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Autor Thema: Intelligenz der Tiere  (Gelesen 752 mal)
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Mitglied durch Treffen überprüft Lunas Zäpfle
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« am: 07. Nov 2010, 21:18 »

Heute kam im ZDF TerraX mit Beiträgen zur Intelligenz der Tiere. Sicher nicht die erste Sendung dieser Art, aber ich bin immer wieder fasziniert. Es gibt offensichtlich Tiere nicht nicht dümmer handeln als Menschen die in einem solchen Tierkörper gefangen wäre (weiss jetzt nicht wie ich es besser ausdrücken soll).

Und das Märchen dass sich Menschen und Tiere durch Selbsterkenntnis voneinander unterscheiden ist auch endlich aufgelöst.

Ebenso der Unsinn dass Tiere weder Glück noch Trauer (Gefühle) kennen  (jeder der Tiere hat oder sich viel mit ebensolchen beschäftigt weiss das längst; einer der vielen Bereiche in denen die Wissenschaft sträflich hinterher hängt).

Es wurde auch angesprochen dass manche davon sprechen, den "höher stehenden Tieren" sowas wie Menschenrechte zuzugestehen. Einerseits schön, andererseits ein Witz, denn wenn man nur 1cm weiterdenken würde, könnte man ja auf die Idee kommen, dass alle anderen Tiere im Rahmen ihrer Möglichkeiten dieselben Recht zustehen.

Gedankliche Gegenprobe:
Ansonsten wäre ich dafür dummen Menschen die Menschenrechte abzuerkennen. Klingt auch doof oder? Na also.
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- Der einfachste Weg etwas zu tun ist es zu tun.
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« Antworten #1 am: 10. Nov 2010, 02:19 »

Ich habe über die Sendung und über diesen Thread nachgedacht und ich finde es toll, dass sich Menschen solche Mühe machen und uns die Ergebnisse ihrer ethologischen Erkundungen aufzeigen. Nach wie vor auch schön zu sehen, dass es Parallelen zum menschlichen Geschöpf gibt, sowohl im Verhalten als auch in der Intelligenz. Die Evolution hat aus den Tieren auch andere werden lassen, wie sie es vor Jahrtausenden von Jahren waren. Und wahrscheinlich werden sie sich weiter entwickeln und der Umgebung anpassen, um in dieser -ökologisch vom Menschen beeinträchtigten- Welt überleben zu können. Ich halte aber nichts von einer Vermenschlichung der Tiere, das geht mir zu weit. Weder davon ihnen "unsere" Rechte aufzubrummen, noch davon sie wie Menschen zu behandeln. Weder die dummen noch die intelligenten Tiere. Wie Lunas Zäpfle an anderer Stelle bereits schrieb, wäre das eine Diskriminierung, im übertragenen Sinne eine Art Rassismus. Und dem kann ich nur beipflichten. Wer gibt mir als Mensch das Recht einem anderen Lebewesen einen Status an- oder abzuerkennen? Was, wenn gewisse Tiere Intelligenz haben, diese sich unseren Beobachtungen aber nicht als logisch erweisen und wir damit nichts anfangen können? Ähnlich wie Authisten bei Menschen. Wäre es dann nicht unfair, wenn diese von dem besagten Recht ausgeschlossen würden?

Wenn die Intelligenz ein Kriterium für Tiere ist Menschenrechte zu bekommen, dann müsste man tatsächlich nicht intelligenten Menschen diese wieder wegnehmen. Wink nicht begeistert gibt sich die Kugel Ach und was muss man dann machen um ein Tier zu werden?  kopfkratz Hauskatze zum Beispiel?  Razz verrückt
« Letzte Änderung: 10. Nov 2010, 02:22 von Cherie » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 10. Nov 2010, 18:56 »

@Luna und Zäpfle ich habt doch Katzen,mich würde interessieren auf was man da den genau achten sollte.Meine kleine möchte unbedingt eine Katze und wir sind momentan am überlegen.Woher habt ihr eure Katzen,aus dem Tierheim?Was kostet so ein Kätzchen?Was kostet euch die Katze im Monat(z.B Futter)
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« Antworten #3 am: 10. Nov 2010, 23:37 »

Zitat
Ich halte aber nichts von einer Vermenschlichung der Tiere, das geht mir zu weit.

Ich sag´s mal anders: Ich sehe keinen Grund einen Unterschied zwischen Menschen und Tieren zu machen. Vermenschlichung? Nein. Andersherum: Wir sind auch "nur" Tiere (und wieso "nur" - das ist allein schon Diskriminierung). Und alles was uns so "besonders" macht ... sind nur ungenutzte Potentiale und bisher beschämend. Die Abgrenzund scheint mir eher dazu zu dienen uns als gefährlichen Sondermüll zu klassifizieren.

In meinem Alltag praktiziere ich es aber einfacherweise doch: Wenn ich versuche Tiere zu verstehen, was liegt da näher als in "menschlichen Grundbedürfnissen" zu denken, auch oder gerade psychologisch. Es gibt Liebe, Angst, Eifersucht, Jähzorn, Eitelkeit etc und jede Katze (zB) hat einen ebenso einmaligen Charakter wie ein Mensch. Was liegt für mich näher, als das auch von anderen Tierarten "erstmal anzunehmen". Und siehe da: es funktioniert bei vielen Tierarten, auch "doofen Fischen". Es sind Individuen. Und auch wenn ich nun kein Ameisenretter bin: Jedes Wesen ist in seiner konzeptionellen Lebensform ein Individuum. Nur weil ein Tier keine Mimik hat oder Sprache oder was weiß ich ... ist das für mich kein Gegenbeweis.

Und ich bin weder Vegetarier noch Vollmondtrommler.

Wo soll man die Grenze ziehen? WIESO muss es überhaupt eine Grenze geben??? Wieso stuft man Pflanzen "noch niedriger" ein? Weil ihre Zeit wesentlich kangsamer abläuft? Diese Einteilungen, Abgrenzungen sind so NAIV und oberflächlich. Viele Dinge sind so naheliegend wenn man mal Angelerntes hinter sich lässt und neu überdenkt ... und in diesem Fall sogar oft beobachten kann.

@Kristina: Ähm. Neuer Thread? Aber heute nicht mehr Freundliches Lächeln
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« Antworten #4 am: 11. Nov 2010, 00:20 »

Ich meinte mit Vermenschlichung eher die sinnlosen Aktionen, die Menschen starten um den Tiern ihre Liebe und Akzeptanz zu beweisen. Tiere zum Frisör bringen, ihnen Dauerwellen zu legen, sie zu tätowieren, ihnen Kleider zu nähen usw. Die eigenen Bedürfnisse auf die Tiere zu übertragen. Sie so behandeln, als seien sie Menschen. Gesetze zum Schutz der Tiere finde ich nicht verkehrt, aber das sind ja Gesetze für Menschen.  Wink

Die Idee, dass der Mensch sich in die Evolution einmischt behagt mir nach wie vor nicht. Überall wo der Mensch seine Finger mit ins Spiel bringt -sei es der Atomkern oder der Zellkern- was es im Endeffekt für die Entwicklung des Lebens auf der Erde bedeutet, kann man nur erahnen.    nicht begeistert

Allgemein sehe ich auch keinen Unterschied zwischen den Lebewesen. Jedes ist in seiner Beschaffenheit einzigartig und einmalig und verdient meine höchste Anerkennung. Die Evolution findet Mittel und Wege um aus jeder Situation das Beste zu machen. Und wenn mal eine Art ausstirbt, dann ist es meiner Meinung auch nicht so katastrophal wie es uns oft suggeriert wird. Jedes Ende bringt auch was Neues hervor.
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« Antworten #5 am: 11. Nov 2010, 18:22 »

Ok ich werde in mal zum passenden Thema öffnen. Wink
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« Antworten #6 am: 11. Nov 2010, 21:12 »

@Cherie: Stiimme Dir zu. Obwohl ... Dem Pudel tut eine doofe Frisur ja nicht weh. Mich stören eher die verdammten Rassenzüchter. Die sind in ihrem Idealismus nur versteckte Anhänger der Herrenrassenidee (nur kommt an bei Tieren nicht so schnell auf die Idee).

Und das mit der Gen-sache: Ich verstehe was Du meinst. Ich denke es ist ein cooles Werkzeug, aber wie so vieles in den falschen Händen: in menschlichen Händen. Er wird damit wieder mehr Bockmist bauen als Gutes.

Und wenn man es genau nimmt: Der Mensch ist Teil der Natur. Und wenn Natur die Natur verändert, kann das nicht unnatürlich sein, oder?

(Erinnert mich daran das manche Leute sagen: da ist doch nur Chemie im Essen. Ist Chemie denn nicht natürlich??)
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