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Autor Thema: Arbeiten/Ausbildung  (Gelesen 12041 mal)
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« Antworten #25 am: 16. Aug 2008, 01:29 »

Hach, ich habe schon sehr oft in meinem Bekanntenkreis solche Diskussionen führen müssen und diese sind oft sinnlos. Es ist einfach typisch Deutsch, dass die Mütter meinen, dass die Kinder sie so lange brauchen und gehen deshalb nicht wieder arbeiten. Meiner Meinung ist es aber oft, dass die Mütter ihre Kinder nicht loslassen kann. Die Kinder kommen oft zur Überraschung der Mutter sehr gut damit klar, wenn diese wieder arbeiten geht.

Meine Mutter hat ihren Magister gemacht als ich auf der Welt war und hat als Lehrerin in der Schule gearbeitet. Mein Vater arbeitete ebenfalls und hatte zum Teil eigenes Fotostudio und später eine Druckerei. Meine Urgroßmutter passte auf mich auf, ich ging nicht in die Krippe und nur 2 Jahre in den Kindergarten. Meine Schwester war ab dem 1 Lebensjahr in der Krippe und ging total gerne dahin.

In Polen gibt es nur max. 1 Jahr Erziehungsurlaub und Deutschland ist mit 3 Jahren die Ausnahme. Ich finde es zu lang, denn für die Mutter wird es immer schwieriger sein wieder in den Arbeitsalltag zurück zu kehren.

Ich denke, wie Violet. In Polen war es normal, dass beide Elternteile arbeiteten und wenn ich mir so anschaue, was aus meinen damaligen Klassenkameraden geworden ist, können alle Eltern richtig stolz sein. Fast alle haben studiert und haben tolle Jobs und führen heute ein schönes Leben.

Eine frühere Trennung zur Mutter fördert meiner Meinung auch die Selbständigkeit des Kindes. Es ist nicht so dahergesponnen, sondern beruht auf den persönlichen Beobachtungen und eigener Erfahrung.

Ich hatte selbst meine Hausaufgaben gemacht, zu Essen gab es in der Schule oder bei der Oma nach der Schule oder man hat sich das Essen selbst zu Hause warm gemacht. Bis die Eltern von der Arbeit nach Hause kamen, waren die Hausaufgaben meistens erledigt und die Mama hat darüber geschaut. Es gab immer noch die Zeit um gemeinsam zu reden, z. B. beim Abendbrot.

Meine Schwester und ich haben so Selbstdisziplin gelernt - denn wenn wir die Hausaufgaben nicht gemacht hatten, gab es Konsequenzen.
Wenn wir Hilfe brauchten, konnten wir die Eltern immer noch fragen - aber meistens regelte man dies unter den Schulkammeraden, wenn man nicht mehr weiter wußte.

In unser Familie (die auch hier lebt) wird das genauso gehandhabt, nach 1 Jahr gehen die Mütter arbeiten. Die Kinder wirken viel älter und selbsttändiger als ihre Altersgenossen und wirken keineswegs unglücklich - sondern eher total fröhlich.

Aber jede Mutter muss es für sich entscheiden, ich empfinde halt die Einstellung der Mütter hier oft als übertrieben. Oft ist es meiner Meinung auch so, dass viele einfach nicht mehr arbeiten gehen wollen.

Ein Beispiel: Eine Kollegin musste nach 6 Jahren Erziehungsurlaub wieder ins Arbeitsleben zurück und versuchte eine Vollzeit- auf eine Teilzeitstelle zu ändern, was ihr nicht gelang. Entweder müsste sie Vollzeit arbeiten, oder kündigen. Sie beklagte sich so darüber, dass sie ihre Kinder nicht im Stich lassen kann und dass diese sie brauchen. Und was war? Die beiden Kinder gingen supergerne in den KiGa und die Mutter war traurig, dass ihre Kinder sie tagsüber nicht vermissten.

Aber wie gesagt, es ist die Sache der Mutter. Nur sie trägt dafür die Kosequenzen, was die Erziehung, die Entwicklung des Kindes und ihren beruflichen Werdegang. Eines ist klar, der Beruf und die Karriere muss nicht wg. Nachwuchs aufgegeben werden und eine arbeitende Mutter lässt keineswegs ihre Kinder im Stich. Oft versucht die Gesellschaft den Müttern sowas einzutrichtern  so nicht

@Kristina Zum Putzjob, ich finde nicht, dass es erniedrigende Arbeit ist. Im Gegenteil, es ist ein ehrlicher Job, der selten geschätzt wird. Wir werden uns aber alle einig, dass der Job nicht nicht gerade ein Traumjob ist und kaum ein Mädchen wird als Berufswunsch Putzfrau angeben. Ich persönlich würde mich auch schwer tun mein Geld hauptsächlich mit dem Putzen zu verdienen, aber als Nebenverdienst - wieso nicht? Confused
Ich hatte während meiner Ausbildung auch noch 1-2x die Woche in einem Werk gejobbt um mir etwas dazuzuverdienen. Da gab es total simple Auftragsarbeiten, die mich an eine Fließbandarbeit erinnerten. Ich fragte mich damals, wie die anderen das Hauptberuflich tun können - meines war es nicht, ich fühlte mich wenig gefördert. Aber jeder Job muss von jemanden gemacht werden und ich bewundere solche Leute, die noch Spaß bei solchen Tätigkeiten haben.

Überlege Dir wirklich gut, was Du gerne beruflich machen würdest und nehme nicht das erstbeste, weil es praktisch ist. Du musst mit dieser Tätigkeit jahrelang zufrieden sein und Spass an Deinem Job haben. Wenn es sich einrichten lässt, mache doch Schnuppertage in div Betrieben. Das kann Dir die Entscheidung vielleicht erleichtern. Die Kosmetikschulen sind in der Tat kostenpflichtig (ich frage mich eigentlich warum?).
Übrigens, informiere Dich auch vorher darüber, was Du später in Denem Beruf verdienen wirst und ob Du damit klar kommt. Eine Frisörin z. B. verdient nicht gerade viel.

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche und es ist nie zu früh sich nach einer Ausbilungsstelle umzuschauen. Man kann sich ruhig 1 Jahr im Voraus bewerben.
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« Antworten #26 am: 16. Aug 2008, 12:37 »

Hi Luna!

Also ich will wie gesagt in den Einzelhandel,habe schon so viele Praktikas gemacht - KIndergarten,Altersheim,Lebensmittelgeschäft(Edeka),Klamottenladen,Friseur usw. Und das bei dem Klamottenladen hat mir echt spaß gemacht,das ist so meine Welt.Ich werde mich jetzt wenn das wegen dem KIndergarten geklärt ist,dann anfangen mit Bewerbungen schreiben. Wink Naklar wenn die mir da ein Probetag anbieten werde ich den selstverständlich auch annehmen.Und wenn ich wirklich nix finde dann werde ich mich bei der Abendschule anmelden und versuchen meinen Realabschluss zu machen. Smile (den irgenwas muss ich ja dann machen,dann verbessere ich halt mein Zeugnis,und haben dann wenigstens den realabschluss)

Da Luna meine diese Kosmetikschule

http://www.kosmetik-podologie.de/html/kosmetikschule_freiburg_kontak.html 

Aber wieviel es kostes,da muss ich mal Anrufen und fragen,würde mich jetzt echt interessieren! kopfkratz

Zitat
Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche und es ist nie zu früh sich nach einer Ausbilungsstelle umzuschauen

Vielen Dank Luna! Wink
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« Antworten #27 am: 16. Aug 2008, 14:42 »


Ich hatte selbst meine Hausaufgaben gemacht, zu Essen gab es in der Schule oder bei der Oma nach der Schule oder man hat sich das Essen selbst zu Hause warm gemacht. Bis die Eltern von der Arbeit nach Hause kamen, waren die Hausaufgaben meistens erledigt und die Mama hat darüber geschaut. Es gab immer noch die Zeit um gemeinsam zu reden, z. B. beim Abendbrot.


Also Luna, sind wir geistig verwandt oder so?  kopfkratz lacht Das was du da schreibst, kann ich 120 % unterschreiben gut gemacht!!! Bei uns war das auch so. Das Abendbrot war für das Mitteilungsbedürfnis da und meine Eltern ließen sich dann nachmittags oder abends auch die Hausaufgaben zeigen und kontrollierten meine Schultasche für den nächsten Tag Wink. Natürlich nur bis zu einem bestimmten Alter, das ist klar. Ich fand das völlig ausreichend. Außerdem hatte ich meine Eltern sämtliche Wochenenden für mich gut gemacht. Sie hatten den Luxus, kaum Schichtdienste übernehmen zu müssen. Obwohl meine Mama Krankenschwester war, musste sie nur aller Monate mal an einem Samstag bis Mittag eine Bereitschaft übernehmen, da sie in einer Arztpraxis ambulant tätig war.
Ich denke, es liegt einfach daran, dass z.B. Luna und ich mit einem anderen Frauenbild groß geworden sind und man durch das geprägt wird, was einem vorgelebt wurde. Bei dem einen ist es so, beim anderen eben anders  Confused.

Möchte noch mal klarstellen, dass ich jede Menge Respekt habe vor Erziehungs-und Hausarbeit gut gemacht. Ich weiß, dass das Arbeit ist!! Dennoch würde es mich persönlich nicht ausfüllen. Deshalb kann ich die geringfügigen Beschäftigungen nebenher auch gut nachvollziehen als gutes Zubrot!
Sollte es mal so kommen, wäre für mich ein Jahr Erziehungsurlaub völlig ausreichend (Ausnahme: Mehrlingsgeburten usw.). Und wenn ich es mir finanziell leisten könnte, würde ich dann, wenn ich wieder arbeiten gehen würde, auch gern eine Haushaltshilfe nehmen. Und dann wäre ich auch froh, wenn es Leute gibt, die mir ihre Arbeitskraft anbieten gut gemacht. Deshalb ist für mich putzen ein Job wie jeder andere. Denn nur so könnte ich die Zeit nach der Arbeit auch mit meinem Kind verbringen und müsste nicht alle Hausarbeit selbst erledigen Wink.
Es gibt für mich noch einen anderen Grund, warum ich das lange Daheimbleiben etwas skeptisch sehe. Kenne ältere "Mütter" aus meinem Bekanntenkreis, die auch jahrelang zu Hause waren und jetzt das Rentenalter erreicht haben und sich nun wundern, weshalb sie vom Staat kaum eine Rente bekommen. Sich für die Kindererziehung zu entscheiden, ist in Ordnung, aber nur wenn man an die Altersvorsorge dabei denkt. Natürlich werden Ausbildungszeiten bis zu einem gewissen Maße anerkannt und auch die Kindererziehung eben im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen. Auch erwirbt man durch geringfügige Beschäftigungen wohl begrenzte Rentenansprüche (zumindest in meiner Renteninfo tauchen die mit auf  kopfkratz) und der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer darauf hinweisen, dass er bei der geringfügigen Beschäftigung freiwillig den Prozentsatz aufstocken kann, um zu vernünftigen Ansprüchen zu kommen. Man muss das aber nicht. Und so ist für mich die Gefahr groß, dass viele der Mütter, die sich und ihre Lebenszeit in besonderem Maße in Erziehung investiert haben, am Ende relativ leer ausgehen Sad, wenn sie nicht ausreichend, auch durch private Rentenversicherung usw., vorsorgen. Und das finde ich sehr schade, vor allem dann, wenn es einfach aus Unwissenheit passiert ist! Und mal ehrlich, wer denkt schon in jungen Jahren an Rentenansprüche? Wer es tut, umso besser.

So, das war nun das Wort zum Samstag  predigen lacht krümmt sich vor Lachen auf dem Boden...

@Kristina Hoffe, du findest etwas Geeignetes für dich. Viel Glück Küßchen & Blumen!
« Letzte Änderung: 16. Aug 2008, 14:48 von violet » Gespeichert
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« Antworten #28 am: 16. Aug 2008, 14:54 »

Das mit der Rente ist wahr, da werden sich noch einige später umgucken. Bis wir in Rente gehen, wird sich auch noch einiges ändern und man weiss nicht, was man später kriegt. Aber wer einzahlt bekommt auf jeden Fall später mehr.

Es gibt nun Diskussionn, dass der Unterhalt für die Ex-Ehegatten abgeschafft werden soll, sobald diese(r) nicht mehr single ist. Das würde für die Frauen, die Ihr lebenlang Hausfrau waren bedeuten, dass sie von minimum leben müssen, wenn die Ehe scheitert und sie jemand neuen kennengelernt haben. Da werden einige Frauen noch blöd aus der Röhre gucken, wenn diese Änderung durchgeführt wird.

Mein Motto ist, immer finnanziell unabhängig bleiben. Gut, Nachwuchs steht aber nicht zur Debatte.

@Vio, wir denken genauso, weil wir damit aufgewachsen sind und nicht anders kennen. Sind auch ein Beispiel dafür, dass es einem Kind nicht schadet (sondern eher gut tut), wenn beide Eltern arbeiten gehen. Wenn man sich aber heute umschaut, was aus vielen Kindern wird (die Mutter ist meistens die ganze Zeit zu Hause) - dann liegt die Tatsache für mich auf der Hand.  Smile

@Kristina, die Abendschule dauert also nur 1 Jahr? Wow, ich dachte eine Ausbildung zur Kosmetikerin dauert viel länger  Surprised Sowas würde mir sicherlich auch Spaß machen  Smile

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« Antworten #29 am: 16. Aug 2008, 14:55 »

Zitat
Bei uns war das auch so. Das Abendbrot war für das Mitteilungsbedürfnis da und meine Eltern ließen sich dann nachmittags oder abends auch die Hausaufgaben zeigen und kontrollierten meine Schultasche für den nächsten Tag

Naja bei uns war es auch so. Wink

Zitat
@Kristina Hoffe, du findest etwas Geeignetes für dich. Viel Glück

Auch dir Vio,vielen Dank! Wink
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« Antworten #30 am: 16. Aug 2008, 14:59 »

@Luna ne die Abendrealschule meinte ich und die dauert 2 Jahre!(Falls ich keine Ausbildung finde würde)

Und die Ausbildung zur Kosmetikerin kann 1 bis 2 JAhre dauern.

Zitat
Empfehlenswert wäre auch:
1. Eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Kosmetikerin im ersten Jahr.
2. Eine Ausbildung zu einer staatliche anerkannten Beauty- und Wellnestrainerin im zweiten Jahr.
3. Nachmittags zusätzlich ein Praktikum mit einem guten Praktikantenzeugnis von eine staatlichen anerkannten Berufsfachschule.
In nur zwei Jahren erhalten Sie somit zwei Zeugnisse mit zwei staatlichen Anerkennungen und ausserdem ein Praktikantenzeugnis
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« Antworten #31 am: 16. Aug 2008, 15:02 »

Dann hatte ich eben falsch geschaut - hätte mich sonst gewundert, dass das so schnell gehen soll.
Visagistin würde mir persönlich mehr gefallen, weil es kreativer ist. Aber eine Kosmetikausbildung ist sicherlich eine Grundvoraussetzung.
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« Antworten #32 am: 16. Aug 2008, 15:06 »

JA Visagistin ist auch klasse,naja ich bin ja noch jung und werde hoffentlich noch viel erreichen trotz KInd. Wink
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« Antworten #33 am: 16. Aug 2008, 15:11 »

Wenn Du es Dir fest vornimmst und darauf arbeitest - bestimmt.
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« Antworten #34 am: 16. Aug 2008, 15:17 »

Bis wir in Rente gehen, wird sich auch noch einiges ändern und man weiss nicht, was man später kriegt.

Darauf verlasse ich mich auch nicht. Die jetzigen Rentenberechnungen sind eh utopisch. Da muss man schon anderweitig sehen, dass man zu Geld kommt, ähm *räusper* natürlich nur auf legalem Wege schüchtern.

A propos Kosmetikerin. Als ich im Januar 2008 dienstlich unsere Einrichtung auf der Bildungsmesse in Dresden präsentieren musste, habe ich mir auch einen Prospekt von so einer Kosmetikschule mitgenommen. Richie fragte schon, ob ich meinen Job in der Schule aufgeben möchte . Momentan nicht, aber es ist immer gut, mehrere Standbeine im Leben zu haben Wink.
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« Antworten #35 am: 16. Aug 2008, 15:26 »

Zitat
Ich denke, es liegt einfach daran, dass z.B. Luna und ich mit einem anderen Frauenbild groß geworden sind und man durch das geprägt wird, was einem vorgelebt wurde.

Will noch was dazuschreiben,als meine MAma hat auch 1 abgeschlossene Ausbildung,und hat noch nebenbei in einem Kindergarten gearbeitet,genauso hat mein Papa auch eine abgeschlossene Ausbildung in Russland gemacht,nur das die hier in Deutschland in ihren Berufen nicht gearbeitet haben,weil es wirklich sehr schwer war was zu bekommen.(Weil die eben nicht so gut Deutsch konnten wie jetzt)Meine Eltern haben immer hart gearbeitet ,und haben uns viele Sachen ermöglicht.Das heißt jetzt ja nicht nur weil ich keine abgeschlossene Ausbildung habe und so früh ein KInd bekommen habe,das es meine Mama mir vorgelebt hat,den es ist nicht so.Sie hat ihr erstes Kind mit  22 bekommen(ist zwar auch früh,aber noch ok) aber sie hatte eine abgeschlossene Ausbildung,und ist nach 1 Jahr Erziehungurlaub wieder arbeiten gegangen. Wink
« Letzte Änderung: 16. Aug 2008, 15:48 von Kristina » Gespeichert

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« Antworten #36 am: 16. Aug 2008, 15:36 »

Wenn Du es Dir fest vornimmst und darauf arbeitest - bestimmt.

Wenn man es wirklich will,dann schafft man es auch,man muss einfach nur an sich glauben,auch wenn es vielleicht nicht einfach wird,aber da muss ich durch ob ich will oder nicht!Ich denke immer positiv,und wenn ich mir was vorgenommen habe,lasse ich nicht so schnell locker und bleibe dran bis ich es erreicht habe.So bin ich halt! Smile
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« Antworten #37 am: 16. Aug 2008, 15:59 »

Wichtig ist, dass Du überzeugen kannst, dass Du trotz Mutterdaseins flexibel bist. Würde das bei der Bewerbung auch betonen, sonst kann es vorkommen dass Du vorab schon aussortiert wirst. Am besten die Bewerbung persönlich vorbeibringen und bewerbe Dich nicht unbedingt auf Annoncen aus der Zeitung, sondern suche Dir die Firmen im Telefonbuch oder Internet raus. Auf die Annoncen kommen viel zu viele Bewerbungen und da gehst Du womöglich unter.

Du könntest jetzt schon Bewerbungen schreiben für das Jahr 2009. Die meisten Firmen haben sich noch um keine Anzeige für die Auszubildenden für das kommende Jahr gekümmert und wenn sie eine Bewerbung scho so erhalten, die für sie interessant klingt könnten sie Dich ja nehmen. Vorallem könnte diese Vorgehensweise bei kleineren Unternehmen erfolgreich sein.
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« Antworten #38 am: 16. Aug 2008, 16:06 »

Hier noch ein Artikel: Elternzeit nützt Kindern nichts
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« Antworten #39 am: 16. Aug 2008, 16:29 »

Ich möchte mich doch auch noch mal zu Wort melden. Kann mich daran erinnern, dass wir diese Diskussion schon bei dem Forentreffen in Hamburg hatten Wink

@Birkel: Warum hast du eigentlich keine Ausbildung gemacht? Hast du abgebrochen oder gleich Kinder bekommen oder wie war das?
Ich finde Hausfrau und Mutter ist sehr wohl ein Beruf! Birkel, ich finde es auch gut, dass du noch zusätzlich arbeiten gehst, um etwas Geld zu verdienen.
Ich glaube wirklich, es ist sehr stark eine Sache der Prägung, welche Vorstellung man als Frau vom Berufsleben und Kinderkriegen hat. Ich kann Birkel gut verstehen, zuhause zu bleiben, würde es auch gerne so machen und nebenbei eine Teilzeitstelle annehmen oder schauen, dass ich von zuhause aus arbeiten kann. Meine Mutter z.B. hat sich selbständig gemacht und arbeitet von zuhause aus und das könnte ich mir auch gut vorstellen, auch schon wenn die Kinder z.B. in der Grundschule sind.
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« Antworten #40 am: 16. Aug 2008, 16:41 »

Ich möchte mich doch auch noch mal zu Wort melden. Kann mich daran erinnern, dass wir diese Diskussion schon bei dem Forentreffen in Hamburg hatten Wink

Oh, echt  kopfkratz. Da habe ich wohl gerade die schöne Aussicht genossen oder war auf Toilette lacht! Kann mich gar nicht daran erinnern schüchtern!

Zitat von: Powergirl
Meine Mutter z.B. hat sich selbständig gemacht...

Ja, Selbstständigkeit finde ich bei Kindern optimal, weil man sich meist seine Zeit auch freier einteilen kann. Aber es ist natürlich auch erst mal, je nachdem, womit man sich selbsständig macht, ein größeres finanzielles Risiko. Aber schon eine geniale Lösung.
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« Antworten #41 am: 16. Aug 2008, 17:52 »

Zitat
zitat VIO:
Wollte nur mal anmerken, dass ich mich trotzdem als ganz gut gelungen empfinde

Finde ich auch Wink Smile
Zitat
zitat Vio
Sollte es mal so kommen, wäre für mich ein Jahr Erziehungsurlaub völlig ausreichend (Ausnahme: Mehrlingsgeburten usw.)

 in Ohnmacht fallen schüchtern zu Befehl!

@ all

Ich stelle in letzter Zeit in meinem Bekanntenkreis fest, das nur die wenigsten den Erziehungsurlaub "voll" nehmen. Die meisten wollen schon nach einem halben Jahr wieder arbeiten, wenn auch dann in teilzeit wenn möglich.


Nur mal so als Kommentar eines männlichen Users Wink wenn auch der einzige scheinbar hier Sad

Jobtechnisch denke ich, ist es einfach auch sehr schwer nach drei Jahren wieder einzusteigen, alleine in das "Team" wieder einzusteigen was ja die drei Jahre ohne "einen" ausgekommen ist.

aber manchmal gibt es ja die Möglichkeit, auch während des Erziehungsurlaubs, einen Tag die Woche "dort" zu arbeiten.  Wink





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« Antworten #42 am: 16. Aug 2008, 18:32 »

Zitat
zitat VIO:
Wollte nur mal anmerken, dass ich mich trotzdem als ganz gut gelungen empfinde

Finde ich auch Wink Smile

Danke schüchtern

Zitat von: Richie
Sollte es mal so kommen, wäre für mich ein Jahr Erziehungsurlaub völlig ausreichend (Ausnahme: Mehrlingsgeburten usw.)

 in Ohnmacht fallen schüchtern zu Befehl!


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« Antworten #43 am: 16. Aug 2008, 19:49 »

Ich möchte mich doch auch noch mal zu Wort melden. Kann mich daran erinnern, dass wir diese Diskussion schon bei dem Forentreffen in Hamburg hatten Wink

Oh, echt  kopfkratz. Da habe ich wohl gerade die schöne Aussicht genossen oder war auf Toilette lacht! Kann mich gar nicht daran erinnern schüchtern!

..dabei hast DU mir noch erklärt, mit welchem Alter du schon "Schlüsselkind" warst Wink
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« Antworten #44 am: 16. Aug 2008, 20:29 »


..dabei hast DU mir noch erklärt, mit welchem Alter du schon "Schlüsselkind" warst Wink

Oops schüchtern schüchtern schüchtern , wahrscheinlich hab ich dabei die schönen Schiffe im Hamburger Hafen beobachtet und dabei hat es sich nicht ins Langzeitgedächtnis abgespeichert Wink. La la la ...
Kann mich aber noch erinnern, dass du dich über den Sonnenbrand in deinem Gesicht aufgeregt hast Smile.
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« Antworten #45 am: 16. Aug 2008, 21:50 »


@Birkel: Warum hast du eigentlich keine Ausbildung gemacht? Hast du abgebrochen oder gleich Kinder bekommen oder wie war das?
Ich finde Hausfrau und Mutter ist sehr wohl ein Beruf! Birkel, ich finde es auch gut, dass du noch zusätzlich arbeiten gehst, um etwas Geld zu verdienen.
Ich glaube wirklich, es ist sehr stark eine Sache der Prägung, welche Vorstellung man als Frau vom Berufsleben und Kinderkriegen hat. Ich kann Birkel gut verstehen, zuhause zu bleiben, würde es auch gerne so machen und nebenbei eine Teilzeitstelle annehmen oder schauen, dass ich von zuhause aus arbeiten kann. Meine Mutter z.B. hat sich selbständig gemacht und arbeitet von zuhause aus und das könnte ich mir auch gut vorstellen, auch schon wenn die Kinder z.B. in der Grundschule sind.

Ich habe damals 1,5 Jahre eine Ausbildung als Köchin gemacht und diese aus gesundheitlichen Gründen, gepaart mit jugendlichem Leichtsinn, abgebrochen. Ich bin zweimal in der Küche umgekippt, einmal mit nem Fleischermesser in der Hand. Hatte damals starke Kreislaufprobleme und auch viele Probleme mit meinen Eltern. Ist aber ein anderes Thema und soll nicht als Ausrede dienen. Aber davon mal abgesehen, hätte ich den Beruf als Köchin heute auch nicht weiter ausüben können, bei den tollen Arbeitszeiten in der Gastronomie.
Danach habe ich dann Vollzeit im Schichtdienst 3 Jahre in einer Bäckerei im Verkauf gearbeitet, wurde schwanger und habe dann meine Tochter bekommen. Als meine Tochter da war und etwa ein Jahr alt war, habe ich abends ab und an in einer Kneipe/Pizzeria im Dorf gearbeitet. Was anderes konnte ich nicht machen damals, weil mein Ex ja auch arbeiten ging und meine Tochter noch nicht in den Kiga ging. Ich habe also eigentlich immer irgendwas gemacht und musste eben so arbeiten gehen, wie ich konnte.
Dann hatte ich ne Arbeitspause, wegen Trennung, Umzug in meine Heimat, neuer Beziehung und zweiter Schwangerschaft. Bei uns gab´s und gibt´s keine Oma´s, Tanten oder Nanny´s, die auf meine Kinder aufpassen können. Wir sind also auf die Betreuung des "Staates" angewiesen, die nicht gerade billig ist. Und je mehr man verdient, umso teurer ist so ein Betreuungsplatz. Und wozu soll ich nen Ganztagsplatz bezahlen, wenn ich nur ne Teilzeitstelle haben möchte!? Nö, seh ich nicht ein, also müssen wir uns irgendwie so organisieren, dass ich trotzdem arbeiten gehen kann, obwohl ich es finanziell nicht müsste.
Auch wenn die Putzstelle nicht unbedingt mein Traum ist, macht es mir dennoch Spaß, weil meine Arbeit anerkannt wird und ich trotzdem für meine Kinder da sein kann. Das heißt ja nicht, dass ich meine Kinder nicht zur Selbstständigkeit erziehe, ihnen nicht vertraue wenn sie alleine sind, oder sie deshalb schlechtere Menschen werden, nur weil ICH sie betreue. ICH möchte nämlich, dass meine Kinder behütet aufwachsen, weil ich mit dem Dasein als Schlüsselkind und der Verantwortung der Sachen, die meine Eltern mir auferlegt haben, nicht klar gekommen bin.

Abschließend von mir... für mich persönlich kam es nie in Frage Kinder zu bekommen und gleichzeitig Vollzeit arbeiten zu gehen. Alleine deswegen, weil die Betreuung innerhalb der Verwandtschaft nie gewährleistet war und ich meine Kinder auf Dauer nicht in fremde Obhut geben möchte.
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« Antworten #46 am: 16. Aug 2008, 22:29 »

Hallo Birkel,

danke für den tollen Beitrag. Du hast es schon gut gemeistert und ich denke, dass Du eine gute Mutter bist. Das hat hier auch niemand bezweifelt. Natürlich wäre es für Dich einfacher gewesen, wenn Du eine abgeschlossene Ausbildung hättest, natürlich in einem Beruf, das Du später ausüben würdest. Im Fall der Ausbildung zur Köchin hätte es Dir auch nichts gebracht, da hast Du vollkommen Recht. Deshalb sagte ich auch, dass Kristina sich sehr gut überlegen soll, was sie später macht. Dabei ist der Spaß am Beruf, der Lohn und die Arbeitszeitig wichtig - vor allem, wenn man eine Familie hat.

Vor einigen Jahren gab es in Deutschland kaum Möglichkeiten einer Ganztagsbetreung  und eine Tagesmutter konnten sich nur die Großverdiener leisten. Zum Glück denkt man da heute anders und die Eltern haben mehr Möglichkeiten. Man kann schon die Kinder ab 1 Jahr in Tagesstätten abgeben, natürlich noch nicht überall. Es wird sich aber nach und nach ändern, die Nachfrage steigt und ich denke, dass der Trend in Deutschland sich auch ändern wird.

Für Deine Kinder wünschst Du sicherlich eine gute Schul- und Berufsausbildung.
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« Antworten #47 am: 17. Aug 2008, 01:29 »

Zitat
Du könntest jetzt schon Bewerbungen schreiben für das Jahr 2009.

JA Luna das hatte ich ja vor !! Wink
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« Antworten #48 am: 17. Aug 2008, 08:41 »


Vor einigen Jahren gab es in Deutschland kaum Möglichkeiten einer Ganztagsbetreung  und eine Tagesmutter konnten sich nur die Großverdiener leisten. Zum Glück denkt man da heute anders und die Eltern haben mehr Möglichkeiten. Man kann schon die Kinder ab 1 Jahr in Tagesstätten abgeben, natürlich noch nicht überall. Es wird sich aber nach und nach ändern, die Nachfrage steigt und ich denke, dass der Trend in Deutschland sich auch ändern wird.

Für Deine Kinder wünschst Du sicherlich eine gute Schul- und Berufsausbildung.

Ja, der Trend entwickelt sich, dass die Kinder schon als Kleinkinder ganztags betreut werden können. Ist ja auch in Ordnung für Leute, die das in Anspruch nehmen möchten.
Hatten letzte Woche ein aktuelles Problem mit der Betreuung meines Sohnes, der jetzt in die Grundschule geht. Wir wollten die Mittagsbetreuung bis 13 Uhr in der Schule die es letztes Jahr noch gab, aber leider ist die gestrichen worden und es gibt nur noch die Betreuung bis 16 Uhr. Dort machen die Kinder Hausaufgaben und müssen! da zu Mittag essen. Da ich aber sowieso jeden Tag koche, muss er nicht noch in der Schule warm essen. Ich hätte gerne selbst gewählt, ob er dort isst oder sich was von zu Hause mitnimmt. Sind ja auch doppelte Kosten für mich. Die Gruppe ist auch ziemlich groß. Auf 34 Kinder aus verschiedenen Klassen kommen 3 Betreuer und das war mir einfach zu unsicher, dass er sich dort vollkommen auf seine Hausaufgaben konzentrieren kann.
Zum Glück kann ich mir meine Arbeitszeit einteilen und meine Chefin steht voll hinter mir, weil sie das Problem selbst kennt. Und meine Freundin nimmt den Zwerg, wenn´s sein muss, von der Schule mit. Von daher haben wir uns gegen die Betreuung entschieden, weil ich meinem Sohn eben den richtigen Grundstein legen möchte. Meine Eltern haben sich darum nie gekümmert und ich möchte es eben besser machen. In ein paar Jahren sieht es wieder anders aus, wenn er evtl. in die Gesamtschule geht. Dann ist er reifer und vernünftiger und ich kann vielleicht wieder im Verkauf arbeiten, neben meinem Fulltimejob als Hausfrau und Mutter, der viel zu wenig von der Rentenpolitik geschätzt wird. 
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« Antworten #49 am: 17. Aug 2008, 12:01 »

[...] neben meinem Fulltimejob als Hausfrau und Mutter, der viel zu wenig von der Rentenpolitik geschätzt wird. 

Das stimmt allerdings! Hoffe, du sorgst gut für dich vor Wink (vgl. mein Beitrag oben).
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