Findet ihr nicht, daß ihr eine ziemlich vereinfachende Sichtweise habt?
Alles Gute wird Gott zu geschrieben, aber alles Schlechte kommt vom Mensch?
Der Mensch ist von Gott geschaffen, also kommt entweder das Gute und das Schlechte vom Mensch, oder von Gott, oder zu Teilen von beiden gleichzeitig. Aber dieses Schwarz/Weiss-Denken (das Gute von Gott, das Schlechte vom Mensch) sollte doch langsam mal überholt sein?
theoretisch, lässt sich die Existenz Gottes einmannfrei nachweisen, und zwar in allen Ansätzen... philosophisch, kabbalahistisch, dogmatisch, psychisch
Ok, seh ich ein.
... biologisch, chemisch, physisch, logisch, physikalisch, oder schieß mich tot!
Das tät mich dann allerdings doch mal interessieren. Wurde denn jetzt endlich
bewiesen, was 2500 Jahre Monotheismus vorher nicht bewerkstelligen konnten?
Ist nicht grade das immer das Problemfeld gewesen, die Konfrontation Glauben <-> Wissenschaft.
Aber darum geht es im Glauben nicht! Es geht wie gesagt um glauben!
Ok, das verstehe ich. Aber dann bitte keine Behauptungen aufstellen von wegen
Beweisen. (denn das hat nichts mit
Glauben zu tun).
Der Mensch entscheidet selbst was er als Wunder und Zeichen ansieht, und übersieht die wahren wunder und Zeihen damit vollkommen!
Gutes Argument. Ist sicher tatsächlich so, daß es die meisten garnicht
interessiert ob etwas "höheres" passiert.
Solang die BILD wieder vom neuesten "Skandal" berichtet isses ihnen Wurst

Aber genauso läuft es doch auch umgekehrt - wieviel Elend, Leid und Schmerz wird von uns "ausgeblendet", und nicht wahrgenommen?
Nur weil wir es nicht sehen, heißt doch nicht, daß es nicht existiert.
Genau so ist es! Deshalb werde ich meine Kinder auch mal religiös erziehen! Es ist viel schöner in einer Gemeinde aufzuwachsen als einfach so! Glaub mir das^^
Ich denke, daß sich der Glauben für die Menschen viel mehr festigt, wenn sie sich
selbst dafür entschieden haben, als wenn es ihnen "anerzogen" wurde. Die große christliche Mehrheit wurde doch nur "aufgezogen" und folglich beschränkt sich der "Glauben" bei den meisten auf ne halbe Stunde Gottesdienst pro Woche.
»Kirche hat stattzufinden...«Schade das Menschen oft nur aufgrund so einer gemeinsamen Basis wertvolle (aber auch bösartige) Gemeinschaften bilden können.
Das ist das wirklich interessante.
Man kann sehr oft feststellen, daß Menschen durch den Glauben und durch die Gemeinde
zueinander finden, obwohl sie vielleicht nicht mal unbedingt
zu Gott finden. Sie organisieren ihr Leben in der Gemeinde, richten sich nach den anderen aus, verbringen viel Zeit miteinander - und manchmal, ohne das Gott oder der Glauben dabei überhaupt noch eine große Rolle spielt.
Warum können Menschen sich nicht genauso zusammenfinden,
ohne erst den Glauben "vorzuschieben".
Das ist das, was mich wirklich mal interessieren würde.
(
Klar gibts auch viele, bei denen steht der Glaube im Vordergrund bzw. Glaube und Gemeinschaft ist gleichwertig - aber oftmals ist es doch so wie ich beschrieb)
Was erzählst du jemand, der in Auschwitz, im Gulag oder sonst wo war? Wo war Gott als Frauen und Kinder vergast wurden?
Ich erzähle ihnen das Gott stehts bei ihnen war! Das sie nie allein in diesem lagern waren, sondern das Gotts stehts bei ihnen war, bei jedem Schritt, bei jedem Atemzug, er war immer da! Und das sie nie wirklich alleine dort waren.
Und Gott hat Millionen von Menschen so lieb gehabt, daß er sie gleich ganz zu sich geholt hat?

Der Mensch hat einen Freien Willen, in den Gott nicht eingreifen kann! Sonst wären wir keine Menschen sondern Marionetten die an Fäden gezogen wird, da wir keine eigenen freien Handlungen mehr ausführen könnten! Deshalb geschehen all diese schrecklichen Dinge, nicht weil Gott sie zulässt, sonder weil Menschen es zulassen solche Dinge zu tun! Oder hast Du Gott schon mal besoffen Autofahren sehen?! Oder HAsch-rauchen sehen?! Oder hat Gott schon mal eine Frau vergewaltigt oder Kinder misshandelt?! Jetzt wirst Du mir wieder damit kommen "Aber Gott lässt es ja auch zu", und da kann ich auch nur sagen, Gott lässt ja auch zu das Du dich Entscheiden kannst was Du lieber isst, oder trinkst ...das Du die Wahl hast gegen Gut und Böse. Das wäre alles nicht möglich, wenn der Herr uns lenken würde!
Ok. Verständlich (bis auf das mit Hasch

). Und genau weil mir Gott den Freien Willen gab, hab ich mich gegen ihn entschieden. So wie viele andere auch, Millionen oder gar Millarden von Menschen vorher haben sich gegen (
den einen) Gott entschieden.
Nur leider haben das Gottes "Abgesandte" auf Erden rund 2000 Jahre nicht mitbekommen - und haben alle verfolgt, die sich von Gott abgewandt haben

Übrigens wird der freie Wille selbst durch Gottes Worte schon eingeschränkt. Nichts anderes sind die Gebote.
Außer Mose hat bei Sinai doch nicht die Worte Gottes vernommen, sondern seine eigenen Gebote geschaffen

Und auch "Gott tut nichts Schlechtes" wird mehrmals im ersten (alten) Testament widerlegt...
So ist es aber, oder glaubst Du etwa Gott hat damals bit Schnauzbärtchhen und Seiten-Scheitel Deutschland regiert?! Die Soldaten und die Regierung haben nichts weiter getan als Befehle befolgt, und die kahmen gewiss nicht von Gott! Ist es auf der anderen Seite nicht etwas zu einfach Gott für alles in Verantwortung zu ziehen?!
Richtig, genauso wie es zu einfach ist, Gott sämtlicher schlechter Taten abzusprechen.
Naja zumindest für den Schnauzbärtigen Unheil konnte Gott wohl wirklich nichts

"Wenn Gott existiert" musst DU und die Restlichen Menschen euch für eure Sünden verantworten! Für alle Lügen, alles Gehässige, all den Neid ..ect.! Nicht Gott muss sich verantwoprten, sondern die Menschen!
Und
falls Gott
nicht exisitiert, mußte ich mein Leben nicht in Frohndienst und nach Gottes Geboten leben, sondern konnte
mein Leben leben.
So ist es! Glaube ist etwas das man nicht erzwingen kann und darf!
Ein wahres Wort

Das größte Problem bei diesen -verzeihung- unsinnigen Anklagen an Gott wie zB "wieso lässt er soviel Elend zu" ist, daß sich scheinbar viele Gott wirklich als eine einzelne Persönlichkeit vorstellen, die am besten noch in einem Schaukelstuhl auf Wolke 7 sitzt und sich das Weltgeschehen bartzupfend anschaut.
Aber genau das ist es doch, was durch die monotheistischen Religionen seit Jahrtausenden erzeugt wird. Ein "allmächtiger" Gott, über uns, stärker als der Mensch, der alles erschaffen und in gewissen Grad kontrolliert.
Meiner Ansicht nach ist jeder von uns Gott, weil wir ein Teil von ihm sind (ganz wörtlich und wissenschaftlich !!).
Diese Sichtweise kann ich auch gut verstehen. Gott ist die Natur, Natur ist unser Gott.
Man sollte sich mit der Natur - mit allem was hier existiert (Gutem wie auch Schlechtem) - verbunden fühlen.
Wir sind dies alles und noch viel mehr.
Aber es ist ja so leicht die Verantwortung an jemanden anderen abzugeben

, am besten an jemand der anonym und allmächtig ist.

Ich würde es nicht als Verantwortungslosigkeit sehen - aber als Hoffnungsschimmer. Als Möglichkeit, das Unfassbare erklärbar zu machen. Du (als Mensch) kannst nicht alles selbst steuern, du kannst nicht die Toten des Holocaust wieder auferstehen lassen, egal wie sehr du dich bemühst. Du (als einzelne Person) kannst nicht verhindern, daß Menschen jeden Tag ums Leben kommen, das könnte nur die Masse/Mehrheit in einem gradezu "übermenschlichen" Akt von Zusammenarbeit.
Und solange das nicht funktioniert, ist es für mich verständlich, warum soviele ihr "Heil" in Gottes Glauben suchen - ganz einfach in der Hoffnung, daß eben doch etwas "geplantes" dahinter steckt.
Die Hoffnung, daß irgendwann diejenigen, die Unrechtes tun, für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden.
Absolut verständlich...
Ja genau, es gibt
keinen Schuldigen. Auch "Gott" nicht.
Wenn´s regnet ist auch keiner Schuld. Es ist Teil eines Größeren. Dinge passieren, aber nie ohne Grund
In meinem Weltbild hat sowas aber sehr wohl eine Bedeutung - ich denke, daß die Eltern solch eine Erfahrung machen sollen. Es gibt eben nicht nur angenehme Möglichkeiten, sich als Gott und das Leben zu erfahren. Gott kennt auch keine Wertung ... die Unterscheidung von gut / schlecht ist eine menschliche Erfindung. Wer weiß ob den Eltern irgendwas erspart geblieben ist? Wer weiß, ob sie dadurch nicht große Reife gewinnen?
Kann ich voll und ganz unterschreiben

PS: Ich habe gehört, daß SID ein Märchen ist. Es gibt viele Dinge, die vor der Geburt unerkannt bleiben und Ursache für den Tod in jungen Monaten sein kann. Statt den Eltern zu erklären wie ein scheinbar kerngesundes Kind plötzlich sterben kann, könnte sehr anstrengend für Ärzte + Eltern werden. Daher nimmt man den plötzlichen Kindstod, den man einfach nicht erklären kann.
Vielleicht kann man den plötzlichen Kindstod eben doch (noch) nicht erklären?
Der Arzt schließt alle -
für ihn - denkbaren
natürlichen Todesursachen aus, und kommt zu dem Schluß, daß es keine - für ihn -
erklärbare Ursache für den Tod gab. Daß heißt aber nicht, daß es nicht doch irgendeine Ursache gab.
Es gibt - wie du selbst schreibst - eben viele noch unerkannte Erkrankungen, viele Dinge, die wir nicht erklären können.
Da wir als Mensch aber immer dazu streben, eine Erklärung für alles und jeden zu finden, "passt" eine Erklärung wie Kindstod eben besser als "garkeine".
Der Kindstod ist nur ein weiterer Versuch, das Unerklärbare erfassbar zu machen - und damit den Eltern die Möglichkeit zu geben, diesen Tod ihres Kindes "erfassen" und
verarbeiten zu können.
Wahrscheinlich liest das eh wieder keiner, weils viel zu lang ist... 