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Autor Thema: Welche Staatsform ist die Beste - Fortführung des Themas  (Gelesen 595 mal)
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Mitglied durch Treffen überprüft Lunas Zäpfle
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« am: 07. Dez 2010, 19:50 »

Fortführung einer Unterhaltung in einem "verlorenen" Thread.
Kurz zusammengefasst: Ich war der Meinung daß Demokratie keinen Sinn macht weil Wähler keine Ahnung von Politik und Wirtschaft haben und somit nicht wissen was sie entscheiden. Sie sind leicht manipulierbar von den Stimmenfängern und manche wählen gar aus völlig irrationalen Gründen wie Symphatie zum Politiker, Stammwählerschaft, den immer gleichen Wahllügen etc.

Nun weiter:

Powergirl schrieb:
Zitat
Zäpfle, nicht, dass du mich falsch verstehst, für mich ist auch oft "vox populi - vox bovi" (die Stimme des Volkes - die Stimme des Rindviehs), aber auf der Grundlage unserer Verfassung können wir auch das Wahlrecht nicht nur wenigen Privilegierten zuweisen.
Unsere Verfassung. seufz.
Guck mal, ich sagte ja ich bin ein Weltmensch. Ich denke nicht in Grenzen. Und Du kommst mit unserer Verfassung  Smile Was ich sagen will: Wenn man die gesamte Welt so radikal ändern könnte, dann wäre so eine Länderverfassung doch das kleinste Problem, oder? Stelll es Dir so vor: Alle Gesetze und Verfassungen werden geschreddert und die Welt wird als Ganzes (ohne bekloppte Ländergrenzen) neu strukturiert. Es ist doch alles nur Theorie. Ich will ein weißes Blatt neu beschreiben.

Zitat
Ich persönlich bin, wie gesagt, für eine parlamentarische Monarchie, d.h. nach wie vor für eine Demokratie. Wir haben noch nicht sehr lange eine Demokratie und die wenigsten können damit umgehen. Aber das heißt nicht, dass die Demokratie schlecht ist.
Die Demokratie ist nicht schlecht. Ohne fundiertes Politik- und Wirtschaftswissen eines jeden Wählers ist sie jedoch nur ein Fake. Ein Segel ohne Wind bei der jeder in irgendeine Richtung hineinbläst ohne zu wissen was er tut.
Das ist auch einer der Gründe weswegen die Politik auf der Stelle tritt und die lapidarsten Entscheidungen ewig brauchen.
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- Der einfachste Weg etwas zu tun ist es zu tun.
- Wer Ungewöhnliches erleben will, muß Ungewöhnliches tun.
- Jede Generation hält ihre Erkenntnisse für neu, dabei schlagen sie nur uralte Bücher auf.
- Albert Einstein: Ich möchte wissen was Gott denkt, alles andere sind Details.
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« Antworten #1 am: 07. Dez 2010, 20:11 »

Guck mal, ich sagte ja ich bin ein Weltmensch. Ich denke nicht in Grenzen. Und Du kommst mit unserer Verfassung  Smile

Ja, ich komme mit der Verfassung, weil ich persönlich sie - auch auf der Grundlage unserer Geschichte - für sehr gut befinde.
Natürlich weiß ich, dass dir die Verfassung eines Landes egal ist, doch - ich komme nochmal zurück auf eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen - wir sind als Menschen nicht in der Lage, auf ein weißes Papier zu hüpfen.

Zitat
Ich persönlich bin, wie gesagt, für eine parlamentarische Monarchie, d.h. nach wie vor für eine Demokratie. Wir haben noch nicht sehr lange eine Demokratie und die wenigsten können damit umgehen. Aber das heißt nicht, dass die Demokratie schlecht ist.
Die Demokratie ist nicht schlecht. Ohne fundiertes Politik- und Wirtschaftswissen eines jeden Wählers ist sie jedoch nur ein Fake. Ein Segel ohne Wind bei der jeder in irgendeine Richtung hineinbläst ohne zu wissen was er tut.
Das ist auch einer der Gründe weswegen die Politik auf der Stelle tritt und die lapidarsten Entscheidungen ewig brauchen.
[/quote]

Naja, vielleicht darf ich hier mal ganz "lapidar" zurückwerfen: Wer ist den schuld am fehlenden Politik- und Wirtschaftswissen? Seit ich mich mit der Politik in unserem Land beschäftige, stelle ich immer wieder fest, wie viel Möglichkeiten es gibt, sich zu informieren. Leider haben die meisten Menschen nicht verstanden, dass man als Wähler nicht nur das Recht, zu wählen, hat, sondern auch die Pflicht, sich zu informieren.
Doch selbst wenn Menschen dies verweigern und gar nicht / aus Protest radikal / aus Tradition XYZ wählen, muss man das akzeptieren. Da ist die Politik dann auch nur ein Spiegelbild für die wählende Bevölkerung.
Wer will, dass sich etwas ändert und wir vorankommen, muss in erster Linie sich selbst und in zweiter sein Umfeld informieren und dazu mobilisieren, seine Stimme abzugeben. Auch wenn diese anders ist als die eigene.
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« Antworten #2 am: 07. Dez 2010, 21:49 »

Zitat
Leider haben die meisten Menschen nicht verstanden, dass man als Wähler nicht nur das Recht, zu wählen, hat, sondern auch die Pflicht, sich zu informieren.
Doch selbst wenn Menschen dies verweigern und gar nicht / aus Protest radikal / aus Tradition XYZ wählen, muss man das akzeptieren. Da ist die Politik dann auch nur ein Spiegelbild für die wählende Bevölkerung.

Du hast vollkommen recht. Aber die Menschen tun es nicht, das muß man einsehen! Und dann einfach zu sagen "Das muß man akzeptieren" kann es doch nicht sein, oder? Meine allgemeine Erfahrung ist: Appelle und "Pflichten" bewirken bei der Masse garnichts.
Und das meinte ich als ich sagte: Man muß ein politisches System an die Eigenschaften der Rasse Mensch anpassen. Und nicht umgekehrt.

Das theoretische politische und auch wirtschaftliche System muß psychologisch auf die Menschen abgestimmt werden. Wenn man einem Hund Tricks beibringen will, dann muß man ja auch bestimmte Mechanismen benutzen. Beim Menschen ist das nicht anders. Dabei gilt natürlich ebenfalls daß Belohnung mehr bewirkt als Strafe.

Bei dem auszudenkenden Wirtschaftssystem gälte es als Wichtigstes wohl darum dem menschlichen Egoismus und seiner Gier entgegenzuwirken oder diese Eigenschaften sinnvoll umzulenken.
Frag mich nicht wie das gehen soll, aber diese Eigenschaften des Menschen sind meiner Ansicht nach die zerstörerischsten für ein Gesellschaftssystem. Denn in erster Linie sollte es in einem Wirtschaftssystem nicht um Bereicherung gehen sondern um wirtschaften ... die Verwaltung und Verteilung (nicht wie üblich Hortung) von Ressourcen.

Als erstes fällt einem bestimmt der Sozialismus ein. Allerdings ist der ja ebenfalls erwiesenermaßen für die Eigenschaften der Rasse Mensch ungeeignet.

Zitat
Ja, ich komme mit der Verfassung, weil ich persönlich sie - auch auf der Grundlage unserer Geschichte - für sehr gut befinde. Natürlich weiß ich, dass dir die Verfassung eines Landes egal ist
doch - ich komme nochmal zurück auf eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen - wir sind als Menschen nicht in der Lage, auf ein weißes Papier zu hüpfen.

Seufz wenn man ein bischen theoretisieren und philosophieren will dann muß man einfach mal alles was einem Halt in dieser Welt gibt loslassen können. Das kann scheinbar nicht jeder. Ich höre immer nur "unsere Verfassung", "unsere Geschichte", "wir können nicht auf ein weißes Blatt hüpfen".
Um die Physik wäre es ganz übel beschert, wenn Menschen sich nicht mal einen luftleeren Raum vorstellen und den gedanklich mit einzelnen Theorien experimentell befüllen könnte. Experimente beginnen immer im Kopf und wenn man alleine dadurch nicht zu Ergebnissen kommen könnte, dann hätten wir heute keine (inzwischen angekratzte) Relativitätstheorie.
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