Rosé
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« am: 20. Mär 2007, 15:15 » |
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Hallo,  Ich bräuchte für nächste Woche für die Schule, Gründe für die Massenarbeitslosigkeit  auch vergangener Jahre. Habe schon ein bisschen gegoogelt, aber vllt weiß ja jemand so Bescheid. Liebe Grüße 
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Krebsi
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« Antworten #1 am: 20. Mär 2007, 15:57 » |
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Werd jezt nicht besonders nachdenken, sondern einfach schreiben, was mir direkt einfällt. Öffnung des Ostens, und dadurch die Möglichkeit der Arbeitgeber, Standorte ins lohngünstigere Ausland zu verlagern. BilligarbeiterInnen aus dem Osten, besonders Bauarbeiter, Hilfskräfte, Putzfrauen ... seien hier genannt, dadurch weniger Bedarf an einheimischen nicht- Fachkräften / Ungelernten. Automatisierung. Durch Maschinen und Robotik in der Produktion Wegfall von vielen heimischen Arbeitsplätzen, auch wenn Deutschland in der Herstellung/Entwicklung dieser Maschinen und deren VErkauf ins Ausland viel verdient, profitieren hier nicht die ungelernten Arbeiter, sondern die Firmen, Ingenieure/Entwickler, und besonders qualifierte Fachkräfte. Für ungelernte Arbeitskräfte gibt es immer weniger Bedarf (in Deutschland). Effektive(re) Arbeitsmethoden und Werkzeuge/Maschinen (nicht automatisiert), die mit wenig Personal viel leisten. Einbruch der Welt/Binnkonjunktur, was immer wieder mal die Welt/Binnenwirtschaft bedrückt. Fachkräftemangel. Dürfte ziemlich aktuell sein. Es gäbe zawr momentan viele Arbeitsülätze die zu besetzen wären, aber es mangelt an qualifierten, gut ausgebildeten Fachkräften (Ingenieure im Maschinenbau, Informatiker von der Hochschule, aber teilweise auch Handwerker mit Erfahrung). Gründe können sein, die jeweiligen Fachrichtungen waren in den Vorjahren zu unattraktiv (antizyklisches Ausbilden sei hier genannt), Im Handwerk wurden gut ausgebildete Fachräfte aus altersgründen in frühe Rente geschickt (verdrängt, entlassen), um jungen Berufsanfängern Platz zu machen, was sich jetzt rächt. ... Die Arbeitgeber investieren ihrerseits immer weniger ins Ausbildungssystem, tun nichts für den nötigen Nachwuchs ... Hm. Wars das?  Ob: Die Deutsche Einheit dazu genannt werden kann? Der Euro? Dazu dürfte es nicht ganz so klare Aussagen geben. 
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« Letzte Änderung: 20. Mär 2007, 16:07 von Krebsi »
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Ex-Maria
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« Antworten #2 am: 20. Mär 2007, 16:22 » |
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du könntest natürlich auch den bequemen weg gehen und wikipedia fragen  wenn man dort "arbeitslosigkeit" eintippt wird man zu einem recht umfangreichen artikel geführt, aus dem man glaube ich ziemlich viel rausholen kann. unter ursachen werden dort zunächst die versch. formen der al auflistet. unter punkt zwei werden dann die ökonomischen theorien erläutert. dort stehen sich ja im wesentlichen zwei lager gegenüber. zum einen die neoklassiker (oder auch angebotstheoretiker), für die die ursache der al im wesentlichen zu hohe löhne sind. wenn die löhne weiter sinken wird arbeit billiger und damit für die unternehmen erschwinglich, die nun wieder mehr leute einstellen. die al sinkt also. das andere lager sind dann die anhänger von keynes, die als ursache der al eine zu geringe nachfrage ausgemacht haben. die löhne seien durch tarif- und mindestlöhne nämlich nach unten gar nicht so flexibel, wie das die neoklassiker gerne hätten. deshalb müsse bei unterbeschäftigung der staat durch eine ausweitung der nachfrage einspringen, um die bis dahin arbeitslosen wieder in lohn und brot zu bringen. der so ausgelöste konjunkturaufschwung erzeugt wieder neue nachfrage, wodurch sich der staat langsam wieder zurückziehen kann, um die zur konjunkturankurbelung zuvor aufgenommenen kredite wieder zurückzubezahlen. nennt sich antizyklische konjunkturpolitik und war in den siebzigern mal aktuell.
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Lars
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« Antworten #3 am: 20. Mär 2007, 17:11 » |
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das andere lager sind dann die anhänger von keynes, die als ursache der al eine zu geringe nachfrage ausgemacht haben. die löhne seien durch tarif- und mindestlöhne nämlich nach unten gar nicht so flexibel, wie das die neoklassiker gerne hätten. deshalb müsse bei unterbeschäftigung der staat durch eine ausweitung der nachfrage einspringen, um die bis dahin arbeitslosen wieder in lohn und brot zu bringen. der so ausgelöste konjunkturaufschwung erzeugt wieder neue nachfrage, wodurch sich der staat langsam wieder zurückziehen kann, um die zur konjunkturankurbelung zuvor aufgenommenen kredite wieder zurückzubezahlen. nennt sich antizyklische konjunkturpolitik und war in den siebzigern mal aktuell.
Soetwas gibt es heute IMO immer noch, wenn auch nicht mehr so stark wie einst. Der Staat ist auch garnicht mehr so "flüssig" um die Konjunktur wesentlich zu beeinflussen. Man kann sich ja nicht unendlich verschulden  Ich denke Krebsi & Maria haben schon gute Gründe aufgeführt. Ich möchte noch eine kleine gedankliche Überlegung erläutern, die ein Kumpel und ich vor kurzem in einer nächtlichen Schlaflosigkeit diskutiert haben  Er wollte anhand unserer Diskussion die Stichhaltigkeit der Theorien für seine Diplomarbeit testen *G* Seine (zugegeben provokanten) 2 Theorien besagen: 1) jeder sollte weniger Arbeiten, damit es allen besser geht (flexiblere Arbeitsverträge) 2) die Beiträge zur Sozial- und Arbeitslosenversicherung, die ein Unternehmen zahlt, sollte an das Kapital des Unternehmens und nicht an die Anzahl der Mitarbeiter gebunden sein. Durch 1) könnte es im Schnitt allen besser gehen, wenn z.B. die durchschnittliche Arbeitszeit nur noch 75% beträgt statt 100%. Die Arbeitslosenzahl würde sich reduzieren. Durch 2) würde den Unternehmen der "Anreiz" entzogen, in schlechten Zeiten Arbeitnehmer zu entlassen, um Geld zu sparen. Durch die hohe Anzahl Entlassungen in schlechten Konjunkturzeiten müssen die gesamten Arbeitslosenbeiträge von noch weniger Unternehmen aufgebracht werden, wodurch der Druck zum Entlassen weiterer Mitarbeiter schneeballartig erneut ansteigt. Diese Theorien solltest du vielleicht (noch?) nicht in der Schule erwähnen  aber als Denkansatz fand ich das recht interessant.
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Rosé
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« Antworten #4 am: 20. Mär 2007, 17:28 » |
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Wow! Vielen Dank ihr Lieben!
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Ex-Maria
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« Antworten #5 am: 20. Mär 2007, 17:43 » |
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Soetwas gibt es heute IMO immer noch, wenn auch nicht mehr so stark wie einst. Der Staat ist auch garnicht mehr so "flüssig" um die Konjunktur wesentlich zu beeinflussen. Man kann sich ja nicht unendlich verschulden dieser "neoliberalen propaganda" muss ich entschieden widersprechen  genau so gut könnte man nämlich argumentieren, dass der staat die steuern nicht unendlich senken kann. die nächste unternehmenssteuerreform wird in berlin wieder zu jeder menge steuerausfällen führen weswegen der senat im bundesrat nein sagen wird. durch diese steuerausfälle verlieert die stadt ihre handlungsfähigkeit und dasselbe gilt auch im bund. die fehlende vermögenssteuer und die generell geringe belastung von vermögen und kapital führen zwangsläufig dazu, dass dem gemeinwesen die mittel ausgehen und das ist von den überwiegend besserverdienenden propagandisten dieser politik wohl auch so beabsichtigt. 1) jeder sollte weniger Arbeiten, damit es allen besser geht (flexiblere Arbeitsverträge) wenn jeder weniger arbeitet, steigt vermutlich auch die schwarzarbeit, da die neu gewonne freizeit vermutlich auch produktiv genutzt würde. wäre auch ein kleines konjunkturprogramm. aber gegen mehr "flexibilität" habe ich eine generelle abneigung. bedeutet nämlich auch weniger planungssicherheit und damit scheu etwa vor größeren anschaffungen oder eigenen kindern. 2) die Beiträge zur Sozial- und Arbeitslosenversicherung, die ein Unternehmen zahlt, sollte an das Kapital des Unternehmens und nicht an die Anzahl der Mitarbeiter gebunden sein. die pds setzt sich ja schon seit langem für eine wertschöpfungsabgabe statt der bisherigen sozialbeiträge ein. ist so was ähnliches. eine höhere kapitalbesteuerung zugunsten der sozialkassen wäre ja bei politischem willen heute schon möglich. der wille dazu fehlt allerdings fast vollständig und es wäre auch interessant zu verfolgen, wie kapitalintensive unternehmen darauf reagieren würden.
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Lars
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« Antworten #6 am: 20. Mär 2007, 18:20 » |
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dieser "neoliberalen propaganda" muss ich entschieden widersprechen  Weiß nicht, was an meiner Aussage neoliberal gewesen sein soll.  Hab doch lediglich festgestellt, daß das Haushaltsdefizit heute wesentlich höher ist als in den 70ern. Und daß man deshalb die Konjunktur nicht "mal eben" ankurbeln kann. Das dem Staat Geld fehlt hast du ja auch mit dem Steuer-Beispiel gut gezeigt  durch diese steuerausfälle verlieert die stadt ihre handlungsfähigkeit und dasselbe gilt auch im bund. die fehlende vermögenssteuer und die generell geringe belastung von vermögen und kapital führen zwangsläufig dazu, dass dem gemeinwesen die mittel ausgehen und das ist von den überwiegend besserverdienenden propagandisten dieser politik wohl auch so beabsichtigt. Tja da kann ich dir keineswegs widersprechen. Daß die aktuelle Steuerpolitik ziemlicher murks ist, darin dürften wir wohl übereinstimmen. Aber solang das Geld fehlt, kann man halt nicht unendlich Schulden aufbauen. Wohin soll das führen? Schönes Beispiel USA: durch die massive Stützungspolitik in den letzten Jahren ist die Verschuldung enorm angestiegen. Gleichzeitig fiel der Dollar im Wert, da bei ausländischen Investoren das Vertrauen in diese Währung natürlich sinkt. Das mag zwar auf kurze Sicht positiv für die USA sein (hoher Export durch geringen Dollarwert), aber langfristig wird sich das rächen, da die USA auch enorme Mengen importiert. Und wenn auf den Kapitalmärkten das Vertrauen in den Dollar noch mehr schrumpft, dann versickert eine große weitere Geldquelle nach und nach... wenn jeder weniger arbeitet, steigt vermutlich auch die schwarzarbeit, da die neu gewonne freizeit vermutlich auch produktiv genutzt würde. wäre auch ein kleines konjunkturprogramm. Stimmt, da der typische Deutsch ja mit mehr freier Zeit garnix mehr anzufangen weiß. Fressen, Arbeiten, Glotzen, Schlafen  Das ist genau der Knackpunkt: genügend Freizeit ist genauso ein wichtiges Gut wie Arbeit/Geld zu haben. Beides sollte in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Stattdessen immer die typischen 30 Tage Urlaub - warum nicht mal 9 Monate Arbeiten, um dann 3 Monate "Urlaub" zu haben? aber gegen mehr "flexibilität" habe ich eine generelle abneigung. bedeutet nämlich auch weniger planungssicherheit und damit scheu etwa vor größeren anschaffungen oder eigenen kindern. Natürlich kann man kaum eine totale Flexibilität verlangen. Aber mit ein bißchen mehr Freiheit in der Gestaltung der Arbeitsverträge könnte man z.B. Arbeitszeiten von 60/70/80/90% festlegen. Und dadurch hätten wohl 2-3 Millionen Menschen mehr Planungssicherheit, indem sie zumindest ein Grundgehalt mit z.B. 50% Arbeit erhalten könnten. der wille dazu fehlt allerdings fast vollständig und es wäre auch interessant zu verfolgen, wie kapitalintensive unternehmen darauf reagieren würden. Die kapitalstarken Unternehmen reagieren doch heute schon darauf: mit Propaganda, Lobbyarbeit und kleinen "Zuschüssen" an die ach so überforderten Politiker.  Ein solches Modell wird sich wohl leider in Dtl. nicht so schnell umsetzen lassen, dafür haben die großen Unternehmen zu viel Einfluss auf die Entscheiderpositionen.
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~Luna~
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« Antworten #7 am: 20. Mär 2007, 18:38 » |
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Ich habe die Beiträge jetzt grob überflogen, aber wurden Firmenfusionen und Aushilfsjobs genannt?
Bei Fusionen ist klar, die Prozesse werden dabei zusammengelegt damit nichts doppelt läuft - somit braucht man nicht alle Mitarbeitet => Entlassungen. Teilweise sind Standortschließungen auch eine Folge von Fusion.
Aushilfsjobs, weil besonders kleinere Unternehmen lieber mehrere Aushilfskräfte beschäftigen, als jemanden für diesen Job fest einzustellen. Natürlich gilt das auch nur für bestimmte Arbeitsbereiche, wo das machbar ist.
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Pupsi
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« Antworten #8 am: 21. Mär 2007, 08:32 » |
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Habt ihr auch schon den höheren Bildungsstand der Frauen berücksichtigt? Vor nicht mal Hundert Jahren sah das für die weibliche Bevölkerung ganz anders aus! Nämlich Haushalt, Kinder und kochen. Klaro, dass dadurch im Lauf der Zeit auch weniger quaifiziertere Stellen zur Verfügung stehen! Viele der heutigen Büro/Damenjobs wurden früher ausschließlich von Männern erledigt!
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~Luna~
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« Antworten #9 am: 21. Mär 2007, 08:34 » |
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Willst Du damit sagen, dass die Qualität der Arbeit darunter leidet, weil sie von Frauen erledigt wird? 
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Richie
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« Antworten #10 am: 21. Mär 2007, 08:57 » |
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) die Beiträge zur Sozial- und Arbeitslosenversicherung, die ein Unternehmen zahlt, sollte an das Kapital des Unternehmens und nicht an die Anzahl der Mitarbeiter gebunden sein. Ich denke dann kommt es bei grossen firmen mit viel Kapital zu einer Landesflucht,..denke das sie dann noch mehr ins Ausland abwandern als jetzt schon! Klar wäre es schön wenn es so wäre,.. aber das ist die Krux an der Globalisierung,.. Der arbeitgeber geht dahin,.. wo er möglichst vkiel abschöpfen kann ohne viel dafür zahlen zu müssen,.............  Die sehen sich halt nicht als Teil der gesellschaft,..... und dieser ganze Börsenkram fördert das nur,.. Willst Du damit sagen, dass die Qualität der Arbeit darunter leidet, weil sie von Frauen erledigt wird Ich glaube das meinte er so nicht,.. es ist aber so und das völlig ohne Wertung, bitte nicht falsch verstehen,... Das durch die Selbstbestimmung der Frau und Ihren eintritt in das Berufsleben es natürlich automatisch auch mehr arbeitssuchende gibt für die gleiche anzahl Arbeitsplätze gesamt gesehen! Das soll aber nicht heissen das Frauen jetzt wieder an den Herd sollen sondern einfach als IST so isses halt es gibt mehr Arbeitssuchende als noch vor 60 Jahren,..
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~Luna~
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« Antworten #11 am: 21. Mär 2007, 09:00 » |
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@Richie, die Begründung von Dir ist mir klar. Nur das hier stimmt meiner Meinung überhaupt nicht: Klaro, dass dadurch im Lauf der Zeit auch weniger quaifiziertere Stellen zur Verfügung stehen! Viele der heutigen Büro/Damenjobs wurden früher ausschließlich von Männern erledigt! Aber ich möchte hier keine Diskussion anfangen, nur die Aussage hat mich schon umgehauen 
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Richie
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« Antworten #12 am: 21. Mär 2007, 09:04 » |
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hmm,.. könnte mir jetzt was denken,.. aber ich lass es Pupsi selber schreiben 
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violet
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« Antworten #13 am: 21. Mär 2007, 09:14 » |
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@Luna Mich hat die Aussage ehrlich gesagt auch umgehauen  .
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Richie
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« Antworten #14 am: 21. Mär 2007, 10:35 » |
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Klaro, dass dadurch im Lauf der Zeit auch weniger quaifiziertere Stellen zur Verfügung stehen! also ich habe es eher so gelesen,.. ist vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Meine Deutung war: Klaro, dass dadurch im Lauf der Zeit auch weniger, qualifizierte, Stellen zur Verfügung stehenAlso ich denke analog zu meinem Beitrag weiter oben,... ist es so verständlicher?
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Pupsi
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« Antworten #15 am: 21. Mär 2007, 11:54 » |
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Willst Du damit sagen, dass die Qualität der Arbeit darunter leidet, weil sie von Frauen erledigt wird?  Nein!!!!!!!!! Ich habe mich mal wieder unglücklich ausgedrückt! Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass sich viele freie und auch "lukrative" Stellen durch die Mitarbeit der weiblichen Wesen halbiert haben, dadurch dass nun Männlein und Weiblein arbeiten gehen und auch Facharbeiter ( Qualifizierte) Stellen für sich beanspruchen. Ich weiß ja nicht wie ich sonst eine Lehrerstelle oder meinetwegen auch eine Top-Bürokraft bezeichnen soll, außer qualifiziert!? Vor einigen Jahrzehnten waren das lediglich Putzstellen oder Hilfsarbeiterstellen, die Frauen angeboten wurden. Obwohl sie bestimmt weit aus mehr auf dem Kasten gehabt haben! Ist das so verständlicher? Ich bin nicht sexistisch Luna und Vio, aber unsere Vorfahren haben diverse Arbeiten dem weiblichen Wesen in Deutschland nicht zu getraut! Laut Aussage meiner Mutter hatte sie zum Beispiel in der Schule das Fach Hausarbeit, während mein Onkel Geometrieuntericht hatte! Meinst Du (Ihr) nicht auch das der Bildungsstand und die Chancen der Männer somit besser waren um im qualifizierten Beruf Fuß zu fassen? Und dass es nicht auszuschließen ist dass folglich weniger "gute" Stellen vorhanden sind? 
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Ex-Maria
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« Antworten #16 am: 22. Mär 2007, 15:57 » |
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Weiß nicht, was an meiner Aussage neoliberal gewesen sein soll. Hab doch lediglich festgestellt, daß das Haushaltsdefizit heute wesentlich höher ist als in den 70ern. Und daß man deshalb die Konjunktur nicht "mal eben" ankurbeln kann. Das dem Staat Geld fehlt hast du ja auch mit dem Steuer-Beispiel gut gezeigt mir gings darum, dass von "neoliberaler" seite immer wieder betont wird, dass dieser von uns allen so innig geliebt staat wegen der hohen schulden handlungsunfähig sei. das entspricht eben nicht der wahrheit. unser gemeinwesen ist so überschuldet, weil kein angemessener beitrag von den beziehern hoher einkommen und vermögen verlangt wird. ursache für die schulden und die damit verbundene handlungsunfähigkeit ist also die nur symbolische belastung der oberen zehntausend. aber gerade dieser teil der gesellschaft ist es doch auch, der mit seinen propagandisten (nicht nur von der insm) immer wieder forderungen stellt, die die schwäche des staates bedingen. wer nicht auf die gesetzlichen sozialversicherungen angewiesen ist, der braucht logischerweise auch keinen starken staat. das sein bestimmt eben doch das bewusstsein... die meiner ansicht nach neoliberale politik der vergangenen jahre hat also erst dazu geführt, dass dieselben politiker gar nicht mehr in der lage sind, mit finanziellen mitteln gegen die al vorzugehen. Aber solang das Geld fehlt, kann man halt nicht unendlich Schulden aufbauen. Wohin soll das führen? zu höheren steuern. zur abwechslung aber mal ganz oben und nicht wie bisher (siehe Mwst-erhöhung) bei der masse der werktätigen... Schönes Beispiel USA: durch die massive Stützungspolitik in den letzten Jahren ist die Verschuldung enorm angestiegen. Gleichzeitig fiel der Dollar im Wert, da bei ausländischen Investoren das Vertrauen in diese Währung natürlich sinkt. Das mag zwar auf kurze Sicht positiv für die USA sein (hoher Export durch geringen Dollarwert), aber langfristig wird sich das rächen, da die USA auch enorme Mengen importiert. Und wenn auf den Kapitalmärkten das Vertrauen in den Dollar noch mehr schrumpft, dann versickert eine große weitere Geldquelle nach und nach... die usa sind aber in der lage diese gewaltigen summen zu schultern, da dem ja auch gigantische aktiva gegenüberstehen. deren schulden sind immer noch geringer als unsere. und das lied vom schwachen dollar wurde schon unter reagan gespielt. währungen sind nun mal nicht so stabil und schwanken teilweise sehr extrem. deshalb ja auch der euro. am ende wandert das geld aber immer wieder zur stabilsten währung und die heißt nun mal dollar. beim beispiel usa fallen mir sogleich deren steuersätze ein. aktiengesellschaften bezahlen dort eine höhere körperschaftssteuer als hier bei uns. die erbschaftssteuer ist ebenfalls noch höher und wird es dank richtungswechsel zu den demokraten wohl auch bleiben. und die steuer auf vermögen ist bei uns null. im land der größten kapitalisten hingegen werden damit milliarden eingenommen. alles mittel, die hier in d zur bekämpfung der al fehlen... Stimmt, da der typische Deutsch ja mit mehr freier Zeit garnix mehr anzufangen weiß. Fressen, Arbeiten, Glotzen, Schlafen das heißt essen, mein sohn  würde dir gerne widersprechen, aber leider bin ich derselben ansicht... Stattdessen immer die typischen 30 Tage Urlaub - warum nicht mal 9 Monate Arbeiten, um dann 3 Monate "Urlaub" zu haben? oder gleich ein sabbatical zur selbstverwirklichung. stell ich mir auch toll vor. ich würde in der zeit aber vermutlich trotzdem arbeiten.  dafür dann jedoch nur, was mir spaß macht. die grundsicherung geht ja in etwa in diese richtung. al wäre dann auch kein problem mehr. leider kommt man in d mit innovativen denkansätzen nicht immer gut an. liegt vermutlich daran, dass dieses land ökonomisch seit der wiedervereinigung so "erfolgreich" war... Natürlich kann man kaum eine totale Flexibilität verlangen. Aber mit ein bißchen mehr Freiheit in der Gestaltung der Arbeitsverträge könnte man z.B. Arbeitszeiten von 60/70/80/90% festlegen. Und dadurch hätten wohl 2-3 Millionen Menschen mehr Planungssicherheit, indem sie zumindest ein Grundgehalt mit z.B. 50% Arbeit erhalten könnten. oder gleich eine feste grundsicherung, grundeinkommen oder wie man das dann auch immer nennen möchte. jeder bekommt vom staat ein festes entgelt und arbeitet dann nur noch dort, wo´s ihm spaß macht.  die idee ist übrigens nicht meinem verrückten hirn entsprungen, sondern wird vor allem vom besitzer der drogeriemarktkette dm götz werner "vermarktet". Die kapitalstarken Unternehmen reagieren doch heute schon darauf: mit Propaganda, Lobbyarbeit und kleinen "Zuschüssen" an die ach so überforderten Politiker. das ist wahr. ich denke auch, dass gar nicht so viele unternehmen im ernstfall abwandern würden. gibt eben noch mehr als steuersätze und lohnkosten. und die "zuschüsse" fließen leider gar nicht so offen. dann wüsste man wenigstens, welcher politiker für wen spricht und d wäre bei transparency auch nicht so gut gelistet. die ganzen berater- und anwaltstätigkeiten von gazprom bis zur dt. börse gelten ja leider nicht als korruption...
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Rosé
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« Antworten #17 am: 27. Mär 2007, 06:44 » |
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Ui.. Jetzt hab ich hier ja mit meiner Frage eine richtige Diskussionen gestartet  Danke für die vielen Informationen! 
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~Luna~
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« Antworten #18 am: 27. Mär 2007, 09:22 » |
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@Pupsi, na so ist jetzt alles klar - ich habe mich schon echt gewundert  Ich sehe es eigentlich genauso, ja früher... war ja nicht alles besser.
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Toni-Maroni
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Der Superbulle
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« Antworten #19 am: 26. Apr 2007, 18:26 » |
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Da wurden nun wirklich viele Gründe genannt. Ich kann da nichts mehr hinzufügen.
Anscheinend soll es aber besser werden, wenn man der Regierung und den Medien Glauben schenken darf.
Aber darf man das wirklich?
Wer überprüft eigentlich die Statistiken der BA jeden Monat? Wird diese z.B. vom Arbeitsamt-Chef beeidigt? Ist das wirklich die Wahrheit oder sind die Zahlen beschönigt?
Das glaube ich nämlich eher, denn wer weiss, wer alles aus der Statistik fällt: Arbeitslose, die länger krank sind. Arbeitslose, die gerade eine Massnahme/Umschulung machen. Arbeitslose, die einen 1Euro oder Minijob machen. Arbeitslose, die vermögend sind und kein HartzIV bekommen. Arbeitslose, die einen arbeitenden Partner haben und zusammenwohnen(bekommen nichts). Arbeitslose, die gerade eine Sperre absitzen. Arbeitslose, die einen Angehörigen pflegen müssen und deshalb nicht vermittelbar sind.
Und wer weiss, wer noch alles aus der Statistik fällt, was der Bürger nicht weiss. Das bleibt wohl das Geheimnis des Arbeitsamtes.
Meiner Meinung nach sind ca. 6-8 Millionen Menschen arbeitslos.
Aber das wird wohl die Statistikpropaganda der BA und die Regierung nie zugeben. Die wollen doch keine Panik verbreiten. Der Bürger muss beruhigt werden und weiterhin glauben, das es aufwärts geht.
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Ex-Maria
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« Antworten #20 am: 30. Apr 2007, 15:17 » |
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auch leute, die für 3 oder 4 euro arbeiten (müssen) gelten nicht als arbeitslos, obwohl es sich hier schlicht um die moderne form der sklaverei handelt  auf ähnliche art hat auch die ddr jedes jahr die vollbeschäftigung erreicht 
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~Luna~
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« Antworten #21 am: 30. Apr 2007, 17:03 » |
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Naja, ich bin da etwas anderer Meinung..., denn wenn ein Arbeitsloser bzw. ein HarzIV-Empfänger dazu aufgefordert wird für das Geld, was er vom Staat bekommt zu arbeiten hat eher die Motivation sich einen Job zu suchen, wo er für die gleiche Arbeitszeit auch mehr bekommt. Ich sehe es als Vorteil bei HartzIV Empfängern, die keinen Bock auf die Arbeit haben (davon gibt es viele).
Für die Personen, die gerne arbeiten würden, aber nichts finden (weil schwer vermittelbar) ist es natürlich ein Nachteil. Ich würde diese Niedrigjobs also nicht so negativ bewerten, denn sie haben auch eine positive Seite.
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Ex-Maria
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« Antworten #22 am: 02. Mai 2007, 11:30 » |
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grundsätzlich finde ich es auch besser zu arbeiten als nicht zu arbeiten. hab selbst schon für nullkommanix gearbeitet, aber da wurde mir dann auch eine perspektive geboten und es war klar, dass es sich hierbei nur um eine vorübergehende situation handelt.
diese niedriglohnjobs unterhalb von sieben oder acht euro die stunde bieten nur leider keinerlei perspektive. die menschen, die sich dort verdingen müssen, haben weder aussicht auf besserung (die aufstiegschancen sind hier nahe null) noch werden sie immateriell mit so etwas wie selbstverwirklichung entlohnt. es handelt sich dabei nunmal in der regel um perspektivlose stellen, die nur das überleben sichern und meist noch nicht mal das. es profitiert eigentlich nur der arbeitgeber...
außerdem frage ich mich, warum wir hier in deutschland für diese niedrigen löhen arbeiten sollen, während alle anderen vergleichbaren länder mindest löhne von 6€ und mehr haben und gleichzeitig geringere arbeitslosenquoten...
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Gespeichert
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