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Autor Thema: NRW: Einführung von Islam-Unterricht an allen Schulen  (Gelesen 2508 mal)
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« am: 03. Jul 2009, 07:23 »

Lt. Ankündigung des Integrationsministers Laschet soll es an alles Schulen in NRW islamischen Religionsunterricht geben.

Mehr dazu hier: Grüne geißeln Islam-Unterricht als Schnellschuss
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« Antworten #1 am: 03. Jul 2009, 07:33 »

Na dann viel erfolg.
İch konnte in meiner schule aussuchen was ich in meiner freistunde machen durfte, bin eine woche ins katholischen und eine woche in den evangelischen unterricht gegangen weil ich es interessant fand, und wissen wollte welche unterschiede es gibt. Man staune es gibt kaum ein unterschied zwischen den beiden religionen.
İch denke mal wenn das richtig durchgesetzt wird werden die anderen religions angehörige auch darauf bestehen ihren eigenen Reli unterricht zu bekommen...

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« Antworten #2 am: 03. Jul 2009, 08:26 »

ich fänds gar nicht so uninteressant und wenn genug schüler da sind wieso nicht? bei uns hatten die immer eine freistunde dann.

ja ich glaub es gibt bei keiner religion so wenig unterschied wie ev und kath?
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« Antworten #3 am: 03. Jul 2009, 11:16 »

Evangelisch und katholisch sind ja auch keine zwei Religionen, sondern zwei Konfessionen einer Religion.

Allerdings gibt es wesentlich mehr Unterschiede als im Religionsunterricht vermittelt wird. Ich frage mich manchmal, warum  kopfkratz
Habe selbst ja ab der 5. Klasse nur katholischen Religionsunterricht gehabt, obwohl ich evangelisch bin. Da kamen manchmal Fragen von Evangelischen, warum wir denn nicht wieder alle eine Kirche sind, weil es ja kaum Unterschiede gibt und die Sache mit dem Ablasshandel ja auch vorbei ist...  unter die Lupe nehmen Jaja, wie naiv wir waren, sag ich mir da.  kopfschüttel kopfschüttel Aber im Nachhinein erstaunt es mich da erst recht, dass die Antwort der Religionslehrerin auch so wenig konkret war. Haben die Katholiken etwa Angst, auf die Unterschiede hinzuweisen??  kopfkratz kopfkratz

Ich muss unbedingt mal ein Seminar zum Thema evangelisch-katholisch belegen, um mich da noch besser artikulieren zu können!
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« Antworten #4 am: 04. Jul 2009, 00:52 »

Ich weiß nicht, ob man das gut oder schlecht finden soll. kopfkratz Wenn man Islam hört, denkt man automatisch an Fundamentalismus, Terror, Osama. Confused Es wird andauernd von Integration gesprochen. Ist mit dieser Einführung dann nicht noch ein Spalt geschlagen? Schließlich gibt es die Möglichkeit Konfessionslose oder Kinder anderer Kofessionen in den Ethikunterricht zu schicken. Das ist mit Sicherheit kein überflüssiges Fach und meines Erachtens in Deutschland weitaus sinnvoller, als eine Lehre des Islam.  Confused
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« Antworten #5 am: 04. Jul 2009, 11:30 »

@cherie ist das bei dir auch so?? wenn du İslam hörst das du immer gleich an das denkst??? Integration ist ein thema was nicht mit religion zu tun hat meines achtens sondern mit der anpassung wie das erlernen der sprache und der gesetze des landes. und nicht das man seine religion ablegt   Wink..kenne viele deutsche die moslem, juden oder atheisten sind... und warum sollte man keine religion unterricht seines konfessiones in schulen erlernen??

es ist leider im mom etwas ins negative gerutscht wenn man das wort İslam nur hört, weil ain paar menschen ihre machtkaempfe im namen des İslams ausführen. Dabei wenn man sich etwas mit dem İslam beschaeftigt ist dieser religion sehr friedlich, nur wie gesagt manche legen sich die sachen genau so aus wie sie es gerade brauchen.nur wenn man etwas zurück blıckt haben das doch alle religione schon mal gemacht, sei es die kreuzzüge, Hexenverbrennungen und noch andere sachen die damals von der Kirche aus gegangen sind, weil es eben gerade der mensch der da die oberhand hatte es so wollte und so gelegt hat.

Das mit denn unterschied meinte ich nicht evangelisch und katholische sondern denn İslam und christentum. Es hat mich schon immer interessiert wo die unterschiede sind....man staune es gibt nicht viele unterschiede.. nur das der prophete einmal Jesus christus hies und der ander Muhammed aber beide von gott gesant...wie ihr euren rosenkranz habt haben wir unseren tespi...kopftücher tragen eure nonnen und die heilige maria auch, ich bin niregendwo der heiligen maria in einer kirche ohne kopfbedeckung begegnet...euer heiliger tag ist der sonntag bei uns der freitag...etc etc etc...das könnte ich jetzt std lang machen..
« Letzte Änderung: 04. Jul 2009, 11:34 von Derya » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 04. Jul 2009, 11:50 »

Na, ich würde sagen, JESUS macht schon einen wesentlichen Unterschied. Er ist bei uns nicht nur Prophet wie Mohammed oder der Prophet, als der er im Koran auftritt, sondern er ist Gott und Gottes Sohn zugleich. Als Christ glaube ich an einen dreieinigen Gott, bestehend aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Wie ich es bisher verstanden habe, läuft das dem Gottesverständnis im Islam stark entgegen. Oder ein Muslim würde nicht sagen, dass Jesus Gott ist (und auch nicht das Mohammed Gott ist).
Das Evangelium von Jesus bedeutet, dass er die Sünden der ganzen Menschen auf sich genommen hat, dafür am Kreuz gestorben ist und dass er wieder auferstanden ist. Die Auferstehung spielt eine wichtige Rolle, da es die Überwindung des Todes ist, ein sichtbares Zeichen für das neue Leben, das beginnt. Jesus lebt heute immer noch und zwar deshalb, weil er nicht in erster Linie Mensch war, sondern weil er zuerst Gott war, der dann Mensch wurde.
Den Menschen rettet nun allein sein Glaube daran, wir haben in der evangelischen Kirche nicht mehr wie im Mittelalter in der katholischen Kirche die Werksgerechtigkeit, nach der die Menschen gute Werke tun müssen, um in den Himmel zu kommen bzw. das Fegefeuer verkürzen zu können, sondern allein Glaube und allein die Gnade Gottes sind entscheidend. Diese hat er uns in Jesus gezeigt.
Wenn ich glaube, kann ich eine Heilsgewissheit haben, das heißt, ich kann mir sicher sein, dass ich gerettet bin. Ich muss mir nicht die Frage stellen, ob mein Verhalten dafür ausreicht oder ob ich gute Taten vollbringe. Jesus brachte eine Befreiung vom Gesetz.
Es gibt in christlicher Tradition zwar auch die Fastenzeit, aber es ist nicht das Gleiche wie der Ramadan im Islam. Fasten ist genau wie alle anderen Werke in keinster Weise heilsentscheidend, d.h. in Bezug auf den Himmel oder auf ewiges Leben nutzt mir das Fasten nichts und ich bin auch nicht dazu verpflichtet, zu fasten, nur weil ich Christ bin. Ich weiß allerdings nicht genau, was die Bedeutung des Ramadan ist, habe nur bisher miterlegt, dass es für Muslime einfach dazu gehört. Wir haben im Schulunterricht auch die 5 Säulen des Islam durchgenommen, das sind auch alles Werke, die man tun soll. Woher weiß man denn als Muslim, dass man gerettet ist?
Ich würde noch eins weiter ergänzen, nämlich den Punkt, dass wir als evangelische Bibel uns allein auf die Bibel beziehen. Das ist in der katholischen Kirche noch etwas anders, da hier die Tradition auch eine wesentliche Rolle spielt. Jedenfalls steht in der Bibel, dass es außer ihr keine weitere Offenbarung geben wird. Das nächste was passieren wird, ist die Wiederkunft Jesu. Darum kann ich als Christ auch nicht daran glauben, dass mit Mohammed eine weitere Offenbarung auf die Erde gekommen ist.

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« Antworten #7 am: 04. Jul 2009, 12:01 »

Ich habe nachgedacht und bin gegen ein Islam-Unterricht, ich bin auch gegen Religionsunterricht als solcher, wie ich ihn kenne.
Es sollte meiner Meinung einen Religionsunterricht für alle Religionen geben, dieser sollte auch den Unterricht über alle Religionen zu gleichen Teilen beinhalten. So würde jeder Teilnehmer des Unterrichts über alle Religionen genauso gut Bescheid wissen.
Was soll das ganze? Fand schon früher daneben die Klassen in Religionsunterricht und Ethikunterricht aufzuteilen. Alle sollen zusammen sitzen und gemeinsam lernen.
Meine Meinung bleibt: die Religion spaltet die Menschen, es war schon immer so und es wird wohl für immer  bleiben. Sad
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« Antworten #8 am: 04. Jul 2009, 21:00 »

Ich weiß nicht, ob man das gut oder schlecht finden soll. kopfkratz Wenn man Islam hört, denkt man automatisch an Fundamentalismus, Terror, Osama. Confused

Wenn man so denkt, war die US-Politik erfolgreich.
Da fällt mir noch das kabarettistische Video ein zu US-Politik welches Krebsi verlinkt hatte: Was den Christen am Islam Angst macht, ist das die ihre Religion so ernst nehmen Mr. Green

Zitat
Na, ich würde sagen, JESUS macht schon einen wesentlichen Unterschied. Er ist bei uns nicht nur Prophet wie Mohammed oder der Prophet, als der er im Koran auftritt, sondern er ist Gott und Gottes Sohn zugleich.

Sorry, das ist jetzt wenig neutral sondern schon zutiefst glaubensgefärbt. Der Hauptgrund für Glaubenskriege ... das festhalten an "Kleinigkeiten" statt das Suchen nach den großen Gemeinsamkeiten. Personenkult. Jesusfan. Mohammedfan. Alles muß personifiiert werden.

Zitat
Jedenfalls steht in der Bibel, dass es außer ihr keine weitere Offenbarung geben wird.

Klar, wenn eine Instanz auf Machterhaltung aus ist, darf so ein Satz natürlich nicht fehlen.
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« Antworten #9 am: 04. Jul 2009, 22:01 »

Luna, da hast du recht - man könnte alle glaubensarten - neutral erklären - niemand soll da bekehrt werden. Ich fand mathe auch doof und durfte es nicht abwählen und dafür freistunden geniessen

ich denke viele würden vielleicht auch die verschleierung und so besser verstehen wenn sie mehr hintergrundwissen hätten.
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« Antworten #10 am: 04. Jul 2009, 22:19 »

Ein gemeinsamer Religionsunterricht würde meines Erachtens mehr für Verständnis für andere /fremde Religionen tun. Was wir nicht kennen, akzeptieren wir nicht. Und ganz ehrlich: was wissen wir schon über fremde Religionen?
Der Inhalt des Religionsunterrichtes über andere Glaubensrichtungen (den ich zumindest hatte) war sehr oberflächlich, dafür kaut man immer wieder denselben Kram durch und das Jahre lang! Ich fand das schon immer schrecklich! Nur als es um fremde Religionen ging, fand ich den Unterricht interessant. Man hat es kurz abgehandelt als ein Thema und fertig.
Wenn man bedenkt, dass jeder Schüler jahrelang am Religions- bzw. Ethikunterricht teilnimmt, dann ist es schon erschreckend, wie schlecht informiert man ist.
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« Antworten #11 am: 05. Jul 2009, 11:52 »

@Power nur mal so eine frage...hat denn Jesus nicht versucht das christentum in der welt zu verbreiten und es zu erklaeren und die menschen zu überzeugen das es einen Gott gibt?? Das die menschen aufhören an götter zu glauben die es nicht gab? bin ich da falsch informiert? weil das gleiche hat der mohammed auch versucht die menschen auf denn richtigen weg zu bringen deshalb sagt man das das prophete sind..

Meiner meinung nach sind alle religione irgendwie alle das gleiche ob der islam. judentum oder christentum alles schlicht und einfach das selbe..es gibt regeln und gebote die man befolgen sollte aber nicht MUSS. Ob ich das in der Bibel lese oder im koran zum schluss kommt man auf das gleiche..
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« Antworten #12 am: 05. Jul 2009, 13:16 »

Zunächst ist klar, dass wir manipuliert werden, was die Sicht auf den Islam angeht. Da gebe ich Zäpfle und Derya Recht. Ich muss zugeben, dass ich keinerlei persönlichen Bezug zum Islam habe, aber ich glaube fest daran, dass unsere Wahrnehmung stark von dem bestimmt wird, was uns die Politik erzählt. Ich denke, der Islam ist nicht friedlicher oder aggressiver wie jede andere Religion. Deshalb finde ich den Hinweis auf die Kreuzzüge und die Hexenverbrennungen im Bezug auf das Christentum sehr treffend. gut gemacht Das Problem ist, dass man sich im Bezug auf seine eigene Religion nicht so gern an so dunkle Kapitel erinnert. Nun zum eigentlichen Thema: ich finde einen gemeinsamen Religionsunterricht auch sehr gut. So wird Toleranz gefördert, da der Blick auf die anderen Religionen möglich ist. Und übrigens: in fast allen Bundesländern ist in den Lehrplänen des Ethikunterrichtes ein Überblick über alle Religionen verankert Wink.
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« Antworten #13 am: 05. Jul 2009, 13:40 »

Zitat
Na, ich würde sagen, JESUS macht schon einen wesentlichen Unterschied. Er ist bei uns nicht nur Prophet wie Mohammed oder der Prophet, als der er im Koran auftritt, sondern er ist Gott und Gottes Sohn zugleich.

Sorry, das ist jetzt wenig neutral sondern schon zutiefst glaubensgefärbt. Der Hauptgrund für Glaubenskriege ... das festhalten an "Kleinigkeiten" statt das Suchen nach den großen Gemeinsamkeiten. Personenkult. Jesusfan. Mohammedfan. Alles muß personifiiert werden.

Hmm... ich bin nicht sicher, was ich auf das "wenig neutral sondern schon zutiefst glaubensgefärbt" antworten soll. Entweder ich könnte zustimmen mit dem Hinweis, dass es ja hier um den Glaubensinhalt evangelischer Christen geht oder aber ich könnte sagen, dass es eben nicht glaubensgefärbt ist, sondern ich einfach versuche, die Lehre darzustellen  kopfkratz
Wie dem auch sei, ob Jesus nur ein Prophet oder auch Gott ist, ist keine "Kleinigkeit". Wäre Jesus nur Prophet und somit nur Mensch, wäre es nicht möglich, dass er ohne Sünde war und damit die Sünde der ganzen Welt auf sich nehmen konnte. Er hätte auch nicht wieder auferstehen können. Jesus als Gott und als Mensch, das ist ein zentraler Glaubensinhalt und keine "Kleinigkeit". Ohne diese Tatsache wäre das Evangelium gar nicht möglich gewesen.
Ich bin durchaus der Meinung, nach Gemeinsamkeiten zu suchen und im ethischen und moralischen Bereich finden wir sie sicher zuhauf. Zusammenarbeit, v.a. unter den monotheistischen Religionen, ist sehr wertvoll. Allerdings gibt es Bereiche, in denen ich keine Abstriche machen will und kann, ohne gleich den ganzen Glauben über Bord zu werfen.

Zitat von: Zäpfle
Zitat
Jedenfalls steht in der Bibel, dass es außer ihr keine weitere Offenbarung geben wird.

Klar, wenn eine Instanz auf Machterhaltung aus ist, darf so ein Satz natürlich nicht fehlen.

Sehe ich nicht unbedingt so. Was die katholische Kirche angeht, wäre es sogar eher ein Schnitt ins eigene Fleisch. Denn so hat sie Probleme, die später entstandene "Tradition" zu rechtfertigen, auf die sie sich heute genauso bezieht wie auch auf die Bibel. Da wäre es einfacher gewesen, in die Bibel gleich den Hinweis hineinzupacken, dass die Tradition so viel wert ist. Als evangelische Christen beziehen wir uns nur auf die Bibel  und nicht auf kirchliche Tradition. Somit würde ich diesen Satz eher als Machtbeschränkung für die Kirche als als Machterhalt werten.

Zitat von: Derya
@Power nur mal so eine frage...hat denn Jesus nicht versucht das christentum in der welt zu verbreiten und es zu erklaeren und die menschen zu überzeugen das es einen Gott gibt?? Das die menschen aufhören an götter zu glauben die es nicht gab? bin ich da falsch informiert? weil das gleiche hat der mohammed auch versucht die menschen auf denn richtigen weg zu bringen deshalb sagt man das das prophete sind..

Jesus ist in erster Linie dazu gekommen, um für die Sünden der Menschen zu sterben. Außerdem um das Reich Gottes zu verkünden. Er war von der Religion her Jude, das heißt natürlich, dass er an einen einzigen Gott, nämlich Jahwe, den Gott Israels geglaubt hat. Er war auch im Judentum beheimatet und seine Sendung ging in erster Linie zu den Juden. Dann jedoch auch zu allen anderen Menschen. Ich würde nicht sagen, dass Jesus es als seine Aufgabe gesehen hat, die Menschen davon zu überzeugen, dass es einen Gott gibt. In dem Umfeld, in dem er gewirkt hat, konnte er davon ausgehen, dass die Menschen an einen Gott glaubten. Der Auftrag, das Evangelium in der ganzen Welt zu verbreiten, erging dann an seine Nachfolger, er selbst war räumlich gesehen nur begrenzt unterwegs. Er verkündete das anbrechende Reich Gottes, das einerseits mit ihm schon gekommen war, dessen Vollendung aber noch aussteht.
Seine Bedeutung für Christen geht in dem Sinne weit über die eines klassischen Propheten hinaus. Nicht nur, was den Aspekt Mensch und Gott angeht, sondern auch seinen Auftrag und seine Wichtigkeit, gibt es bei sonst keinem Propheten in der Bibel. Er ist der angekündigte Messias.

Zitat von: vio
Und übrigens: in fast allen Bundesländern ist in den Lehrplänen des Ethikunterrichtes ein Überblick über alle Religionen verankert.
Der hat bei uns auch ausführlich stattgefunden Wink
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« Antworten #14 am: 05. Jul 2009, 13:45 »

hmm messias und propheten ..wo ist der unterschied kopfkratz
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« Antworten #15 am: 05. Jul 2009, 13:48 »

Zitat von: vio
Und übrigens: in fast allen Bundesländern ist in den Lehrplänen des Ethikunterrichtes ein Überblick über alle Religionen verankert.
Der hat bei uns auch ausführlich stattgefunden Wink

Dann war der Unterricht gut Smile. Das ist nicht überall selbstverständlich.
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« Antworten #16 am: 05. Jul 2009, 14:10 »

@Derya:

Der Unterschied ist, dass die Propheten einfache Menschen waren, die von Gott herausgerufen wurden, um eine bestimmte Botschaft zu verkünden. Unter anderem verkündeten sie auch schon den Messias. Propheten bezeugen Gott und sprechen über das Verhältnis zwischen Gott und seinem Volk.
Der Messias ist der Heilsbringer und bringt die Erfüllung des Gesetzes. Er spricht nicht nur über das Verhältnis von Gott und den Menschen, sondern  er stellt es überhaupt erst her. Davor war es nur möglich, sich Gott sehr zurückhaltend zu nähern, über den Tempel und die Priester sowie durch die Einhaltung des Gesetzes. Dadurch dass Jesus die Sünde von den Menschen wegnimmt, können sie wieder zu gott kommen. Also er vollendet sozusagen alles, was bisher war. Die Juden, die nicht an Jesus glauben, warten immer noch auf den Messias, der noch kommen wird. Der Messias ist sowohl für die Juden als auch für die Christen die eine, ausschlaggebende Figur.
Ich hoffe, ich konnte es etwas darstellen. Ich weiß, dass es sehr.. hm... engstirnig und intolerant klingen mag, aber wenn wir schon bei so grundsätzlichen Fragen zu Glaubensinhalten sind, möchte ich auch klar und deutlich antworten.
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« Antworten #17 am: 05. Jul 2009, 14:34 »

Wir (Bayern) haben damals den Islam im Religionsunterricht (evangelisch) auch sehr ausführlich behandelt.
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« Antworten #18 am: 05. Jul 2009, 16:59 »

@power ich glaube ich habe es soweit (hoff) verstanden...danke für diesen riesigen bericht Wink
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« Antworten #19 am: 05. Jul 2009, 18:14 »

@Vio, wir hatten im Unterricht auch einen Überblick über andere Religionen erhalten, aber ich fand es zu kurz. Der Unterricht sollte alle Religionen zu gleichen Teilen behandeln. Nicht nur anschneiden. Ich fand die anderen Religionen schon immer spannender als das Christentum. Der Unterricht würde mich aber sowieso nicht zu einer Religion überzeugen. Am glücklichsten lebe ich halt ohne eine Konfession.

Ich habe mich sowieso schon gefragt, was ein jahrelanger Religionsunterricht in der Schule soll? Man kaut immer wieder denselben Kramm durch. Die Zeit hätte man für sinnvollere Fächer, Themen nutzen können.  Confused Warum behandelt man denn nicht die anderen Religionen stattdessen ausführlicher?

Schon alleine die Trennung zwischen Ethik und Religionsunterricht fand ich immer schwachsinnig. Rolling Eyes

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« Antworten #20 am: 06. Jul 2009, 00:55 »

Im kommunistischen Rumänien, in Siebenbürgen gab es keinen Religionunterricht in den Schulen. Die religiöse Ausbildung fand freiwillig in der Kirche statt. Ich berichtete an anderer Stelle schon mal darüber. Was mir dort allerdings dann abgegangen ist, ist der Vergleich zwischen verschiedenen Religionen. So bekam ich keinen Überblick an was Andere glauben oder was für die wichtig ist. Erst später im frühen Erwachsenenalter begann ich mich mit den unterschiedlichen Glaubensrichtungen auseinanderzusetzen.

Ich habe mich sowieso schon gefragt, was ein jahrelanger Religionsunterricht in der Schule soll? Man kaut immer wieder denselben Kramm durch. Die Zeit hätte man für sinnvollere Fächer, Themen nutzen können.  Confused Warum behandelt man denn nicht die anderen Religionen stattdessen ausführlicher?

Bei meinen Jungs habe ich das mitbekommen, wie so ein Religionsunterricht in der Schule so abläuft. Ich kann nun nicht sagen, dass etwas immer wieder durchgenommen wurde. Jeder von den beiden hatte unterschiedliche Themen die sie behandelten. In der Grundschule begann die Einführung über Singen, Malen und Beten. Später dann kamen richtig schöne komplexe Sachen dazu. Ich weiß zB. von meinem Kleinen (16), der hatte sich unlängst für eine Religionsprüfung (freiwillig) vorbereitet. Die drei Hauptthemen: Sterben, Sterbebegleitung (Patientenverfügung, Sterbephasen, Trauerphasen) / Jesus - sein Leben  und Wirken (Bergpredigt) / Ev. Kirche in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus (Deutsche Christen, Bekennende Kirche, Dietrich Bonhoeffer). _Ich fand die Themen selber so interessant, dass ich richtig begeistert mitlernte.  Wink

An der Berufschule hier ist das in Religion folgendermaßen: der Lehrer fragt in die Runde, was für Themen die Schüler interessant finden. Dann stellt er einen Lehrplan aufgrund der Wünsche zusammen: zB. Alkohol, Drogen, Armut, Krankheit, Marken usw. sind da durchaus immer wieder Thema. Auch andere Religionen werden sehr gerne durchgenommen.  Wink

Ich weiß zwar nicht was bei euch so im Religionsunterricht gelaufen ist, aber von hier kann ich nur Positives berichten.  gut gemacht

@ Derya, ich meinte damit, dass man bei Islam immer gleich an das Schlimme denkt, was man in letzter Zeit davon hörte. Natürlich 9/11, dann die vielen Selbstmordattentäter im Nahen Osten und nicht zu schweigen die ganzen herrschenden Unruhen, wegen der strengen fundamentalen, sich auf den Glauben berufenden Einstellungen.

Natürlich weiß ich, dass auch Christen Hexenverbrennungen und Kreuzzüge ausführten. Das werde und will ich gar nicht vergessen. Man beachte nur die Zeiten, in denen diese passierten.  Wink Wenn ich aber heute höre, dass in Deutschland junge Frauen niedergemetzelt werden (Blutrache geübt wird), weil es der Glaube so erfordert, oder im Iran eine 16 Jährige wegen Unzucht hingerichtet wird (weil sie mit 12 vergewaltigt wurde und anschließend 4 Jahre lang im Gefängnis von allen Wärtern regelmäßig missbraucht wurde), dann frage ich mich schon ob die Verbrechen der heutigen Zeit noch mit denen des Mittelalters zu vergleichen sind.  Confused
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« Antworten #21 am: 06. Jul 2009, 07:43 »

@cherie  das ist es ja was ich sagen will, es steht nicht im koran das man als mensch jemanden nieder metzeln oder sogar in die luft jagen soll..motto ist der erschöpfer gab das leben und er wird es auch nehemn...das alles sind menschen die meinen gott zu spielen..ud selber nicht mehr klar denken können weil sie irgendwann mal eine gehirnwaesche bekommen haben und denken das sie im namen gottes alles in rechte licht rücken müssen...

und zu der blutrache das hat nichts mit der religion zu tun sondern mit der Ehre ( was ich pers. für reinste schwachsinn halte vor allem im jahr 2000 kopfschüttel kopfschüttel) ich weiss nicht wieviel ehre sie dann bekommen wenn sie ihre eigene schwester niedermetzeln weil sie einen freund hat mit dem sie vielleicht haendchen gehalten oder mal geküsst hat, aber selber sich durch die welt geschichte durchvö****.Aber leider kommt es sehr oft bei arabern und türken vor diese neagtiven hirnlosen taten und schwuupst wird wieder der İslam ins dreck gezogen, was ich persönlich schade finde...denn dann denkt man wieder aa steht bestimmt wieder irgendwo nieder geschrieben, töte jeden der nicht das macht was der Hoca in der mossche verlangt kopfschüttel kopfschüttel...

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« Antworten #22 am: 06. Jul 2009, 08:53 »

@Cherie, solche Themen, wie bei Deinen Jungs hatte ich auch in der Schule.  Beim 1x Mal sind die Themen noch interessant, aber bei der xten Wiederholung schaltet man nur noch ab. Rolling Eyes Bei den christlichen Themen habe ich gar nicht mehr hingehört, hatte schon genug davon. In Polen als der Unterricht vor 1990 auch nicht in der Schule stattfand, habe ich den Unterricht geschwänzt. Ich denke heute immer noch, dass der Religionsunterricht entweder neutral für alle gestaltet werden soll oder die Teilnahme an dem Unterricht auf freiwilliger Basis besteht.  Man kann doch keinen Menschen dazu zwingen am Unterricht teilzunehmen, nur weil die Eltern meinten dem Kind ihren Glauben aufzudrängen.

Ab 1990/91 wurde in Polen der Religionsunterricht an den Schulen eingeführt und von Nonnen unterrichtet. Schon deswegen könnte ich eine Schwellung kriegen, denn von einer Nonne bekommt man keinen neutralen Religionsunterricht. Ich kannte schon die Präsenz der Kirche in Polen – sie war mit der Politik vergleichbar.  kopfschüttel

Was Religionsunterricht an einer Berufsschule noch zu suchen hat - weiß ich auch nicht. Jede Schule macht es anders. Ich hatte das Pech solchen Unterricht zu haben. Grund: Es gab Mangel an Deutschlehrern an der Schule, aber zu viele Religionslehrer - tja und so mussten wir leiden. Ist eigentlich ein Witz.
In der Berufsschule habe ich den Unterricht gemieden, war nur körperlich anwesend. Bei einer Arbeit sich was aus dem Finger zu saugen ohne gelernt zu haben war auch nicht schwer, wenn man alles 5-6x in die Runde durchgekaut hat. Es reichte immer für eine gute Note und es war jedem klar, dass die Berufsschule sich nicht leisten kann, dass die Schüler in Religion schlechte Noten bekommt Wink

Vielleicht liegt es an der Freiheit des Lehrstoffes und der schlechten Religionslehrern, dass viele den Unterricht nicht mochten? Keine Ahnung Confused In dem Unterricht hätte man auch interessante Dinge durchkauen können. Und was spricht dagegen ausführlich fremde Religionen durchzunehmen.  Confused Ich finde, dass ein Religionsunterricht neutral gestaltet werden soll, damit jeder Schüler sich selbst seine eigene Meinung über die Religionen bilden kann.
Ich denke, dass der Ethikunterricht eher was für mich wäre. Leider kenne ich den Unterschied nicht, durfte ja nicht daran teilnehmen.
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« Antworten #23 am: 06. Jul 2009, 08:58 »

@Derya, wenn die Menschen selbst Gott spielen – müsste doch meiner Meinung eine Aussage der Kirche geben, dass die Religion dies nicht zulässt. Ich verstehe es also so, dass Islam in der Deutung der Religion viel Freiraum lässt und so meinen manche Anhänger Glaubens Gott spielen zu dürfen.

Ich gehe davon aus, dass es sich dabei eher um die Starkgläubigen handelt, oder nicht?
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« Antworten #24 am: 06. Jul 2009, 10:18 »

Religionsunterricht gibt es in sächsischen Berufsschulen überhaupt nicht, was wohl die meisten Berufsschüler auch recht gut finden Smile. Es fehlen schlichtweg die Lehrer dafür.
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