Cherie
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« Antworten #25 am: 16. Sep 2009, 14:38 » |
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 @ Powerman ich wusste nicht, dass euch so ein schwerer Schicksalsschlag traf.  Bin im Nachhinein auch sehr betroffen, aber auch froh, dass deine Frau das so gut überstanden hat. Sicherlich wird eure Seele für immer einen Schaden genommen haben und auch hier muss ich sagen, schön dass ihr das GEMEINSAM durchgestanden habt. Wie meine Vorrednerinnen schon schrieben, ist das nicht immer selbstverständlich. Viele Partner wenden sich dann auch noch ab, wenn es gesundheitliche Probleme gibt.  Ich erleb(t)e von meinem Mann auch große Unterstützung mit meiner Multiplen Sklerose. Er hat mir immer Mut gemacht, wenn ich mal keinen Bock mehr hatte bzw. macht es mir immer noch. Meine Krankheit ist nicht heilbar, ich werde einmal damit sterben.  Bis dahin hoffe ich, dass ich so gut wie möglich damit LEBEN kann. Zu Patrik... gestern hörte ich das auch im Radio und war auch ziemlich bestürzt. Schade, dass er es nicht geschafft hat. 
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Krebsi
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« Antworten #26 am: 16. Sep 2009, 16:13 » |
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ich werde einmal damit sterben. Vielleicht hast du aber auch Glück und ein Elefant fällt auf dich drauf. 
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Campina
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« Antworten #27 am: 16. Sep 2009, 16:20 » |
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Powerman, auch dir danke für die lieben worte. mein mann hatte vor 4 Jahren Lymphdrüsenkrebs - damals war unser sohn grade 8 monate alt. Mein mann hatte damals Chemo + Antikörpertherapie - das war eine sehr harte zeit. Sowas wünsche ich echt niemandem. Sowas schweisst zusammen und doch weiss man anschliessend wer seine freunde sind und wer nicht. Mein mann hat das auch so super weggesteckt - ich bin so stolt auf ihn - er hat nie aufgebeben. Es tut schon weh wenn man spürt die umwelt denkt krebs = tot -aber das ist gar nicht so. Und das wir vor einem Jahr nochmal Nachwuchs bekommen haben. Das ist schon wirklich ein kleines wunder gewesen *schnief*
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~Luna~
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« Antworten #28 am: 16. Sep 2009, 16:24 » |
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Apropos Nachwuchs. Ich dachte bisher, dass man nach einer Chemo keine Kinder bekommen sollte. Irgendwo gab es sogar ein Thema deswegen  Zumindest war das in dem Fall einer Frau. Sie musste die Eizellen vor der Chemo einfrieren. Hat Dein Mann auch vor der Chemo seinen Samen einfrieren lassen? Oder ist das beim Mann nicht nötig.
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Campina
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« Antworten #29 am: 16. Sep 2009, 20:39 » |
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Luna, wir wurden danach gefragt und uns wurde gleich gesagt die wascheinlichkeit danach sei ziemlich gering. Wir haben uns aber gegen das einfrieren entschieden, weil wir schon ein kind hatten und das den start der chemo auch nach hinten gerückt hätte. Deswegen ist unser kleiner auch wirklich ein kleines wunder 
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~Luna~
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« Antworten #30 am: 16. Sep 2009, 21:25 » |
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Ah OK, ich dachte dass man die Spermien/Eizellen aus einem anderen Grund einfriert, wg. dem geschädigten Erbgut z. B. Aber der Grund dafür schein ein anderer zu sein.
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Campina
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« Antworten #31 am: 16. Sep 2009, 21:44 » |
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Das gibts auch das man sagt das erste jahr danach kansn erbgut beschädigt sein - das ist soo unterscheidlich chemo ist ja auch nicht gleich chemo.
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Cherie
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« Antworten #32 am: 17. Sep 2009, 01:06 » |
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Powerman
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« Antworten #33 am: 17. Sep 2009, 10:14 » |
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Danke für eure lieben Worte.  @Cherie Ja, meine Frau ist wieder topfit und Sie tut auch dafür sehr viel. Nämlich Radfahren und Skaten und sie hat strengste Diät gehalten. Das Wichtigste für meine Frau ist nämlich ihr Gewicht, ihre Figur und ihr Aussehen, da passt sie so sehr, sehr auf. Ich denke manchmal, sie könnte auch ein Vorbild für Brustkrebspatienten sein und anderen durch ihr Verhalten zeigen, dass es auch anders geht und viel Mut machen. Vor allem zeigt sie, das man sich nicht hängen lassen muss und dass man nach der Therapie wieder ein normales Leben führen kann. Meine Frau nimmt die Sache an, lebt damit und wenn es vorbei ist, dann ist es vorbei. Wir hatten die ganze Geschichte gut zusammen überstanden und ich habe versucht meiner Frau immer eine große Stütze und Hilfe zu sein, was mir, so denke ich auch gelungen ist. Dein Schicksal ist echt hart. MS, das ist eine sehr schwere Krankheit, die auch meine kleine Schwester (10 Jahre jünger als ich) hat. Ich glaube, die Diagnose kam vor rund 10 Jahren bei ihr. Manchmal kann sie nicht laufen, ist schnell müde, aber sie sagt, dass es ihr schon seit Jahren richtig gut geht. Leider kommen, so wie ich gelesen und gehört habe ja irgendwann wieder diese Schübe? Was kommt dann? Ich finde es toll, dass dein Mann dich so sehr unterstützt und nicht weg rennt. @Campina Lymphdrüsenkrebs, boah, was für eine Diagnose. Wie alt ist denn dein Mann? Ich hatte damals mal mit jemanden gesprochen, bei ihm wurde der höchste Grad des Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert und die Ärzte haben ihm nur noch ein paar Monate zum Leben gegeben. Dieser Mann hat es geschafft, er hat überlebt und den Lymphdrüsenkrebs gesiegt. Nach 5 Jahren war nichts mehr vom Krebs feststellbar, er gilt als geheilt. Das ist echt toll aber auch krass. @Luna Sicherlich hatten die meisten Menschen feuchte Augen bei Isi´s Tot, aber meine Gefühle sind da sicherlich ein wenig anders. Ich habe dabei meine Frau neben mir auf dem Sofa sitzen und dann kommt eben alles wieder hoch und dann tut sie mir so unendlich Leid, weil sie das alles durchleben musste. Das ist so hammermäßig, dass bei manchen Situationen eben dann alles wieder zum tragen kommt. Nach ein paar Minuten ist alles wieder ok und die Tränen werden wieder weggewischt, aber es ist eben etwas anderes, wenn man dieses Situation „hautnah“ erlebt hat. Man sieht seine Frau wieder im Krankenbett liegen und weiß, dass die Blutwerte oft im Keller waren und eine Grippe oder Ähnliches dann sogar den Tod bedeuten würde, weil das Immunsystem es nicht schaffen würde die Infektion zu bekämpfen. Deshalb muss man ja auch so sehr aufpassen, sich nicht bei einem anderen anzustecken. War manches mal hart am Limit. Aber, das ist ja vorbei. @Kristina Uns hat das alles noch mehr zusammen geschweißt. Das härtet ab und lässt das Leben in einem anderen Licht erscheinen, das Schwierige dabei ist, dass andere Menschen dieses andere Denken nicht haben und nicht wissen, wie unwichtig es ist, sich über manche Dinge aufzuregen. Es wird viel zu viel diskutiert. Wie gesagt, dass Leben hängt immer an einem seiden Faden, der ganz schnell reissen kann. Gruß Powerman
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« Letzte Änderung: 17. Sep 2009, 10:18 von Powerman »
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~Luna~
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« Antworten #34 am: 17. Sep 2009, 11:19 » |
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Das härtet ab und lässt das Leben in einem anderen Licht erscheinen, das Schwierige dabei ist, dass andere Menschen dieses andere Denken nicht haben und nicht wissen, wie unwichtig es ist, sich über manche Dinge aufzuregen. Es wird viel zu viel diskutiert. Wie gesagt, dass Leben hängt immer an einem seiden Faden, der ganz schnell reissen kann. Tolle Aussage, es ist wahr! Man sollte echt öffters daran denken, wenn man sich über irgendwelchen Blödsinn aufregt.  Tja und das tut man leider fast täglich. 
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Anoita
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« Antworten #35 am: 17. Sep 2009, 11:37 » |
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Powerman, das hast du echt toll geschrieben! Mein Paps hat den Kampf gegen den Darmkrebs leider nicht gewonnen. Der Krebs wurde bei ihm allerdings auch sehr spät entdeckt. Ihn mehr und mehr körperlich zerfallen zu sehen, hat mir das Herz gebrochen. Schade, dass Patrick Schwayze den Kampf nun ebenfalls verloren hat. 
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~Luna~
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« Antworten #36 am: 17. Sep 2009, 11:56 » |
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@Powerman, Deine Frau könnte Krebskranke motivieren, den Kampf gegen Krebs aufzunehmen.
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Campina
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« Antworten #37 am: 17. Sep 2009, 13:08 » |
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Das härtet ab und lässt das Leben in einem anderen Licht erscheinen, das Schwierige dabei ist, dass andere Menschen dieses andere Denken nicht haben und nicht wissen, wie unwichtig es ist, sich über manche Dinge aufzuregen. Es wird viel zu viel diskutiert. Wie gesagt, dass Leben hängt immer an einem seiden Faden, der ganz schnell reissen kann. Tolle Aussage, es ist wahr! Man sollte echt öffters daran denken, wenn man sich über irgendwelchen Blödsinn aufregt.  Tja und das tut man leider fast täglich.  Powerman - das stimmt ich habe danach soviele sachen ganz anders gesehen, es gibt soviele unwichtoge sachen im leben denen man viel zuviel aufmerksamkeit schenkt. Mein Mann hatte die Diagnose nach seinem 30. geburtstag - den 30. Geburtstag war er noch im kH weil ein Lymphknoten entfernt wurde. Das war schon hart damals alles - aber wir habens geschafft - zum glück
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Kristina
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« Antworten #38 am: 17. Sep 2009, 14:19 » |
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Ich bewundere euch,das ihr so stark seid/wart.@Campina und Powerman  Und bin sehr froh das es euren Partnern jetzt gut geht. Das härtet ab und lässt das Leben in einem anderen Licht erscheinen, das Schwierige dabei ist, dass andere Menschen dieses andere Denken nicht haben und nicht wissen, wie unwichtig es ist, sich über manche Dinge aufzuregen. Es wird viel zu viel diskutiert. Wie gesagt, dass Leben hängt immer an einem seiden Faden, der ganz schnell reissen kann. Tolle Aussage, es ist wahr! Man sollte echt öffters daran denken, wenn man sich über irgendwelchen Blödsinn aufregt.  Tja und das tut man leider fast täglich.  Das stimmt wiklich,und toll geschrieben Powerman. 
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Powerman
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« Antworten #39 am: 17. Sep 2009, 14:58 » |
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@Anoita Das ist wirklich böse mit deinem Vater. Wie alt ist er geworden? Manche haben wie gesagt, einfach keine Chance gegen den Krebs, weil es zu spät entdeckt wird oder weil es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt. @Luna Das stimmt. Ich denke, sie wird die Chance dazu bestimmt noch bekommen, weil sie jemanden helfen kann. @Campina 30 Jahre jung, meine Güte. Das ist echt hart. Schön, dass es ihm und dir gut geht.  @Kristina Danke auch an dich.
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« Antworten #40 am: 18. Sep 2009, 03:35 » |
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Am 29.09.09 erscheint in den USA die Autobiografie von Patrick Swayze. Er schrieb sie zusammen mit seiner Frau. Die Autobiografie trägt den Namen "The time of my life". Mehr hierzu hier: Patrick Swayze: "Ich habe zehn Leben gelebt"
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Anoita
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« Antworten #41 am: 18. Sep 2009, 09:38 » |
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@Powerman Mein Vater war 51 als er die Diagnose Krebs bekam. Mit 52 ist er gestorben.
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Powerman
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« Antworten #42 am: 18. Sep 2009, 10:58 » |
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Meine Güte, 52 Jahre, das ist ja noch sehr jung. Und das ging dann ja so schnell.
Das sind genau die schlimmen Geschichten über Krebs, die uns Menschen so niederschmettern. Da geht man zum Arzt, weiß vielleicht, dass was Schlimmes im Körper ist und dann ist man innerhalb kürzester Zeit tot. Wer soll das begreifen? Das macht einen doch wirklich Angst. Man kapiert ja selber gar nicht, dass man was Schlimmes hat und denkt, alles wird wieder gut. Aber es wird oftmals nicht wieder gut. Gott sei Dank können wir den Gedanken, dass uns selbst so etwas Schlimmes einmal treffen könnte zur Seite schieben. Man hört auch immer wieder ganz schlimme Sachen. Zum Beispiel eine Gynäkologin, in der Praxis meiner Frau, war nach der Diagnose Krebs innerhalb von 4 Monaten tot. Das ist doch total erschreckend. Sie war ja Ärztin. Da bekommt man doch eine Gänsehaut.
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Cherie
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« Antworten #43 am: 18. Sep 2009, 21:33 » |
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Meine Güte, 52 Jahre, das ist ja noch sehr jung. Mein Bruder hatte mit 45 Jahren auch einen Lymphdrüsenkrebs, ein Non-Hodgkin-Lymphom. Er bekam Chemo (Kirschwasser, nannten sie das, weil das so rot war) usw. und die Krebszellen verschwanden. Als er sich noch in Therapie befand erkrankte sein Sohn, damals 22 an einem Hodenkrebs. Dieser wurde dann bloss operiert, eine Chemo war bei ihm nicht nötig.  Die Ärzte nannten diese Aufeinanderfolge von Erkrankungen in einer Familie Dominoeffekt. Das hatte mich auch ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich bekam in demselben Jahr einige schwere Schübe, die schließlich dann auch zu meiner Berentung führten. Mittlerweile ist mein Bruder bald 54 und sein Sohn 30. Beide gelten als geheilt. Die Angst jedoch, dass diese böse Diagnose auch in meinen Reihen wütete verfolgt mich schon etwas. Es ist nicht so, dass ich ständig daran denke, aber ich weiß, dass es jeden treffen kann.  Man hört auch immer wieder ganz schlimme Sachen. Zum Beispiel eine Gynäkologin, in der Praxis meiner Frau, war nach der Diagnose Krebs innerhalb von 4 Monaten tot. Das ist doch total erschreckend. Sie war ja Ärztin. Da bekommt man doch eine Gänsehaut.
Ich hörte vor einem Monat einen Fall, da hatte eine Frau ein Baby geboren. Zusammen mit dem Kind war in der Gebährmutter ein Tumor gewachsen. Dieser war leider bösartig. Wurde entfernt und innerhalb von drei Wochen war die Mutter tot.  Das Baby lebt und ist ganz gesund. Die Bekannte, die mir das erzählte, kennt den Vater und sagte, dieser würde seine Trauer in der Arbeit für das Kind ersticken. 
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« Antworten #44 am: 18. Sep 2009, 23:17 » |
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Meine Arbeitskollegin ist mitte 30 und bei ihr wurde vor 1 Jahr Lymphdrüsenkrebs durch Zufall entdeckt in einem fortgeschrittenem Stadium. Sie hatte gedacht, dass sie Magengeschwüre hätte. Nach 1 Jahr (Chemo und Kur) darf sie bald wieder arbeiten kommen. Sie hatte auch Glück, dass sie es geshafft hatte, denn es war halt schon recht fortgeschritten. Es gibt kein Alter für solche Krankheiten, auch Babys haben Krebs. Die Krankheit macht vor niemanden Halt. 
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« Antworten #45 am: 19. Sep 2009, 12:03 » |
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Luna, mein Mann ist damals wegen Halsschmerzen zum Arzt und dann kam sowas raus - da rechnet ja auch kein mensch mit - er hatte glück dass er erst im 2. Stadium war - also "nur" beide halsseiten angegriffen. Die lange auszeit auf der arbeit war auch blöd und danach war alles irgendwie komisch fand er - manche leute gucken dich eben komisch an - und als ihn dann eine firma wo er was installiert hat und er von seiner firma aus schon 6 monate hin musste gefragt hat ob er nicht zu ihnen kommen möchte - war das irgendie perfekt, ich war auch einverstanden wir sind dann umgezogen und es ist ein neustart gewesen nur 100 km weg wo wir vorher gewohnt haben - aber es war einfach besser - umziehen wollten wir eh
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~Luna~
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« Antworten #46 am: 19. Sep 2009, 12:41 » |
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Ja, ich denke, dass es für einen schlimm ist, wenn die anderen Menschen plötzlich anders mit Dir umgehen. Anderseits kann man etwas verstehen, dass die Leute nicht wissen, was sie sagen können. Es ist dann immer leicht, wenn derjenige den ersten Schritt macht und sagt, dass man genauso sein soll, wie vorher. Das klärt dann etwas auf. Es ist genauso, wenn von einem Kollegen ein enges Familienmitglied stirbt. Es gibt Menschen, die wollen nicht darauf angesprochen werden. Da überlegt man schon, geht man hin, nimmt man die Person in den Arm und richtet den Beleid aus - der lässt man es.  Mir persönlich wäre es z. B. am liebsten, man würde mich nicht darauf ansprechen - denn das macht alles noch schlimmer. Das sind so Momente, in den schwer ist das einzuschätzen. Die Menschen sind sehr verschieden.
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