Powergirl
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« am: 01. Sep 2007, 15:14 » |
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Ich habe aus dem Themenkomplex: Bedeutet euch Glaube etwas? das Thema "Gottesbeweis/Glauben und Wissen" herausgefiltert. Auf folgende schon angesprochenen Unterpunkte möchte ich gleich zu Beginn hinweisen:
1. Ist es möglich, die Existenz Gottes nachzuweisen? Wenn ja, wie? 2. Was hat Glauben mit Intelligenz zu tun? 3. Wenn Gott existiert, muss ich mein Leben dann in Frondienst leben oder darf es in Freiheit leben?
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« Letzte Änderung: 01. Sep 2007, 15:38 von Powergirl »
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Powergirl
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« Antworten #1 am: 01. Sep 2007, 15:17 » |
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Zum letzten Punkt möchte ich gern ein Zitat einbringen, das die bekannte Wette von Blaise Pascal erzählt: Die Wette (Blaise Pascal, 1623 - 1662) A: Die Existenz Gottes kann nicht bewiesen werden. B: Die Nicht-Existenz Gottes kann ebenfalls nicht bewiesen werden. A: Die Frage, ob es Gott gibt, kann also nicht entschieden werden. B: Da die Sache logisch nicht zu entscheiden ist, soll eine Wette weiterhelfen: A: Ich setze darauf, dass Gott nicht existiert. Falls ich recht habe, erwartet mich das endgültige Nichts. Die Wette wäre zwar gewonnen, aber das ganze Leben wäre sinnlos und leer. B: Ich setze darauf, dass Gott existiert. Ich lebe dann in der Geborgenheit der Gotteszuversicht. Mein Leben ist nicht sinnlos und leer. Wenn ich unrecht habe, habe ich an eine Illusion geglaubt und mich an einige ethische Spielregeln mehr gehalten. Was macht das schon angesichts des endgültigen Nichts. Wenn ich aber recht habe, dann haben wir alle gewonnen. (Frei nach Pascal)
Quelle: http://www.gym-hartberg.ac.at/gym/religion/Dateien_Div/Stoffneu/Rel_krit.pdEs gibt gegenüber Pascal natürlich sowohl Zustimmung als auch Kritik, was sich gut in der Wikipedia ( http://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette) nachlesen lässt. Ich persönlich möchte auf Lars' Aussage, "Und falls Gott nicht exisitiert, mußte ich mein Leben nicht in Frohndienst und nach Gottes Geboten leben, sondern konnte mein Leben leben.", antworten, daß für mich ein Leben mit Gott alles andere als Frondienst darstellt. Liebe Grüße Powergirl
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« Letzte Änderung: 01. Sep 2007, 15:43 von Powergirl »
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Lunas Zäpfle
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« Antworten #2 am: 04. Sep 2007, 11:18 » |
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Hallo Powi & natürlich alle anderen 1. Nein, die Existenz Gottes ist nicht nachzuweisen. Umso mehr wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, desto weiter wird Gott zurück gedrängt. Wenn wir letztlich die wirkweise und Wechselwirkungen des Lebens verstehen, dann könnte es möglich sein daß die letzte "Frage" nur noch lautet: Jetzt wo wir alles verstehen, kennen wir immer noch nicht den Grund für das alles. Also: Warum? Die Antwort könnte dann lauten: Gott. Aber nachgewiesen ist er damit immer noch nicht. Und um die Verwirrung komplett zu machen was meine Ansichten angeht: Ich sagte ja schon, ich denke das wir alle Gott sind (Gott als Massenbewußtsein), aber eine persönliche Erkenntnis ist kein Beweis? 2. Was hat Glauben mit Intelligenz zu tun? Ich überleg mal laut. Öhm, wie jetzt? Also ich denke mal mit Intelligenz garnichts. Vielleicht aber mit Naivität und Unwissen oder gar der Unfähigkeit Verantwortung zu übernehmen. Es gibt keinen rationalen Grund zu glauben. Aber ne warte mal, Rationalität und Glauben schließt sich aus, oder? Nur Rationalität und Wissen passt da schon eher, oder? Ne, von vorne. Ich glaube, daß es morgen schönes Wetter gibt. Ich glaube, daß es morgen schlechtes Wetter gibt. An sich eine neutrale Sache. Und niemanden interessiert es was ich glaube solange ich keine Belege dafür habe. Die Wettervorhersage kann mir Hinweise liiefern, aber die irrt sich ständig. Letztlich bringt es nichts, sich da festzubeißen. Mit meinem Glauben an gutes oder schlechtes Wetter kann ich Freude oder Angst verbinden. Aber letztlich bringt es nix und hat garnichts mit den Fakten zu tun. Noch ein Beispiel: Ich kann an die Welt des Harry Potter glauben (kenn mich da nicht so gut aus). Das wäre dumm, oder? Auch wenn es mir helfen würde und mich glücklich machen, es wäre dumm, oder? Und von mir aus: Sowas erwartet man nicht von einem intellgenten Menschen. Mit der Bibel ist das nichts anderes. @all ich weiß ich trete hier Leuten reihenweise auf den Schlips, darum geht´s aber nicht, das ist nicht meine Absicht, sondern einfach das darlegen meiner Gedanken zu dem Thema !  Ich würde es sehr traurig finden wenn das zu schlechter Stimmung beiträgt ! 3.Frondienst oder Freiheit  Ok, erstmal den spontan anschwellenden Blutdruck senken  Das Problem ist wieder das alte: Gott wird als eine eigenständige Persönlichkeit betrachtet, die auf ihrem Thron auf Wolke 27 sitzt und sich die Sachen halt so anschaut. Uaaah  das ist sowas von kindisch !!! Wenn es einen Gott gibt, der mich Leben läßt, damit ich ihm geistig Sklave bin, dann kann er mich mal kreuzweise. Dann ist es für mich kein Gott sondern ein selbstverliebter Penner, wenn wir ihn schon unbedingt personifizieren wollen. Ich denke damit ist meine Antwort klar. (jetzt habe ich wohl ein paar Schlipse förmlich abgerissen). Gott hat uns doch die Freiheit gegeben. Ich an seiner Stelle würde dann auf meiner Wolke beim Anblick nur mit diesen Gesicht dasitzen:  Ey, wir sind seine spannenden Actionfiguren und langweilen ihn damit ihn anzubeten  Oh, hab jetzt erstmal nachgelesen was Frondienst genau ist. Eigentlich ist es tatsächlich sowas Sklavenmäßiges, nur abgeschwächt: Man dient einem Herrn, der einen dafür beschützt. Zuhälterei ! Ne Leute, jetzt klink ich mich aus, das ist echt zu blöd. So ein quatsch kommt doch wieder von der Kirche: Gott beschützt Dich vor dem Teufel wenn Du für die Kirche den Bückling machst 
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Krebsi
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« Antworten #3 am: 04. Sep 2007, 13:49 » |
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Hallo Powi & natürlich alle anderen 1. Umso mehr wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, desto weiter wird Gott zurück gedrängt. Wenn wir letztlich die wirkweise und Wechselwirkungen des Lebens verstehen, dann könnte es möglich sein daß die letzte "Frage" nur noch lautet: Jetzt wo wir alles verstehen, kennen wir immer noch nicht den Grund für das alles. Also: Warum? Wir können nicht auf der faulen Haut liegen, uns düngt mehr als Essen, Trinken und F...  Wir können und werden wahrscheinlich das All und den Mikrokosmos erforschen. Wir könnten in 20 000 Jahren sehr viel wissen, vielleicht sogar geistig zu Dingen fähig sein (Telepathie, Zukunftsblick, Beeinflussung von Materie, ...), was wir heute eher noch verneinen würden. Werden Mars und Mond bevölkern. Wir werden nicht mehr nur von unserem Sonnensystem abhängig sein, werden nicht mehr von der Milchsstrasse abhängig sein (welche durch ihr schwarzes Loch unser Ende beduten würde). Wir könnten also noch jahrmillionen überdauern. Um dann doch irgendwann, wenn das Universum wieder auf einen Punkt zusammenschrumpft, sterben zu müssen. Was haben wir dann gelernt? Millionen Jahre Forschung für den A..., wir hätten uns es auch einfach nur bequem machen können ...  Und um die Verwirrung komplett zu machen was meine Ansichten angeht: Ich sagte ja schon, ich denke das wir alle Gott sind (Gott als Massenbewußtsein), aber eine persönliche Erkenntnis ist kein Beweis? 2. Was hat Glauben mit Intelligenz zu tun? Ich überleg mal laut. Öhm, wie jetzt? Also ich denke mal mit Intelligenz garnichts. Vielleicht aber mit Naivität und Unwissen oder gar der Unfähigkeit Verantwortung zu übernehmen.
Noch ein Beispiel: Ich kann an die Welt des Harry Potter glauben (kenn mich da nicht so gut aus). Das wäre dumm, oder? Auch wenn es mir helfen würde und mich glücklich machen, es wäre dumm, oder? Und von mir aus: Sowas erwartet man nicht von einem intellgenten Menschen. Mit der Bibel ist das nichts anderes. Glaube hat u.U. viel mit Intelligenz zu tun. Denn wie soll Intelligenz (Kleriker) das Volk sonst kontrollieren? Zum Massenbewußtsein/Harry Potter aber nochmal der Gedanke: Wenn wir alle Teile eines großen Bewußtseins sind (was ich auch am ehesten annehmen würde), wären wir nur Zeugen der Umwelt? Zeugen der anderen Manifestationen des Bewußtseins? Oder können wir "bewußt" ändern? Wenn wir auf andere Manifestationen vom Bewußtsein Einfluß nehmen können, können wir dann Welten schaffen? Können Milliarden von Bewußtseinen die an etwas "glauben", dieses dann manifestieren? Erst ist es nur eine Idee, dann aber in den Köpfen vieler Realität. Kann das Überbewußtsein das unterscheiden? Idee und Realität? Was ist Realität? Schreibe ich ein Computerprogramm, künstlich intelligent, mit Schmerzempfinden, sinnsuchend, neugierig ... Ist es für uns virtuell. Es selbst empfindet sich aber als äußerst real. Und es ist ja auch real. Weiß der Mensch, was er ist? Gott auszuschließen aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse finde ich unangebracht. Denn wenn Gott die Welt erschuf (es werde Licht), ist alles eben nur Energie. Irgendwie muß sich Materie ja strukturieren, auch wenn Gott sie schuf.
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Lars
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« Antworten #4 am: 04. Sep 2007, 17:22 » |
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1. Ist es möglich, die Existenz Gottes nachzuweisen? Wenn ja, wie?Das ist die schwierigste Frage bezogen auf den Glauben überhaupt. Zunächst stellt sich ja die ( persönliche) Frage, ob Gott existiert. Für Gläubige lässt sich diese Frage leicht beantworten. Für Atheisten auch. Für alle anderen, die die Frage nicht direkt beantworten könnten, stellt sich danach aber die viel schwierigere Frage, ob man die Existenz überhaupt beweisen kann, falls Gott existieren sollte. Beziehungsweise, ob man die Existenz verneinen kann, sofern Gott nicht existieren sollte. Daran haben sich schon zahlreiche Philosophen, Theologen und auch Wissenschaftler die Zähne ausgebissen, bis jetzt (meiner Meinung nach) ohne Erfolg. Man muß zwischen beiden Fragen unterscheiden, die eine ist nicht gleichbedeutend mit der anderen Frage. Für mich stellt sich daher die Frage nicht, ob Gott existiert, da ich persönlich glaube, daß die Existenz Gottes nicht nachweisbar ist. 2. Was hat Glauben mit Intelligenz zu tun?Mhh, ich weiß nicht, wie beides direkt in Zusammenhang stehen sollte. Für mich ist kein direkter Zusammenhang zwischen Intelligenz und Glauben erkennbar. Ich denke nicht, daß Gläubige weniger intelligent sind als andere, oder intelligenter als Nichtgläubige. Beides sind für mich völlig verschiedene Welten. Glaubt man an Gott, dann zeugt das nicht von mangelnder Intelligenz, oder "Leichtgläubigkeit", vielmehr ist es (für mich) ein Ausdruck der Hoffnung, daß hinter all dem noch irgendetwas verborgenes steckt. Etwas, was wir zumindest im Moment oder vielleicht auch niemals erklären können. 3. Wenn Gott existiert, muss ich mein Leben dann in Frondienst leben oder darf es in Freiheit leben?Da ist man sich wohl sogar innerhalb der Kirche sehr uneinig  Einerseits werden dem Menschen Gottes Gebote dar geboten, an die er sich halten sollte, andererseits gab Gott dem Mensch den freien Willen. An zahlreichen Stellen des alten und neuen Testaments werden mögliche Folgen des Nichtglaubens geschildert, bis hin zu Göttlichen Strafen von höchster Stelle für nichtgläubige Völker. Aber: die christliche Religion selbst hat sich durch ihre "Abspaltung" vom Judentum quasi selbst 2000 Jahrelang eine gewisse "Freiheit" erlaubt. Vergleicht man die Aussagen im alten Testament (die 5 Bücher Mose) bzw. der jüdischen Bibel (Tora) mit dem Neuen Testament, werden doch zahlreiche Umdeutungen im NT erkennbar. Die Größte sicher diejenige, daß auch Heiden zum Glauben konvertieren/taufen können, und nicht allein durch Geburt zum Glauben angehörig werden. Betrachtet man nun aber den Umstand, daß beide Religionen eigentlich das selbe Oberhaupt (Gott) als Grundlage auffassen, haben sich alle Christen also bereits weit davon entfernt, was der ursprüngliche Glaube für sie vorsah. Entweder erwartet also alle Christen nach dem Tod das böse Erwachen  oder man darf sich doch gewisse Freiheiten im Glauben "herausnehmen", und muss nicht sein gesamtes Leben in Frondienst verbringen. Ich persönlich möchte auf Lars' Aussage, "Und falls Gott nicht exisitiert, mußte ich mein Leben nicht in Frohndienst und nach Gottes Geboten leben, sondern konnte mein Leben leben.", antworten, daß für mich ein Leben mit Gott alles andere als Frondienst darstellt.
Das war auch etwas überspitzt formuliert von mir. Es bezog sich genau darauf, daß eben diejenigen Christen, die behaupten, nach Gottes Geboten zu leben, häufig dies nicht tun, wenn man das ganze aus der Sicht der Juden betrachtet. Ich weiß selbst, daß nicht alle Christen das Gefühl haben, ihr Leben komplett in Frondienst Gott widmen zu müssen  Aber auch du Powi mußt zugeben, daß du durch deinen Glauben - neben all den guten Dingen, die dir widerfahren - eben auch die schlechten Seiten kennengelernt hast. Personen und (vermeintliche) Glaubensgrundsätze, die dir einen gewissen Grad an Freiheit deines Lebens entziehen wollen oder haben... Inwiefern diese Dinge mit dem eigentlichen Glauben etwas zu tun haben, kann ich dir nicht sagen. Aber für mich würden solche schlechten Dinge zum Glauben dazugehören, genauso wie das Gute... Man kann nicht nur die Sonnenseite sehen, wenn dahinter tiefer Schatten liegt 
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« Letzte Änderung: 04. Sep 2007, 17:24 von Lars »
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Lunas Zäpfle
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« Antworten #5 am: 05. Sep 2007, 11:55 » |
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*also ich komm mit der Zitierfunkion nit so gut klar* Um dann doch irgendwann, wenn das Universum wieder auf einen Punkt zusammenschrumpft, sterben zu müssen. Was haben wir dann gelernt? Millionen Jahre Forschung für den A..., wir hätten uns es auch einfach nur bequem machen können ... Neueste Erkenntnissen zufolge soll das All zuviel Schwung haben um jemals wieder zusammenzuschrumpfen. Denkwürdige Sache. Denn dann wäre alles irgendwann einfach kalt -> tot.  Wenn wir alle Teile eines großen Bewußtseins sind (was ich auch am ehesten annehmen würde), wären wir nur Zeugen der Umwelt? Zeugen der anderen Manifestationen des Bewußtseins? Oder können wir "bewußt" ändern? Wenn wir auf andere Manifestationen vom Bewußtsein Einfluß nehmen können, können wir dann Welten schaffen? Können Milliarden von Bewußtseinen die an etwas "glauben", dieses dann manifestieren? Erst ist es nur eine Idee, dann aber in den Köpfen vieler Realität. Kann das Überbewußtsein das unterscheiden? Idee und Realität? Boah, Deine Fragen sind so animierend !! Ne, wie heißt das? Aber ich verstehe, daß Du es verstehst und das find ich klasse. Ja ... wir sind meiner Meinung nach Zeugen der Manifestationen des Bewußtseins. Können wir Welten erschaffen -> Ja, jeder Gedanke von uns erschafft Realität, und wenn es nur auf einer anderen Realitätsebene ist. Jede Idee ist irgendwo Realität. Wenn eine Idee genug Energie hat, dann können wir sie in unserer Realität manifestieren. Andererseits widerspricht sich das teilweise mit folgendem:Da ich davon ausgehe, daß es Zeit nicht gibt und damit alles schon immer gewesen ist heißt das: Wir wählen durch unsere Gedanken/Verhalten nur den Weg, den wir durch die schon vorhandenen Verzweigungen nehmen. Das nennt man senkrechtes Weltbild, hat mir mal jemand gesagt. Korrigiert müßte dann mein voriger Satz lauten:Jede Idee ist irgendwo Realität. Wenn eine Idee genug Energie hat, dann können wir uns zu der entsprechenden Realitätsebene hinbewegen. zB: Ein Auto ist nur physisches Placebo für einen Standortwechsel des Bewußtseins an einem anderen Ort. So wie ein Zauberstab nicht zaubert sondern der Zauberer (sag ich immer  ) Warum die allermeisten Menschen ein kanalisiertes Bewußtsein haben ist mir aber auch nicht klar. Hört sich albern an, aber das erinnert mich immer an Computerspiele, in denen ich immer und immer wieder dasselbe Level auf verschiedenen Weisen zu lösen versuche. Oder der Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Im "Unsterblich"-Gott(!)-Modus eines Spiels macht das ganze einfach keinen Spaß mehr ! Was ich eigentlich immer vergesse zu erwähnen: Ich folge bei vielen meiner Überlegungen dem alten Prinzip "Wie oben so unten." (von wem noch gleich, egal). D.h. ich überlege in Analogien. Weil ich denke, daß alles in allem enthalten (wie bei den Scherben eines Hologramms) ist für mich auch (wichtig: ernsthaftes) Tarot / Knochenwerfen / Astrologie / Bleigiessen / Wolkenlesen etc kein Hokuspokus. Nur ist Bedingung, daß man die Zeichen/Sprache des Systems, welches man beobachtet 100% deuten kann und das kann kaum einer. Ich habe das mit den Realitäten mal so erklärt: Jedes Individuum ist ein Stein, den man in einen See wirft. Die Realität an einem Punkt des Sees ergibt sich aus der Interferenz, dem Wellenbild aller in den See geworfenen Steine an genau dem Punkt. Nochmal mit anderen Worten: Jedes Bewußtsein ist eine Energiekonzentration, dessen unendlichen Möglichkeiten an Handlung Energiewellen aussenden, die mit den Wellen anderer Bewußtseinskonzentrationen interferieren. Jede Stelle in der "Raumzeit" ist eine Realität. Gemeinsame Erfahrungen von verschiedenen Bewußtseinen ergeben sich durch Schnittpunkte. Dadurch lebt ihr und ich in einer Welt (tun wird das wirklich? momentan seid ihr für mich nur die Quelle schriftlicher Aussagen. Falls wir uns sehen, sind wir immer noch räumlich getrennt, und wenn es nur 2 Meter sind, doch wir kommunizieren weiterhin über verschiedene Formen von Sender / Empfänger, diesmal organisch. Die Menschen, die tatsächlich dazu imstande zu sein scheinen, telepathisch aktiv zu sein haben all diese Umwege (Zauberstäbe) nicht nötig. Ich denke, daß das die für uns direkteste Art der Kommunikation ist. 99,9% Scharlatanerie, aber ein Rest bleibt denke ich. Sogar Geheimdienste, speziell der russische, soll mit solchen Menschen experimentiert haben. jedenfalls gibt´s da scheinbar viel Geheimnisse. Warum sich Energie konzentriert und Bewußtsein schafft ist mir offen. In manchen Büchern heißt es, das das Gesamtbewußtsein sich selbst in den unendlich vielen Möglichkeiten wahrnehmen will oder so ähnlich. Gott als rein kreative Urkraft. So wie ein Gas oder Energie, die einfach das Bedürfnis hat sich auszubreiten, doch nicht nur räumlich sondern auch kreativ.Hört sich interessant und sogar halbwegs plausibel an, aber auch ziemlich spekulativ (also ohne Basis - wie will man das auch je wissen?). Erkenntnisse und Lösungen sind immer einfach. Gott ist einfach. Eine komplizierte Lösung kommt deswegen (für mich) nicht in Frage.
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Krebsi
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« Antworten #6 am: 05. Sep 2007, 18:20 » |
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Universum. Kommt das von Universal? Kann alles sein, kann für verschiedene Zwecke geändert werden? Wer gab ihm einen solchen Namen. Und warum?  Jedes Bewußtsein ist eine Energiekonzentration, dessen unendlichen Möglichkeiten an Handlung Hast du dich da vertan? Eigentlich denke ich (nach Lektüre von Viktor Merle), dass alles im Universum, bedingt durch das Universum selbst, endliche Möglichkeiten hat. Je älter, je fortgeschrittener ein System, desto weniger Möglichkeiten (der Entfaltung, Entwicklung) bleiben. 
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Lars
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« Antworten #7 am: 06. Sep 2007, 14:31 » |
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Ich möchte nochmal auf Pascals Gedanken zur Religion eingehen. Ich kenne das Buch, bzw. - wenn ich es mal so liebenswürdig nennen darf - die "Zettelwirtschaft" von ihm  Ich habe sie auch relativ vollständig gelesen. Nur vieles ist so verworren, daß man überhaupt nicht mehr durchblickt^^ Da hat mir dann an einigen Stellen das Durchhaltevermögen gefehlt  Aber der größte Fehler Pascals ist der, daß er versucht, den Grund warum man an Gott glauben sollte, logisch zu erklären (als Mathematiker lag ihm das natürlich nahe). Denn damit kann man seine Logik (die mathematischen Grundsätzen unterliegt) wunderbar widerlegen  Einige der grundsätzlichen Probleme seiner Gedankengänge sind ja in dem Wiki-Eintrag bereits aufgeführt. Meiner Meinung nach ist aber der grundlegendste Fehler, den er macht, die Annahme, daß man bei Nichtgläubigkeit ein schlechtes Leben führt. Ich zitiere mal frei von dir Powergirl  Ich setze darauf, dass Gott nicht existiert. Falls ich Recht habe [...] das ganze Leben wäre sinnlos und leer. Eben das ist eine falsche Annahme. Genauso wie das Gegenteil: Ich setze darauf, dass Gott existiert. Ich lebe dann in der Geborgenheit der Gotteszuversicht. Mein Leben ist nicht sinnlos und leer. Auch das stimmt ja nicht uneingeschränkt. Man könnte nun argumentieren, zu seiner Zeit - damals unter der "Obhut" der Kirche - waren das treffende Annahmen. Glaubte man nicht an Gott, und verkündete das auch öffentlich, so wurde einem mit übelsten Mitteln gedroht, bis hin zu "Gottestlästerung" mit dem Scheiterhaufen als letzter Konsequenz.Wurde aber schon damals seine Argumentation durch diese kirchlichen "Repräsalien" nicht richtiger, so ist sie heute umso mehr als falsche Annahme zu widerlegen. Und damit die ganze "Logik" seines "Beweises", den er anführt. Von den vielen anderen Kritikpunkten (siehe Wiki) mal ganz zu schweigen, zweifle ich allein schon aus diesem Grund an dem "Beweis" Pascals, der eigentlich jeglicher Logik oder Sinn entbehrt 
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« Letzte Änderung: 12. Nov 2008, 21:51 von Powergirl »
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Powergirl
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« Antworten #8 am: 06. Sep 2007, 15:04 » |
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Ich schätze Pascals Gedanken nicht als BEWEIS, sondern eher als ein DENKMODELL ein. Statt an dem Punkt: Wie kann man Gottes (Nicht-)Existenz beweisen, hängen zu bleiben, beschäftigt es sich mit der Frage, was man von der einen oder anderen Erkenntnis HAT/was die Konsequenz daraus ist. Und das halte ich für einen guten Ansatz, auch wenn es sich wohl, wie Lars schreibt, nicht pauschal sagen lässt!
Ich kann für mich persönlich sagen, dass mir der Glaube an Gott wirklich Hoffnung, Zuversicht und einen inneren Frieden gibt; ich GLAUBE auch, daß es anderen so gehen kann, aber ich kann nicht über die innere Verfassung eines anderen Menschen URTEILEN.
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Lunas Zäpfle
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« Antworten #9 am: 07. Sep 2007, 12:46 » |
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Universum. Kommt das von Universal? Kann alles sein, kann für verschiedene Zwecke geändert werden? Wer gab ihm einen solchen Namen. Und warum?  Jedes Bewußtsein ist eine Energiekonzentration, dessen unendlichen Möglichkeiten an Handlung Hast du dich da vertan? Eigentlich denke ich (nach Lektüre von Viktor Merle), dass alles im Universum, bedingt durch das Universum selbst, endliche Möglichkeiten hat. Je älter, je fortgeschrittener ein System, desto weniger Möglichkeiten (der Entfaltung, Entwicklung) bleiben.  Ne, jedes Bewußtsein hat zu jeder Zeit unendlich viele Möglichkeiten zu handeln. Ich kann die Kaffeetasse hier abstellen oder da oder dort oder ... oder ... oder
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Krebsi
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« Antworten #10 am: 07. Sep 2007, 13:45 » |
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Nein. Je älter eine Manifestation (Stern, Mensch, Pflanze) ist, desto geringer werden seine Möglichkeiten. Wenn du 60 Jahre alt bist und Gicht bekommst, kannst du eben deine Kaffeetasse nicht mehr da oder dort abstellen  Du kannst mit 60 auch nicht mehr erwarten, als Ungelernter ohne Schulabschluß ein Studium nachholen zu können, und dann in der Forschung aktiv zu werden. Vor deiner Geburt sind deine Möglickeiten auch schon etwas eingeschränkt (oder kannst du ein Baum oder Planet werden?). Wer hat dich gezeugt? Eine verwitwete Schwarze in Afrika? Oder in Amerika innerhalb des Bushclans? NAtürlich können äußere Einflüsse und Ehrgeiz vieles noch ermöglichen, so z.B., dass der in Afrika geborene Zäpfle in Amerika Politiker wird, oder der im Bush Clan geborene Zäpfle verarmt in Kapstadt hinvegetiert. Aber je älter Zäpfle wird, desto steifer/starrer und unbeweglicher wird er. Genau wie der alternde Stern, der erkaltet ... Oder das Universum ..., dass erstarrt ... Das Universum macht einen Zyklus durch (weil es den Zeitfaktor hier eben gibt, Materie ihm wohl zwangsläufig unterliegt). Und alle in ihm befindliche Materie existiert mit den selben Beschränkungen. Wenn das Bewußtsein nicht materiell verhaftet ist, hat es alle Möglichkeiten. Es sieht aber doch so aus, als wäre es das. Selbst wenn wir sterben, bleibt unsere Energie im System. Um ganz frei sein zu können, müßte Bewußtsein gänzlich ohne Energie sein. 
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« Letzte Änderung: 07. Sep 2007, 13:48 von Krebsi »
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Lunas Zäpfle
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« Antworten #11 am: 10. Sep 2007, 14:48 » |
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Bei dem was Du meinst kommen Wahrscheinlichkeiten ins Spiel. Theoretisch ist alles möglich, ist immer nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit und auch dessen, was man selbst oder die Umwelt für möglich hält; die Erfahrungen passen sich den Erwartungen an. Bei Deiner Einschränkung von "unendlich vielen Möglichkeiten" fällt mir nur ein: Wieviel ist unendlich minus x (zB 10000)? Es sind trotzdem noch unendlich viele Möglichkeiten. Wieso ist unser Bewußtsein materiell verhaftet? Es wählt nur gelegentlich offensichtlich die Möglichkeit zur materiellen Verdichtung. (wie sich das anhört  ) Das Universum macht einen Zyklus durch (weil es den Zeitfaktor hier eben gibt, Materie ihm wohl zwangsläufig unterliegt). Und alle in ihm befindliche Materie existiert mit den selben Beschränkungen. Wenn das richtig sein sollte, dann gilt das für unsere Realitätsebene ... aber noch nicht zwangsläufig für andere. An An anderen Stellen des Sees, in anderen Welten, könnten doch vollkommen andere physikalische Gesetze gelten.
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Lunas Zäpfle
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« Antworten #12 am: 21. Sep 2007, 10:35 » |
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Mein Posting unter "Was lest Ihr gerade?" hat mich durch die Sache mit Galilei zu folgender Erkenntnis gebracht:
Ich habe nichts gegen Leute, die meinen Glauben zu müssen, aber sie sollen doch gefälligst ihren Glauben nicht über wissenschaftliche Erkenntnisse oder die menschliche Vernunft stellen. Das ist gefährlich und dem Fortschritt hinderlich.
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