Wer wenn nicht wirDeutschland 2011
Genre: Drama
Verleih: Senator
Regie: Andres Veiel
Wieder mal ein Film über die RAF... Da er auf der Berlinale ziemlich gute Kritiken bekam, war ich neugierig.Kurz zur Handlung: Der Film erfasst die Zeit von 1961 bis ca. 1970. Schwerpunkt des Films ist die Biografie von Gudrun Ensslin. Gudrun, Pfarrerstochter, darf als einziges Kind einer kinderreichen Familie studieren. Schon bevor sie mit dem Gedankengut der RAF in Berührung kommt, widert sie es an, dass ihr Vater zwar erkannt hatte, dass die Politik der Nazis falsch war, aber nichts dagegen getan hatte und auch Soldat in Hitlers Krieg war. An der Universität lernt sie Bernward Vesper, Sohn eines NS-Schriftstellers, kennen. Beide spüren dieselbe Wut in sich gegen die Generation der Eltern. Es beginnt eine wilde Liebesgeschichte, die als Grundlage eine ähnliche Weltanschauung hat. Gudrun und Bernward haben zusammen einen Sohn und gehen nach Berlin, um ihren zusammen gegründeten Verlag nach vorn zu bringen. Dann lernt Gudrun Andreas Bader kennen und das Verderben nimmt seinen Lauf...
Meine Wertung: anders als der Film über die RAF vor einiger Zeit, richtet dieser Film den Blick weniger auf das politische Gebilde RAF und deren Aktionen, sondern rückt die Biografie Ensslins in den Vordergrund. Was die Attentate angeht, werden lediglich die Kaufhausbrände in Frankfurt eingeflochten. Alles andere wird nur erzählt bzw. am Ende eingeblendet. Ähnlich wie der andere Film, versucht dieser die Taten der RAF nicht zu rechtfertigen, legt aber biografiebedingt noch besser die Beweggründe offen, sich einer solchen Gruppierung anzuschließen. Ich kann die Wertung der Berlinale teilen: gelungener Film mit guten Darstellern

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