Sicherlich, klar - jedem Menschen liegen andere Dinge. Es ist vielleicht auch so, dass die meisten Azubis bei uns z. B. sich keine große Gedanken um die Jobwahl machten und nahmen, was sie kriegen konnten. Beispiel: ein türkischer Azubi fühlt sich in einem Frauenbüro unwohl. Wenn er mal nachgedacht hätte, wäre ihm klar, dass im kaufmännischen Berufen Frauen schon sehr häufig vorkommen. Wenn er lieber unter Männern arbeiten will, hätte er sich anderen Beruf oder eine andere Branche aussuchen sollen.

Beim Unterschied zwischen Praxis und Theorie ist noch der Punkt, dass die meisten Schüler Dinge auswendig lernen ohne darüber nachzudenken, was sie zu lernen. Sie kapieren die Dinge nicht. Man lernt dann auswendig für die Arbeit, schreibt eine gute Note und vergisst wieder das gelernte. Fazit: eine gute Note und trotzdem null Ahnung.
Genauso: man sagt dem Azubi, er soll die Arbeitsschritte mitschreiben, es würde ihm später helfen die Dinge selstständig zu machen. Sie schreiben schon etwas auf nur können damit später nichts nachfragen.

Es ist echt oft anstrengend und man fragt sich, wozu man sich die Mühe macht etwas zu erklären.
Gute und fleißige Azubis sind deshalb wirklich die Seltenheit. Unsere Firma hat einen sehr guten Ruf, die Azubis sind sogar die bestbezahlten in der Klasse und trotzdem ist ihnen nicht klar, welche Chancen sie sich vermasseln in dem sie bei uns während der Ausbildungszeit sich nicht anstrengen. Wer gut ist, darf bleiben und das sind wirklich die wenigsten. Manche haben sogar die Einstellung, dass Arbeit nix auf Dauer für sie ist. Hartz IV würde voll reichen, wenn man eh bei den Eltern wohnen kann. Später erbt man eh das Haus und hätte keine Sorgen.
