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free2talk.de  |  Rund ums Leben  |  Erziehung & Familie (Moderator: BirkelNo1)  |  Thema: Patenkind
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Autor Thema: Patenkind  (Gelesen 13995 mal)
0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.
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« Antworten #50 am: 10. Jan 2008, 08:22 »

Das witzige ist, dass die Patenschaft eigentlich eine kirchliche Sache ist..., aber heute kann man auch Pate werden, obwohl man gar nicht in der Kirche ist. Einer der Paten muss der Kirche angehören, die anderen egal.

Ich finde die Patenschaft auch total überaltert, denn in heutigen Zeit hat sie nicht wirklich eine Bedeutung. Die Paten haben weder Einfluss auf die (kirchliche) Erziehung, noch ein Anspruch darauf für das Kind nach Absterben der Eltern zu sorgen - höchstens nur als Zwischenlösung.
Es ist also eine uraltes Ritual, das eigentlich gar keinen Sinn hat. Ein Kind kann heute auch 8 Paten haben Vogel zeigen

Wie gesagt, ich würde sowas gar nicht machen wollen und wenn dann allerhöchstens für meine Schwester. Aber da frage ich mich sowieso, warum ich die Patentante sein sollte, wenn die Kirche sowieso null Bedeutung für mich hat  Confused Irgendwie ist alles zusammengenommen ein purer Widerspruch in sich.
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« Antworten #51 am: 10. Jan 2008, 11:08 »

Heute Morgen gingen mir ähnliche Sachen zum Thema im Kopf rum und ich bin mit Luna auf einer Welle. Möchte dazu aber trotzdem noch was zufügen.

Zitat
Aufgaben des Taufpaten
Die Taufpaten haben die Aufgabe, die menschliche und religiöse Entwicklung des Täuflings zu begleiten und die Eltern zu unterstützen. In früheren Zeiten hatten die Taufpaten im Falle des frühen Todes der Eltern eine Fürsorgepflicht für das Kind.....

Zitat
Heute sind diese Aufgaben in den Hintergrund getreten. Oft beschränkt sich die Taufpatenschaft auf das Beschenken bei festlichen Anlässen....

QUELLE


Und genau das ist der Knackpunkt im zweiten Zitat. Heutzutage wird eine Patenschaft mit finanziellen und materiellen Pflichten dem Patenkind gegenüber verbunden. Das erlebe ich sehr oft in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis. Und deshalb finde ich eine Patenschaft auch sinnlos, denn wenn ich was schenken will, kommt das von Herzen und dafür muss ich kein Pate sein. Zudem werden oftmals Paten sehr unüberlegt ausgewählt.
 
Meine Kinder haben auch jeweils zwei Paten. Bei meiner Tochter sind es mein Vater und meine Ex-Schwiegermutter. Meine Tochter hat inzwischen keinen Kontakt mehr zu ihrem Paten, aber früher bekam sie zu Anlässen "Paten-Geschenke". Bei ihrer Patin ist es ähnlich, obwohl sie sich etwas öfter sehen. Von einer guten menschlichen Beziehung kann man da also nicht reden.
Bei den Paten meines Sohnes (meine Schwägerin und mein Schwager) ist das ganz anders. Die kümmern sich um ihn, unternehmen mal was wenn es die Zeit zulässt und halten einfach den Kontakt. Und dieses herzliche Miteinander finde ich persönlich viel wichtiger als Geld oder Geschenke, die es natürlich auch gibt.

Meiner Meinung nach ist die Patenschaft in der heutigen Zeit nicht mehr von Nöten. Denn der ursprüngliche Sinn ist mit der Zeit völlig verloren gegangen. Wenn ich Interesse an einem Kind habe, dann muss das nicht im Stammbuch der Familile besiegelt werden.
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« Antworten #52 am: 10. Jan 2008, 12:35 »

Wg. finanziellen Hintergrund..., mir ist auch schon aufgefallen, dass einige die Paten nach deren finanzieller Lage auswählt werden, da versprechen sich die Eltern wohl was dabei.
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« Antworten #53 am: 10. Jan 2008, 17:27 »

Haben die anderen, dessen Pate ich nicht bin, nicht genau die gleiche Aufmerksamkeit verdient.

Ja und nein. Ich denke schon, dass jeder Mensch Aufmerksamkeit verdient hat, aber bei einer Patenschaft hat man eben auch eine Verantwortung/Verpflichtung.

Ich habe/hatte 2 Paten. (Das Patenamt erlischt ja eigentlich mit der Konfirmation.)
Der eine Pate war ein Freund meines Vaters, die andere Patin ist die beste Freundin meiner Mutter.
Zu meinem Patenonkel hatte ich kaum Kontakt, er hat an Ostern/Geburtstag/Weihnachten ein Geschenk geschickt und das wars. Er hat sich auch nicht so sehr mit mir auseinandergesetzt und wenn er da war (was eh selten genug war, da er in weiter weg wohnte), eher mit meinen Eltern als mit mir unterhalten.
Aber meine Patentante ist auch immer noch meine Patin. Wir sind sozusagen "Freundinnen" geworden. Sie hat sich immer um mich gekümmert, nachgefragt, mich angerufen oder Briefe geschrieben, bei Kindergeburtstagen geholfen, mir einen Adventkalender gebastelt, ist mir mir in den Zoo, ins Planetarium, ins Kino, Eisessen gegangen - hat einfach ihre Patenschaft sehr ernst genommen. Auch heute haben wir einen sehr guten Kontakt und ich merke, dass es ihr wichtig ist, mich zu sehen und zu wissen, wie es mir geht.
In diesem Fall hat das Patenamt keineswegs seinen Sinn verloren!
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« Antworten #54 am: 10. Jan 2008, 19:42 »

Ich hab mit dem Thema Pate ne gute Erfahrung gemacht. Mit meinem Patenonkel hab ich als Kind manchmal was unternommen oder ihn besucht und das war für mich was besonderes und toll. Außerdem denke ich, dass er für mich betet  Smile
Und an seinem Geburtstag hab ich ihm neulich auch einen kleinen Süßigkeitenkorb vorbeigebracht und war ein bisschen bei ihm zu Besuch.
Ich könnte mir vorstellen, so ein Patenamt zu übernehmen und finde es auch gut, wenn es sich nicht nur auf Geschenke begrenzt.
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« Antworten #55 am: 10. Jan 2008, 21:17 »

Außerdem denke ich, dass er für mich betet  Smile

Das ist bei meiner Patin auch so!
Und ich bete auch für mein Patenkind (leider nicht so oft, wie ich es mir eigtl. wünsche..)
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« Antworten #56 am: 13. Jan 2008, 09:51 »

Ich habe genau genommen 3 Patenkinder. Einmal den Sohn meiner Cousne, dann den Sohn einer Arbeitskollegin und ein Patenkind im SOS Kinderdorf. Was ich nie mehr machen würde, ist Pate bei einer Arbeitskollegin bzw. Bekannten. Meine Kollegin war bevor sie das Kind bekommen hat, total anders. Wir haben uns super verstanden. Jetzt ist sie total verändert und wir verstehen uns nicht mehr so gut. Aber das Patenkind ist ja trotzdem da und so sind die Geburtstage und Weihnachten für mich immer ein Horror. Ist alles so gezwungen, man muß nett sein, muß Anstandsbesuche machen ect. Mit meiner Cousine verstehe ich mich super. Eine Freundin hat mich vor 3 Jahren auch gefragt, ob ich eine Patenschaft bei ihrer Tochter übernehmen würde. Ich habe abgelehnt und ihr erklärt, warum. sie hat es dann akzeptiert. ich bin froh, das ich abgelehnt habe, denn wir haben heute kaum noch Kontakt. Wenn ich nich mal eine Patenschaft annehmen würde, dann nur in der Familie. Dort kann es zwar auch mal Stress geben, aber sicher nicht so oft wie bei Freunden.
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« Antworten #57 am: 13. Jan 2008, 11:18 »

Hab selber kein Patenkein, meine schwester konnte sich gegen ihren Mann nicht durchsetzen als es um die Wahl des Patens ging. Der Pate meines neffen taucht meist nur zu den Pflichtanlässen auf und unterm jahr eher selten. Es gibt dann halt auch immer die Pflichtgeschenke aber des war es dann auch schon. Sowas macht aber eine Patenschaft alleine nicht aus. Man soll doch auch mal was mit seinem PK unternehmen und ihm zeigen das man da ist. Inzwischen ist der Kleine 9 und meinte nach seinem Geburtstag, an dem sein Pateselber nicht da war sondern erst Tage später, du Tante eigentlich wär es toller wenn du oder der Onkel mein Pate wärst.
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« Antworten #58 am: 13. Jan 2008, 13:46 »

Man kann aber inzwischen mehrere Paten für ein Kind wählen und muss sich nicht auf 2 beschränken. Die Tochter meiner Kusine hat 8.
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« Antworten #59 am: 13. Jan 2008, 18:01 »

Die Tochter meiner Kusine hat 8.

Und wie sieht da die Lage aus? Ich finde das ziemlich übertrieben!
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« Antworten #60 am: 13. Jan 2008, 18:39 »

Es waren alles Freunde von ihrem Freund - fand das auch heftig, aber naja Vogel zeigen Muss es jeder wissen  Smile Ich glaube, sie hatte da nix zu melden gehabt.  Confused
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