an "Der Soldat James Ryan", auch da gelangt man von der Erzählung in die Filmhandlung. Jakob, der alte Mann, lebt Anfang der dreißiger Jahre als junges Kerlchen mit seinen Eltern in den USA. Die Familie war eingewandert mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und was sie vorfinden, ist die schlimme Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre. Jakob studiert Veterinärmedizin an einer Eliteuni und am Tag der schriftlichen Prüfung bekommt er die Nachricht, dass seine Eltern bei einem Autounfall tödlich verunglückt seien. Als wäre das noch nicht schockierend genug, eröffnet ihm die Bank, dass das Haus noch nicht abbezahlt sei und er kein Dach mehr über dem Kopf habe. Er zieht mit einem Koffer los nach "Nirgendwo", um Arbeit zu finden. Als er an Gleisen entlang läuft, springt er auf einen Zug eines damals sehr erfolgreichen Wanderzirkusunternehmens auf. Es gelingt ihm, einen Job zu finden, aber bald ahnt er, dass der Direktor August Rosenbluth ein schrecklicher Mensch ist. Er ist jähzornig und misshandelt Tiere. Nichts würde Jakob da halten, gäbe es nicht die Kunstreiterin Marlena, Rosenbluths Frau. Ihre Schönheit zieht ihn magisch an und auch ihre gemeinsame Liebe zu den Tieren bringt die beiden einander näher. Sie verlieben sich. Eine gefährliche Liaison, denn Rosenbluth hat einen Riecher dafür, dass seine Frau ihn betrügt. Als Jakob wegen Zerwürfnissen mit dem Chef kurz vor dem Rausschmiss steht, entscheidet Marlena sich, mit ihm gemeinsam vom Zug zu springen, um ihrem gewalttätigen Ehemann zu entgehen und mit Jakob ein neues Leben zu beginnen...eine Entscheidung mit vielen Hindernissen, oft zwischen Leben und Tod. Nach einigen Ereignissen, die ihr euch selbst im Kino anschaut  Razz, schließt der Film wieder mit dem Gesicht des alten Mannes.

www.wasser-fuer-die-elefanten.de

Mein Fazit:

An und für sich spiegelt der Film eine normale Liebesgeschichte wider: leidenschaftlich, erotisch, melancholisch. Dabei wird das "Schema F" bedient. Zarte Elfe (Marlena) verliebt sich in einen starken Mann, der sich den Widerwärtigkeiten des Lebens stellt usw. Eigentlich nichts Besonderes. Wer einfach nur mal entspannen will und einen schönen, aber auch tragischen Liebesfilm sehen will ohne intellektuelle "Schwerstarbeit", ist hier richtig. Was ich aber an dem Film zusätzlich recht reizvoll fand, waren die enorm schnellen Wechsel zwischen Gewalt und Liebe. Schmiegten sich gerade noch zwei Körper sinnlich nach geglückter Flucht im Hotelbett  aneinander, wurde der Zuschauer Sekunden später schon wieder aus seiner Illusion gerissen. Also ich sage, durchaus sehenswert.    
« Letzte Änderung: 10. Mai 2011, 20:26 von violet » Gespeichert
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« Antworten #1 am: 10. Mai 2011, 20:41 »

@Violet, hast Du das Buch gelesen?
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« Antworten #2 am: 10. Mai 2011, 20:43 »

Nein, habe ich nicht. Ich wusste aber, als ich reinging, dass es auf einem Bestseller basiert.
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« Antworten #3 am: 10. Mai 2011, 20:47 »

Inzwischen glaube ich sogar, dass es besser ist das Buch nach dem Film zu lesen. Ansonsten verdirbt der Film es meistens. Ich musste inzwischen diese Erfahrung machen, dass es so besser ist als das Buch vorher zu lesen.
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