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« Antworten #1 am: 05. Sep 2008, 15:59 » |
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Die 132 Euro sind aber nicht für alles, die Miete und nötige Dinge zum Leben bekommt man doch auch bezahlt. Von daher finde ich es schon OK. Die Leute sollen Interesse haben eine Arbeit zu suchen und man kann sich auch mit Nebenjobs über dem Wasser halten. Bin immer noch der Meinung, wer einen Job sucht, der findet auch einen - auch wenn er erstmal nicht vielleicht das ist, was man gerne hätte. In anderen Ländern bekommt man weniger, da braucht man in Deutschland nicht zu jammern.
Es gibt genug Leute, die nicht arbeiten wollen, weil sie mit der Hilfe vom Staat und evtl. Schwarznebenverdienst sehr gut über die Runden kommen.
Was ich vorschlagen würde wäre, zu unterscheiden, wie lange jemand gearbeitet hat und in die Arbeitslosenkasse einzahlte und nicht alle gleich behandeln. Es ist unfair jemanden, der nur 1-2 Jahre gearbeitet hat mit jemanden der seit 25 jahren beschäftigt war, auf die gleiche Stufe zu stellen.
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« Letzte Änderung: 05. Sep 2008, 16:03 von ~Luna~ »
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« Antworten #2 am: 05. Sep 2008, 20:17 » |
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Ich habe gerade erst eine Austellung meiner Lebenshaltungskosten für meinen Vater gemacht. Wenn ich Miete+Nebenkosten sowie Unigebühren, Büchergeld fürs Studium und die Bahnfahrkarte abziehe,... komme ich auf 145 Euro, die ich pro Monat benötige. Davon sind 100 Euro für Lebensmittel, 15 Euro für Drogerieartikel und 30 Euro fürs Handy eingerechnet. Sicher ist damit nicht alles abgedeckt, aber ich halte alles weitere für persönlichen Luxus, den ich von meinem Sparkonto aus bzw. von Geldgeschenken meiner Oma/Opa/Tante bezahlen werde. Im letzten Jahr habe ich normalerweise im Schnitt 75 Euro pro Monat für Essen ausgegeben, demzufolge hätte ich sogar noch 25 Euro übrig. So.
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« Antworten #3 am: 05. Sep 2008, 20:55 » |
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Wenn man bedenkt, dass davon noch Strom und Warm Wasser abgezogen werden müssen (die nicht in der Miete enthalten sind). Das man an Geburtstagen nichts mehr verschenken könnte ist klar. Die Ernährung wäre dauerhaft auch zweifelhaft (frische Weintrauben werden sehr empfohlen, sehr gesund). Was wenn wie bei mir TV (scheiß drauf), Waschmaschine, Mikrowelle (ok, verzichtbar) UND Kühlschrank den Geist aufgeben. Denn das bekommt man nicht bezahlt, oder besser gesagt muß man dafür selber ansparen. Wovon? Von dem Satz der die Miete übersteigt. Praxisgebühr für Arzt und Zahnarzt (beides mal 10 Euro = 20 Euro). Eventuelle Rezeptgebühren (Chronisch Kranke: viel Spaß). Nötig erachte ich eine Privathaftpflichtversicherung (für jeden Menschen), die will bezahlt werden. Wir reden hier nämlich NICHT von 22 Jährigen die keinen Bock zum Arbeiten haben, sondern hier werden pauschal alle angesprochen, die länger als 1 Jahr arbeitslos wären, also auch 55 Jährige Ingenieure, die Verpflichtungen haben (man kann einen 2 Jahres DSL Vertrag nicht einfach eher kündigen wegen Hartz 4, oder Premiere 2 Jahres Vertrag müßte zumindest weiter bezahlt werden. Wenn man SO knapp kalkuliert, darf man nie ein Taxi brauchen. Was ist mit den Briefmarken, dem Schreibkram, um die Kündigungen zu schicken an Premiere, dem DSL Provider (Premiere bitte per Einschreiben! ). Na ja. Der Ingenieu der 35 Jahre in die Kassen eingezahlt hat, soll ja bittschön sehen, dass er an die Schüppe kommt. Gibt ja genug Arbeit. 
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« Antworten #4 am: 05. Sep 2008, 21:40 » |
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War heute für knapp 90 Euro tanken. Würden mir also noch fürstliche 32 Euro für den Rest des Monats bleiben...
Diese "wissenschaftliche" Studie zeigt in meinen Augen nur, dass es in diesem Land immer kälter wird. Das Leben eines Menschen auf ein bloßes Dahinvegetieren herunterzurechnen ist für mich menschenverachtend!!! So was wie gesellschaftliche Teilhabe wird durch solche Ideen unmöglich gemacht und ein wachsender Teil der Bevölkerung immer weiter aus der Gemeinschaft ausgegrenzt. Wirtschaftswissenschaftler ticken aber so. Die ganze Kaste habe ich schon an der Uni bedauert und daran hat sich nichts geändert.
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Blue Crush
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« Antworten #5 am: 05. Sep 2008, 21:54 » |
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Naja, zum leben alleine reicht es wohl locker. Wenn man bedenkt, was das Amt alles so bezahlt...oben erwähnte Geräte wie Waschmaschine, TV, E-Herd, Möbel etc. bekommt man ja neu bezahlt, sofern die alten Teile den Geist aufgeben. Ich hab letztens eine alte Schulkameradin wiedergetroffen, die war lange arbeitslos und wurde jetzt vom Arbeitsamt vermittelt. Sie verdient 671€ im Monat, muss dafür aber rund 50 Km jeden Tag hin und zurück fahren, deswegen hat sie alleine Spritkosten von ca. 360 €. Miete/ NK zahlt sie 200€ an die Eltern, also kann ja jeder nachrechnen, was sie im Monat für sich übrig hat, allerdings sind da die Kosten für das Auto noch nicht mit eingerechnet, das Kosten auch nochmal ca. 230€ Steuern im Jahr und 350€ Versicherung im Vierteljahr. Bei den Löhnen soll mir keiner damit ankommen, die Deutschen wollten nicht arbeiten. Hier auf dem Land ist es eh schwierig, da braucht man ein Auto, ist man arbeitslos, kann man sich meist keins leisten, wie soll man da zur neuen Arbeit kommen? Hier fährt morgens 1 Bus, der nimmt aber keine Fahrgäste mit, nur Schüler...selbst die Kinder, die zur Kita 2 Orte weiter müssen, darf er nicht mitnehmen. In der Stadt ist sowas sicher einfacher, da hat man Bus und Bahn, zur Not Fahrrad oder man läuft. Dazu kommen hier noch die viele Berge, ich hab zwar auch nur 2 Km zur Arbeit, aber ohne Auto ist das kaum zu schaffen. Morgens geht es noch, aber Mittags nach Hause brauche ich ewig, da es nur berghoch geht. Ich kenne hier kaum einen, der am Ende vom Monat noch Geld über hat (mich klammer ich aber mal aus  ), da geht man den ganzen Tag ackern und was hat man davon? Deshalb kann ich auch viele Leute verstehen, die keinen Bock haben zu arbeiten, von Hartz4 kann man inzwischen besser leben als vom hart erarbeiteten Lohn. Eigentlich traurig für Deutschland....
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« Antworten #6 am: 05. Sep 2008, 22:40 » |
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Wenn man bedenkt, was das Amt alles so bezahlt...oben erwähnte Geräte wie Waschmaschine, TV, E-Herd, Möbel etc. bekommt man ja neu bezahlt, sofern die alten Teile den Geist aufgeben.
Meinen Beitrag nicht gelsen? Für neue Geräte oder Reparaturen muß man aus dem Satz selbst ansparen (nur ziemlich doof in den ersten Bezugsmonaten, wenn man noch gar nicht ansparen konnte, hm? ). In anderen Foren wird darüber diskutiert, dass diese momentane Berichterstattung Teil einer Kampagne ist. Ein weiterer ist die Sendung auf Sat 1, in der berichtet wird, wie "Ermittler" gegen Hartz 4 "Betrüger" ermitteln. Nur komisch das grade mal 0,6 % real verdächtig sind! Und wieviele von den "Verdächtigen" werden nun betrügen? Wenn man sich näher damit beschäftigt (Den Arbeitslosenzahlen, den Medien ...) kann einem übel werden. Erzählt man eine Lüge nur oft genug, wird sie irgendwann als Wahrheit akzeptiert.
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« Antworten #7 am: 06. Sep 2008, 00:16 » |
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Hartz IV bekommt man doch erst nach 1 Jahr arbeitslosigkeit und ich finde 1 Jahr um einen Job zu finden ist schon eine lange Zeit. Bin nach wie vor überzeugt, dass derjenige, der wirklich sucht und sich bemüht auch einen Job findet. Manchmal muss man eben klein anfangen und man kann anfangs einen "niedrigeren" Job annehmen bis man was gescheites findet. Wer sich dafür zu schade ist, ist selber schuld. Dann darf er nicht jammern und mit dem klar kommen, was er vom Staat bekommt. Wie gesagt, im Vergleich zu anderen Längern geht es den arbeitslosen hier noch ziemlich gut. Klar gab es schon bessere Zeiten, diese sind vorbei -> zuviele arbeitslose. Für die ältere Generation wird es schwerer aus dem HartzIV Loch herauszukommen und hier wäre ich mit einer besseren Unterstützung einverstanden. Es gibt aber genug junge Leute, die null Bock haben zu arbeiten. Diese Leute bekommen noch Kinder und geben diese tolle Lebensweise noch weiter  Ich finde die Mindestbeträge gut. Womit wird Harz IV denn eigentlich finaniert? Steuergelder? @Krebsi, man ist doch zuerst 1 Jahr arbeitslos und danach kommt erst HartzIV. Man kann die Abos vorsichtshalber frühgenug kündigen. Bezüglich Haushaltsgeräte kann ich nichts dazu sagen, da ich mit den Einzelheiten nicht vertraut bin. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass was kaputt geht? Mein Kühlschrank und die Waschmaschine laufen nach guten 10 Jahren immer noch und machten bisher keine Probleme, es waren preiswerte Geräte. Kühlschrank wude letztes Jahr verkauft und läuft sicherlich noch einige Jahre. Man muss also schon viel Pech haben, wenn sich etwas verabschiedet.Und wer sagt, dass man sich ein Gerät neu kaufen muss? @Bluecrash, die Wohngegend sollte kein Grund für die Arbeitslosigkeit sein. Man muss eben dazu bereit sein wg. dem Job umzuziehen und etwas flexibler zu denken. Und auch auf dem Land findet sich eine Mögichkeit zur Arbeit ohne eigenes Auto zu kommen, z. B. mit einer Mitfahrgelegenheit. Nicht alle Dorfbewohner sind arbeitslos - irgendjemand fährt doch sicherlich in die Stadt zur Arbeit. Diese ländliche Sturheit ist echt schlimm, da kenne ich auch einige, die lieber 60 km zur Arbeit fahren, bevor sie umziehen. Begründung: weil ich mich hier sooo wohl fühle und hier alle kenne.  Aber man kann doch alle paar Tage seine "alte Heimat" doch jederzeit besuchen 
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« Antworten #8 am: 06. Sep 2008, 07:01 » |
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Interessanterweise hat Deutschland nicht weniger Geld. Der Export boomt. Es ging ja in einigen Medien schon rum: Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. Vermögenssteuer? In Amerika proletet der Präsidentschaftskanditat Mc Cain, dass er die Steuervergünstigungen für Reiche beibehalten will, die Bush junior einführte. Dabei brachten sie keine Verbesserung (Mehr Arbeit oder Schere zwischen Arm und Reich verkleinern). In Deutschland wird durch eine "tolle" Tageszeitung Stimmung gemacht. Die Leser dieser speziellen Zeitung machen sich nur selten Gedanken, wie stimmig diese Schlagzeilen sind, wie glaubwürdig, wie sie recherchiert wurden, mit welchem ethischen Gedanken sie produziert wurden. Das hinter dieser (und vieler anderer) Kampagnen (z.B. Du bist Deutschland) INSM und Bertelsmann stecken (Ja Bertelsmann, die das EU Referendum im großen und ganzen schrieben, und es von unserern Politmarionetten quasie eins zu eins übernommen wurde). Das bedeutet, die Idee EU (und die erforderlichen Kriegsstrategien + Inneneinsatz des Militär usw. ) stammen aus der (privatwirtschaftlichen) Feder Bertelsmann. Deswegen mutet dieser EU Reformvertrag auch so demokratisch an. Deswegen sind die Völker (Die Wähler) der allermeisten Länder auch dagegen, und deswegen wird die Scheiße trotzdem durchgeboxt (und wir Bürger entrechtet). Apropo Steuerverschwendung. Das hier vergessen? Frankfurt/Main - Der Ausflug der staatlichen Förderbank KfW in die private Bankenwelt kostet den Steuerzahler mindestens 9,2 Mrd. Euro. Selbst der Verkauf des vor der Pleite bewahrten Mittelstandsfinanzierers IKB ging nicht ohne erhebliche Zugeständnisse über die Bühne. Offiziell wurde der genaue Verkaufspreis nicht genannt. Doch dem Vernehmen nach überweist der US-Finanzinvestor Lone Star lediglich etwas mehr als 100 Mio. Euro. Der Bund hatte ursprünglich 800 Mio. Euro eingeplant. Durch diese Differenz erhöhen sich die Belastungen für die staatliche KfW auf acht Mrd. Euro. Hinzu kommen noch einmal 1,2 Mrd. Euro, die der Bund schon im Frühjahr dazugegeben hatte. Ja Herr Steinmeier. Gut gemacht, Applaus. Es sind bald Wahlen, schon bemerkt? Man möchte ablenken ... Die Hartz Reformen waren hart (sagte man ja auf politischer Bühne). Aber sie brachten ja über 2 Millionen Menschen in Arbeit (Bewerbungstraining, 1 Euro Job, ABM, Zwangsfrühverrentung, usw. zählen übrigens dabei am meisten). Die wirklichen Arbeitsplätze sind zum großen Teil subventioniert. Subventionierte Arbeitsplätze aber vernichten (wie auch 1 Euro Jobs) reguläre Arbeit. Zudem forcieren sie den Niedriglohnsektor (was der eigentliche Wille der Politik, sorry, Bertelsmann ist). Habt Ihr hochqualifizierte, nicht auslagerungsfähige Arbeitsplätze? Dann könnt ihr noch beruhigt sein. Seit ihr leicht austauschbar? Dann solltet ihr Euch Sorgen machen. Das sind die üblichen Nachrichten: Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Juli um 20.000 auf 3,25 Millionen gesunken. http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Arbeitslose-Arbeitslosenzahl;art271,2583096Sind es nicht eher 7,2 Millionen, oder ich meine eher 8 Millionen? Schon im vergangenen Jahr soll die reale Arbeitslosenzahl, also ohne alle statistische Tricks, bei 7,2 Millionen gelegen haben. Ein solcher Anfall von Ehrlichkeit kommt inzwischen freilich nicht mehr vor. Daß man aber mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahl definitiv rechnet, ist gewiß. So wurde infolge der beschlossenen Energierationierung durch den Emissionshandel ab 2005 bereits ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Und obwohl die Justiz formal unabhängig ist, können daran Zweifel bestehen: urteilte doch erst kürzlich das Bundesarbeitsgericht, daß ein Lohn unter Sozialhilfeniveau nicht sittenwidrig sei. Soll die Bevölkerung hier auf die zu erwartende Verarmung vorbereitet werden? http://www.bwl-bote.de/20040428.htmDort ist auch zu lesen (und man sollte sich darüber mal echt Gedanken machen: Wir werden uns an dieser Stelle nicht in weiteren Spekulationen ergehen, obwohl Grund dafür bestünde; allerdings wird der BWL-Bote mit weiteren Berichten und Analysen am Ball bleiben. Es gibt jedoch die immer weiter verbreitete Befürchtung, daß die gegenwärtige Wirtschafts- und Sozialkrise sich durch die EU-Osterweiterung nicht nur verschärfen wird, sondern daß diese Verschärfung politisch gewollt und bewußt gesteuert ist. Sollte sich dieser Verdacht bewahrheiten wäre zu überlegen, inwieweit diejenigen Politiker, die hierfür verantwortlich sind, gegen ihren Amtseid, Schaden vom Deutschen (!) Volk abzuwenden, verstoßen haben, und hierfür zur Rechenschaft gezogen werden müßten. Übrigens. Wie passt denn das dazu? Zahl der "Hartz-IV"-Empfänger erreicht Höchststand Trotz der relativ positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die Zahl der Hartz-IV-Empfänger gestiegen. Die "hoffnungsvolle Botschaft" sei ein Trugbild, erklärte Hans Jörg Duppré vom Deutschen Landkreistag Berlin - Entgegen der insgesamt rückläufigen Arbeitslosenstatistik beklagt der Deutsche Landkreistag (DLT) eine stetig wachsende Zahl von Hartz-IV-Empfängern. "Die Zahl der Menschen, die von Hartz IV-Leistungen abhängig sind, hat einen absoluten Höchststand erreicht", sagte DLT-Präsident Hans Jörg Duppré. Demnach stieg die Zahl der Hilfeempfänger im April dieses Jahres auf rund 7,4 Millionen. Statistik. Nicht reale Zahlen. Es sollte bekannt sein, dass schon vor Kohl die Arbeitslosenstatistik manipuliert wurde (oder "geschönt"). ES SIND WAHLEN.  PS Was mir dazu noch einfällt. Teile und herrsche (lateinisch: divide et impera) ist angeblich ein Ausspruch des französischen Königs Ludwigs XI. (1461 - 1483), geht vielleicht sogar bis auf Julius Cäsar zurück. - aus wikipedia Eigentlich, wären wir Franzosen, würden wir die Verräter aus Ihren Ämtern jagen. Aber wir sind Deutsche (Bild hörig). Wir lassen uns beherrschen und teilen (Alt gegen Jung, Arm gegen Reich, Arbeiter gegen Arbeitslose. Dabei sollten wir eigentlich gemeinsam aufstehen. 
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« Letzte Änderung: 06. Sep 2008, 07:07 von Krebsi »
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Blue Crush
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« Antworten #9 am: 06. Sep 2008, 08:57 » |
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Wenn man bedenkt, was das Amt alles so bezahlt...oben erwähnte Geräte wie Waschmaschine, TV, E-Herd, Möbel etc. bekommt man ja neu bezahlt, sofern die alten Teile den Geist aufgeben.
Meinen Beitrag nicht gelsen? Für neue Geräte oder Reparaturen muß man aus dem Satz selbst ansparen (nur ziemlich doof in den ersten Bezugsmonaten, wenn man noch gar nicht ansparen konnte, hm? ). Wenn man nachweisen kann, das die alten Geräte/ Möbel defekt sind, dann bekommt man auch neue. Kam letztens noch eine Reportage drüber auf VOX glaube ich und eine Freundin meiner Nachbarin praktiziert das seit Jahren so.... @Luna: Hier Fahrgemeinschaften zu finden ist ziemlich schwer. Alte Leute sind viele Arbeitslos und die Jungen fahren zu 95% getunte Auto´s, die tiefergelegt sind und statt Musik eine dicke Musikanlage haben  Dazu kommt noch die komische Einstellung, das man keine anderen Leute mitnimmt. Bei uns in der Firma arbeiten 5 Leute aus dem Ort hier, die anderen 2 müssen eh jeden morgen hier durch, aber meinste da würde irgendwer mal den anderen mitnehmen? Nein, 7 Mitarbeiter und jeder kommt mit dem eigenen Auto. Grösster Witz an der Sache ist eigentlich, die anderen 2 sind verheiratet und meist kommen die auch mit 2 Auto´s  Ich hab das früher selbst durchgemacht, meist bin ich um 4 Uhr hier zu Fuß weg, damit ich irgendwie um 8 Uhr in Lahnstein in der Berufsschule war.... Es ist ja nicht so,das es garkeine Arbeit gibt, wir haben hier z.b. 3 oder 4 große Firmen, die weigern sich aber Leute fest einzustellen, die nehmen lieber Schüler und Studenten und zahlen denen 3-4€ brutto pro Stunde. Nächste Möglichkeit wäre die Zeitarbeit, aber erstens verdient man dabei nix und zweitens ist man da fast jeden Tag woanders. Mein Bruder hat das mal für 4 Monate gemacht und der wurde durch halb Rheinland-Pfalz, Hesse und NRW gejagt, am Ende vom Monat musste er sich Geld von den Eltern leihen, weil sein Lohn komplett für Sprit draufgegangen ist. Zu seinem Glück hate er damals eine Freundin, so hat er wenigstens was zu Essen bekommen. Wegziehen würde ich persönlich auch erst, wenn ich irgendwo einen festen Job habe. Wenn man irgendwo anfängt, dann hat man mind. 3 Monate Probezeit, in der kann man ja jederzeit rausgeworfen werden, also lohnt es sich erst danach umzuziehen. Diese 3 Monate müssen aber auch irgendwie überbrückt werden. Ok, die oben erwähnte Schulkameradin könnte umziehen, dann spart sie zwar 360€ an Sprit, dafür ist die Miete um 250€ höher und der Rest geht für Bus und Bahn drauf, hat sie ja alles schon ausgerechnet. Der eigentliche Witz ist ja, das man als ausgelernte Fachkraft im gelernten Beruf umgerechnet 3,40€ netto pro Stunde verdient. Bei und verdienen sie ungelernten Aushilfen schon fast 11€ netto  Ich will hier keinen persönlich ansprechen, aber in der Theorie ist es ziemlich einfach zu sagen "wer Arbeit will, der bekommt auch welche". In der Praxis ist es nicht soo einfach.... Meine Tante z.B. ist schon seit fast 7 Jahres arbeitslos, damals war sie 45 und auf dem Amt hat man ihr gleich gesagt, sie sei zu alt  Mein Nachbar hat bis jetzt immer gearbeitet, letztes Jahr wurde er rausgeschmissen, weil er 55 geworden ist, er findet auch nix neues mehr. Zu den Arbeitslosenzahlen kann ich nur sagen, das ist reiner Betrug. Immer mehr Leute werden in Seminare oder 1-€-Job´s gesteckt und fallen somit aus der Statistik raus. Ich kenne hier im Ort nur die 5 Leute (inkl. mir), die bei uns arbeiten und meinen direkten Nachbarn, die wirklich irgendwo angestellt sind. rechnet man die Kinder raus, würde ich sagen, von den arbeitsfähigen Leute sind 95% arbeitslos, davon wiederum sagen sich 75% warum sie arbeiten sollen, bei Hartz4 "verdienen" sie mehr... Das der Export boomt kann ich bestätigen, bei uns ist es z.B. so, das wir 95% der Aufträge aus dem Ausland bekommen, hier geht eigentlich fast alles in die USA, Niederlande, Dänemark, BeNeLux, Österreich, Schweiz und manchmal noch nach Russland, Bulgarien oder Tschechien... Deutsche Kunden haben wir kaum noch.
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Cherie
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« Antworten #10 am: 06. Sep 2008, 13:50 » |
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Aber wir sind Deutsche (Bild hörig). Wir lassen uns beherrschen und teilen (Alt gegen Jung, Arm gegen Reich, Arbeiter gegen Arbeitslose. Dabei sollten wir eigentlich gemeinsam aufstehen.  Sehr schöner Beitrag, dem ist nichts hinzuzufügen.  (PS: teilen => spalten, wäre das treffendere Wort  )
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~Luna~
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« Antworten #11 am: 09. Sep 2008, 14:12 » |
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@Blue Crush , dann habt Ihr da ein paar reiche Leute, wenn jeder unbedingt mit seiner eigenen Kiste zur Arbeit fahren muss. Bei den Benzinpreisen  @all. Wer etwas rumgereist ist und gesehen hat, wie in anderen Ländern die Menschen leben, lernt das, was wir hier haben mehr zu schätzen. In der Natur der Deutschen liegt das Rummeckern und die ständige Unzufriedenheit. Trotzem geht es uns hier besser als in den meisten Ländern der Welt. In den Ländern, in den die sozialen Leistungen besser sind, sind meistens Länder mit niedriger Bevölkerunsdichte. Es gibt Einzelfälle, wo die Menschen wirklich Pech haben und keine Arbeit mehr finden - meistens Ältere, die schwer zu vermitteln sind. Trotzdem gibt es hier genug Menschen, die einfach keine Lust haben und zerstören das soziale System, das wir hatten. Die Tendenz ist steigend und die schwarzen Schafe sind daran schuld.
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« Letzte Änderung: 09. Sep 2008, 14:24 von ~Luna~ »
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Kristina
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« Antworten #12 am: 09. Sep 2008, 14:30 » |
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Ich habe auch erst gedacht was 132 Euro ne das klappt nicht und fand es zu wenig,aber es stimmt schon das man mit diesem Geld auskommen kann.(Wenn man muss) Ich denke auch,das wenn man wirklich Arbeit haben möchte,das man arbeit findet,egal was es ist.Ich kenne auch eine Bekannte sie ist Putzen(in einer Arztpraxis) gegangen,nach JAhren hat es sie einfach schon angekotzt,dort zu putzen,und hat gekündigt,und hat dann mit viel Ehrgeiz eine bessere Arbeit gefunden(in einem Hotel)! ich denke wenn man es wirklich will dann kriegt man auch Arbeit. @Blue,also bei euch in eurem Dorf,das ist wirklich eine uralte Einstellung,und man sollte Kompromisse eingehen,wenn man da eben keine Arbeit findet,dann kann man umziehen,in die nächst größere Stadt!(Wenn die bei uns hier keinen G.T.K gemacht hätten wären wir auch umgezogen,egal ob ich mich hier an den Ort gewöhnt habe oder nicht. Also was Luna schreibt stimmt schon. 
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Tattoobastard
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« Antworten #13 am: 09. Sep 2008, 15:39 » |
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Die 132 Euro sind aber nicht für alles, die Miete und nötige Dinge zum Leben bekommt man doch auch bezahlt. Von daher finde ich es schon OK. Was sind für dich "nötige Dinge"? Die Leute sollen Interesse haben eine Arbeit zu suchen und man kann sich auch mit Nebenjobs über dem Wasser halten. Hartz IV-Empfänger werden die Stütze gekürzt, wenn sie einen Nebenjob haben. D.h. sei haben vll. 100€mehr im Monat, gehen dafür Arbeiten und können sich wahrscheinlich nicht um eine wirkliche Arbeitsuche kümmern. Bin immer noch der Meinung, wer einen Job sucht, der findet auch einen - auch wenn er erstmal nicht vielleicht das ist, was man gerne hätte. Alles relativ. Wenn du jung bist, keine Familie im Schlepptau, kein Haus und kein Hof, dann ja, aber bist du schon Älter, hast Haus, Hof und Familie, dann sieht das schon wieder anders aus, da nur wenige das aufgeben wollen, wofür sie bislang gearbeitet haben.  In anderen Ländern bekommt man weniger, da braucht man in Deutschland nicht zu jammern. Hast du diesbezüglich links? Bzw. Ahnungen, was denen noch bezahlt wird? Bzw. was mich auch interessieren würde, was zahlen die Bürger in anderen Ländern für ihre Sozialversicherung? Es gibt genug Leute, die nicht arbeiten wollen, weil sie mit der Hilfe vom Staat und evtl. Schwarznebenverdienst sehr gut über die Runden kommen. Das stimmt schon, aber nicht jeder Hartz IV_Empfänger ist so, wobei ich mal vermute, dass du nicht alle über einen Kamm scheren wolltest.
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~Luna~
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« Antworten #14 am: 09. Sep 2008, 16:17 » |
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@Tattoo, nötige Dinge? Ein Dach über den Kopf und was zu essen - fertig. Ich würde ohne Fernseher und anderen Schnickschnack klarkommen. Wie gesagt, wenn man eh schon eine Wohnung hat, dann hat man auch eigentlich alles, was man braucht. Und bevor ich HarzIV nehme, gehe ich lieber aushilfsweise für das selbe Geld arbeiten und lasse mir nicht vom Arbeitsamt reinreden. So haben auch Bekannte gemacht und es hat wunderbar geklappt. Meistens hat man einen Partner im Haushalt und wenn der Partner einen Job hat und gut verdient, bekommt man sowieso keine HartzIV. Deshalb würde ich nebenher einen Aushilfsjob annehmen ist auch besser für den Lebenslauf als ein Vermerk "arbeitslos von bis" und je länger man arbeitslos ist, desto schwerer wird das mit der Arbeit. Gut, wer Haus kauft muss sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Situation aufreten kann. Da sage ich nur selbst schuld, wenn die Leute dies bei der Enscheidung und beim Finanzplan nicht berücksichtigen. Ein richtiger Finanzplan sieht so aus, dass man die Tilgung und die laufenden Kosten von einem Gehalt bezahlen kann. Kann man es nicht, sollte man kein Haus kaufen. So raten die ehrlichen Finanzberater. Viele Menschen hören nicht darauf, machen Komplettfinanzierung vom Haus, kaufen sich Autos auf Kredit und dann fehlt nicht mehr viel dazu bis zum Hals in der Scheiße zu stecken, wenn man den Job verliert. Aus diesem Grund will ich kein eigenes Haus, es lebt sich stressfreier und man kann jederzeit in etwas günstiges Umziehen. Bezüglich anderer Länder, da gab es genug Sendungen im TV und gab auch Vergleiche dazu. Länder, denen es besser geht sind die Beneluxländer und Skandinavien, Schweiz und Kanada (wenn ich mich richtig erinnere). Die restlichen Länder liegen unter deuschen Sozialleistungen. In einigen Ländern bekommt man nichts (z. B. USA) und kann von jetzt auf gleich auf der Straße landen. Es gibt Länder, in denen es keinen Kündigungsschutz gibt. In Deutschland landet niemand einfach so auf der Straße. Hier konnte ich auf Anhieb das hier finden: Arbeitslosengeld: Die 27 EU-Länder im Vergleich
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« Antworten #15 am: 09. Sep 2008, 16:22 » |
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Es gibt genug Leute, die nicht arbeiten wollen, weil sie mit der Hilfe vom Staat und evtl. Schwarznebenverdienst sehr gut über die Runden kommen. Das stimmt schon, aber nicht jeder Hartz IV_Empfänger ist so, wobei ich mal vermute, dass du nicht alle über einen Kamm scheren wolltest. Wenn ich alle über den Kam hätte scheren wollen, hätte ich geschrieben, dass alle so sind. Bitte wortwörtlich lesen.  Dass es genug solche Leute gibt ist kein Geheimnis und es ist auch bekannt, dass einige während dieser Zeit auch schwarz arbeiten gehen. Die Behörden sind auch schwer dahinter. Ich schmeiße keineswegs alle in den selben Topf.
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« Antworten #16 am: 10. Sep 2008, 02:21 » |
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Am schlimmsten treffen, würde es die Hartz4-Empfänger, die unverschuldet auf das soziale Abstellgleis gelangt sind. Kranke zB. die für eine Rente zu gesund sind und für die Arbeitswelt zu krank.  Für solche Leute müsste es eine ganz eigene Sparte geben. Die dürfte man auch nicht unter den Arbeitssuchenden unterbringen. Es gibt viele seelisch Kranke, die mit der Härte der heutigen Arbeitswelt nicht mehr klar kommen und die daran kaputt gehn. Diesen Menschen Faulheit und Unlust zu unterstellen und sie mit solchen 132 Euro-Methoden zur Arbeitsaufnahme zu zwingen, ist mit Sicherheit nicht angebracht. 
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~Luna~
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Luna´s Alptraum
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« Antworten #17 am: 10. Sep 2008, 11:30 » |
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Klar sollte man unterscheiden, genauso sollte man unterscheiden, wieviele Jahre der HartzIV Empfänger vorher in die Kasse eingezahlt hat. Es kann nicht sein, dass man gleiche Leistungen bekommt, egal ob man nur 3 Jahre oder 30 Jahre eingezahlt hat. Das System müsste da noch verbessert werden.
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Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach
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Tattoobastard
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« Antworten #18 am: 10. Sep 2008, 14:53 » |
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Deine Einstellung ist lobenswert, jedoch finde ich es schon ein wenig übertrieben. Wenn ich in einen Topf einzahle, dann will ich auch im Notfall die selben Chancen haben, davon gesättigt zu werden, also muss ich mir nicht unbedingt sofort einen 400€ Job suchen. Dass es auch so klappt, glaube ich sofort, aber wie gesagt, dann könnte man auch die Sozialabgaben auf freiwillige Basis einführen und wer bezahlt hat bekommt auch was davon, dann sähe es auch auf Arbeitsmarkt schon wieder etwas anders aus, da die Lohnnebenkosten etwas sinken würden. Klar muss sich jeder im Klaren sein, dass ein Hausbau auch was mit Risiko zu tun hat. Das ist auch ein Grund, weshalb ich auch lieber auf Miete wohne. Aber es gibt halt auch Leute, welche sich Häuser vor 20 Jahren gekauft haben und mit der Zeit kommen nunmal Reperaturen, die auch gemacht werden müssen.
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violet
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« Antworten #19 am: 10. Sep 2008, 17:46 » |
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Es gibt viele seelisch Kranke, die mit der Härte der heutigen Arbeitswelt nicht mehr klar kommen und die daran kaputt gehn. Diesen Menschen Faulheit und Unlust zu unterstellen und sie mit solchen 132 Euro-Methoden zur Arbeitsaufnahme zu zwingen, ist mit Sicherheit nicht angebracht.  Ich fände das in Ordnung, wenn der, der vorgibt krank zu sein, es auch ist. Dann sollte es eine bessere Lösung geben, klar. Leider tummeln sich aber in der Ecke psychisch "Kranker" auch schwarze Schafe, die es sich da bequem gemacht haben. Psychische Krankheiten sind im Gegensatz zu körperlichen nur bedingt nachweisbar. Das macht es schwierig. Kenne da auch persönlich so einige, bei denen ich Zweifel habe, ob sie wirklich krankheitsbedingt nicht arbeiten können  .
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Doc McCoy
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« Antworten #20 am: 10. Sep 2008, 21:03 » |
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Klar sollte man unterscheiden, genauso sollte man unterscheiden, wieviele Jahre der HartzIV Empfänger vorher in die Kasse eingezahlt hat. Es kann nicht sein, dass man gleiche Leistungen bekommt, egal ob man nur 3 Jahre oder 30 Jahre eingezahlt hat. Das System müsste da noch verbessert werden.
Hartz IV bekommt man aber nur nach Bedürftigkeit. Mit Versicherungleistungen, auf die man durch Beiträge Ansprüche erwirbt, hat das nichts zu tun. Und die Arbeitlosenversicherung ist keine Ansparversicherung, sondern zahlt wie die KFZ-Versicherung nur im Schadensfall. Bekommst ja bei einem Unfall auch nicht mehr Geld, nur weil du seit 30 Jahren deine KFZ-Versicherungsbeiträge regelmäßig zahlst  Ich fände das in Ordnung, wenn der, der vorgibt krank zu sein, es auch ist. Dann sollte es eine bessere Lösung geben, klar. Leider tummeln sich aber in der Ecke psychisch "Kranker" auch schwarze Schafe, die es sich da bequem gemacht haben. Psychische Krankheiten sind im Gegensatz zu körperlichen nur bedingt nachweisbar. Das macht es schwierig. Kenne da auch persönlich so einige, bei denen ich Zweifel habe, ob sie wirklich krankheitsbedingt nicht arbeiten können . Wie gut dass du psyschiche Erkrangungen per Augenschein diagnostizieren kannst  Es gibt übrigens auch Arbeitslose, die rein fachlich zu nichts zu gebrauchen sind. Wir suchen seit Wochen Leute für ziemlich anspruchslose Büroarbeiten. Erfolglos, da die Bewerber selbst für einfachste Tätigkeiten nicht zu gebrauchen sind. Bei uns sind allerdings auch nur 4% arbeitslos, aber ein gewisser Bodensatz ist in der heutigen Arbeitswelt nun mal einfach nicht zu gebrauchen. Will damit nur sagen, dass es Menschen gibt, die realistisch betrachtet gar keine Chance haben alleine für sich zu sorgen. Denen dann weniger zu bieten, als manches Haustier zur Verfügung hat, finde ich mehr als ungenügend und wird sich irgendwann rächen.
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violet
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« Antworten #21 am: 10. Sep 2008, 21:10 » |
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Wie gut dass du psyschiche Erkrangungen per Augenschein diagnostizieren kannst  Moment, moment  . DAS habe ich nicht gesagt. Habe nur gesagt, dass psychische Krankheiten auch in der Diagnostik zum Großteil auf Erzählungen/Schilderung des Patienten beruhen und es weniger Möglichkeiten gibt, den Befund objektiv zu erheben. Wenn du jemanden hast, der Krebs hat, dann ist es sichtbar, bei psychischen Erkrankungen eben nur bedingt. Deshalb finde ich deinen Kommentar dazu irgendwie nicht so ganz passend  . Und bei den Beispielen meinte ich Leute, die ich sehr unterschiedlich erlebe, einerseits in ihrem Alltagsleben und andererseits, wenn sie mit Ärzten zu tun haben.
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« Letzte Änderung: 10. Sep 2008, 21:11 von violet »
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Doc McCoy
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« Antworten #22 am: 10. Sep 2008, 21:26 » |
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Und weil psychische Erkrankungen eben nicht sichtbar sind, werden die Betroffenen doch immer wieder unterschwellig (von nicht wenigen) als Simulanten abgeheftet und stigmatisiert. Wollte dir das aber nicht unterstellen  Finde nur, dass man sich in dem Bereich nicht von "Zweifeln" zu einem Urteil verleiten lassen sollte, wenn selbst Fachleuten die Diagnose schwerfällt und die Betroffen (verständlicherweise) mit den Hintergründen ihrer Erkrankung nicht hausieren gehen.
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