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Autor Thema: Was bedeutet für euch GEMEINDE?  (Gelesen 1564 mal)
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Mitglied durch Treffen überprüft Powergirl
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 Stats
« am: 13. Mär 2007, 14:58 »

Also meine Frage richtet sich bevorzugt an diejenigen, die sich als Teil einer Gemeinde ansehen!

Was bedeutet für euch GEMEINDE?

Inwieweit seid ihr mit den Leuten aus der Gemeinde befreundet, wieviel Freizeit beansprucht Gemeinde, wo hört sie auf, wo fängt sie an? Inwieweit gibt es eine Trennung privat/Gemeinde oder ist es alles eins??

Diese Frage interessiert mich, werde auch selbst noch was dazu schreiben!
Liebe Grüße

Powergirl
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Ex-Maria
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 Stats
« Antworten #1 am: 13. Mär 2007, 16:35 »

mit christlichen gemeinden habe ich jetzt nichts mehr zu tun, bin aber durch liebe freunde in berlin immer wieder mal auf veranstaltungen und gottesdiensten der jüdischen gemeinde zu gast. was ich dort miterleben darf gefällt mir sehr.

hier unten bin ich über bekannte dann schon mehrmals in der synagoge in karsruhe gewesen. leider waren auch hier die entsprechenden maßnahmen notwendig. man muss sich ausweisen können, was für leute ohne personalausweis gar nicht so einfach ist, und wird gerade beim ersten mal polizeilich genauer untersucht. ist bedauerlicherweise nicht nur wegen neonazis, sondern auch wegen islamischer extremisten notwendig...

in und um das gotteshaus war ein ziemlich aktives gemeindeleben (was deutlich mehr ist als nur gottesdienst; war eher ein gemütliches beisammensein unter guten freunden) zu finden. gar nicht so verkrampft und ordentlich wie man das von christlich deutschen gottesdiensten kennt.  dass die besucher rein und raus gehen ist völlig normal und kinder, die während der predigt mal in die knisternde chips-tüte greifen, werden auch nicht schief angesehen. sehr angenehm...
leider verstehe ich nur die hälfte von dem, was dort passiert, da ich weder hebräisch noch russisch (sind viele immigranten aus osteuropa dort) spreche, und deutsch eher die ausnahme ist.

auch werden gäste, die sich entgegen aller überlieferungen ohne segnungen und rituelles händewaschen an brot und wein bedienen wollen, nicht gleich in die verbannung geschickt. fand ich ebenfalls sehr nett. ich hatte nämlich wirklich hunger Smile

alles in allem scheint mir das gemeindleben in der jüdischen gemeinde sowohl in berlin als auch hier unten deutlich aktiver und vielseitiger zu sein als dies in christlichen gemeinden der fall ist. ist natürlich nur mein subjektiver eindruck und der zusammenhalt in der diaspora (gerade bei juden) ist natürlicherweise auch deutlich größer.
wenn die ganze sache nichts mit glaube an gott zu tun hätte, könnte ich mir auch durchaus vorstellen regelmäßig aktiv an so etwas teilzunehmen. der glaube ist bei mir aber nicht wirklich vorhanden und mich einer solchen vereinigung nur aus sympathie und weil ich mich dort wohlfühle anzuschließen, wäre dann doch verlogen...
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 Stats
« Antworten #2 am: 05. Jun 2007, 12:44 »

in und um das gotteshaus war ein ziemlich aktives gemeindeleben (was deutlich mehr ist als nur gottesdienst; war eher ein gemütliches beisammensein unter guten freunden) zu finden. gar nicht so verkrampft und ordentlich wie man das von christlich deutschen gottesdiensten kennt.  dass die besucher rein und raus gehen ist völlig normal und kinder, die während der predigt mal in die knisternde chips-tüte greifen, werden auch nicht schief angesehen. sehr angenehm...

deine beschreibung trifft so ziemlich auf meine gemeinde zu (jesus freaks). sowohl meine direkte gemeinde (stuttgart) als auch andere freaks-gemeinden, die ich kennengelernt hab.
für mich sind meine gemeinde meine freunde, mit denen ich meinen glauben teile. gemeinde findet nicht im gottesdienst statt, gemeinde ist überall, wo ich menschen treffe, mit denen ich im glauben verbunden bin, wo man sich austauscht oder betet oder auch nur zusammen abhängt Smile

so weit für heute, ich geh jetzt mittagessen Smile
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