Ich halte aber nichts von einer Vermenschlichung der Tiere, das geht mir zu weit.
Ich sag´s mal anders: Ich sehe keinen Grund einen Unterschied zwischen Menschen und Tieren zu machen. Vermenschlichung? Nein. Andersherum: Wir sind auch "nur" Tiere (und wieso "nur" - das ist allein schon Diskriminierung). Und alles was uns so "besonders" macht ... sind nur ungenutzte Potentiale und bisher beschämend. Die Abgrenzund scheint mir eher dazu zu dienen uns als gefährlichen Sondermüll zu klassifizieren.
In meinem Alltag praktiziere ich es aber einfacherweise doch: Wenn ich versuche Tiere zu verstehen, was liegt da näher als in "menschlichen Grundbedürfnissen" zu denken, auch oder gerade psychologisch. Es gibt Liebe, Angst, Eifersucht, Jähzorn, Eitelkeit etc und jede Katze (zB) hat einen ebenso einmaligen Charakter wie ein Mensch. Was liegt für mich näher, als das auch von anderen Tierarten "erstmal anzunehmen". Und siehe da: es funktioniert bei vielen Tierarten, auch "doofen Fischen". Es sind Individuen. Und auch wenn ich nun kein Ameisenretter bin: Jedes Wesen ist in seiner konzeptionellen Lebensform ein Individuum. Nur weil ein Tier keine Mimik hat oder Sprache oder was weiß ich ... ist das für mich kein Gegenbeweis.
Und ich bin weder Vegetarier noch Vollmondtrommler.
Wo soll man die Grenze ziehen? WIESO muss es überhaupt eine Grenze geben??? Wieso stuft man Pflanzen "noch niedriger" ein? Weil ihre Zeit wesentlich kangsamer abläuft? Diese Einteilungen, Abgrenzungen sind so NAIV und oberflächlich. Viele Dinge sind so naheliegend wenn man mal Angelerntes hinter sich lässt und neu überdenkt ... und in diesem Fall sogar oft beobachten kann.
@Kristina: Ähm. Neuer Thread? Aber heute nicht mehr
