Albert Schweitzer - ein Leben für Afrika
Drama - Deutschland/Südafrika 2009
Verleih: NFP (Warner)
seit 24.12.2009 in den Kinos
1913 gründet der Arzt, Theologe, Wissenschaftler und Philosoph A. Schweitzer in Gabun ein Hospital für Leprakranke. Der Film setzt Ende der 40er Jahre nach dem zweiten Weltkrieg ein und zeigt seine Arbeit und die seiner Frau und seiner vielen Helfer. Sein Motto lautet "Ehrfurcht vor dem Leben" und das ist die Motivation für ihn und seine Helfer unentgeltlich Dienst am Menschen zu leisten. Er geht ein in die Geschichte als Urwalddoktor. 1949 steht es um die Finanzen des Projektes schlecht und Schweitzer bricht mit seiner Frau in die Staaten auf, um Geld aufzutreiben. Er hat dort viele Fans und trifft sich bei dieser Gelegenheit mit seinem Freund A. Einstein, der zu dieser Zeit mit anderen Physikern vor der Weiterentwicklung atomarer Waffen warnt. Die Staaten sehen daher Verbindungen Schweitzers zu Kommunistenkreisen und er ist dem amerikanischen Geheimdienst ein Dorn im Auge. Nach Schweitzers Rückkehr gibt es Probleme in Gabun und er ahnt, welchen Hintergrund das hat...
Möchte nicht den ganzen Film erzählen, schaut ihn selbst

. Nur soviel: das Albert- Schweitzer-Hospital gibt es heute noch. Nach Schweitzers Tod führte seine Tochter seine Arbeit weiter, die allerdings 2009 ebenfalls verstarb.
Mein Fazit: ein guter Film, der das Lebenswerk eines großen Mannes ehrt. Teilweise recht schöne Landschaftsbilder, denn das Hospital liegt an einem breiten Strom und es werden Sonnenauf- bzw. -untergänge gezeigt. Was aber viel interessanter ist, der Film zeigt, wie wichtig es sein kann, ein politisches Gewissen zu haben und seine Meinung zu formulieren auch gegen Widerstände. Schweitzer erhielt 1952 den Friedensnobelpreis. Der Film ist sicher kein Kassenknüller und kommt auch meist in den kleinen Studiokinos, aber er ist sehenswert

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