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Autor Thema: Undank ist der Welten Lohn!  (Gelesen 5590 mal)
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Mitglied durch Treffen überprüft Lars
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« Antworten #25 am: 27. Dez 2006, 17:01 »

Ich möcht nochmal druff eingehen, was uns Nudelchen angestoßen hat - das die Kinder nur das nachmachen, was die Eltern ihnen vormachen...

Also im großen und ganzen würd ich dem schon zustimmen, meist kenn ich das auch so. Allerdings kenn ich auch viele Bälger, deren Eltern (scheinbar?) sehr streng zu ihnen sind. Sie (meiner Meinung nach) außreichend ermahnen, wenn sie Mist bauen, zwar nicht handgreiflich werden, aber zumindest im Ton sehr ernst werden können. Und trotzdem sind viele der Kinder richtige Plagegeister.
Oder sind die Eltern nur streng, wenn jemand außenstehendes dabei ist? kopfkratz

Meine Neffen _können_ das beste Beispiel dafür sein... die dürfen wirklich ned alles machen! Ihre Mum ist eigentlich recht streng zu ihnen, meine Eltern auch, wenn sie mal bei uns auf Besuch sind...aber trotzdem stellen sie jede Menge Blödsinn an... egal wie oft man sie ermahnt, mit Konsequenzen droht...das alles hält maximal 10 Minuten an, danach ist es vergessen Confused

Ok, 2 Jungen in ihrem Alter, dann außerdem grad mal 2 Jahre auseinander..die stacheln sich halt gegenseitig auf...aber ich würde eigentlich nicht sagen, daß sie falsch erzogen werden..

Meine Eltern waren nicht strenger zu uns damals, und wir haben lang nicht so ein Mist gebaut  so nicht
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Ex-Maria
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« Antworten #26 am: 03. Jan 2007, 14:27 »

die reaktion der mutter ist natürlich heftig. wenn die eltern hier keine grenzen aufzeigen, muss man sich nicht wundern, wenn die kinder so verdorben sind.  traurig
ähnliches durfte ich auch an heiligabend erleben. der kleine rotzlöffel (die bezeichnung trifft´s hier leider) hat von seiner tante hose pullover und socken bekommen. hat er dann gleich mit der bemerkung "das will ich nicht" in die ecke gepfeffert. von den eltern kam daraufhin keinerlei reaktion  :verysad:  zur belohnung wurde "dieses liebe kind" mit jeder menge playmobil und sonstigem spielzeug-müll zugeschüttet  Rolling Eyes

da ich den "netten" kleinen jetzt schon zum dritten mal erleben durfte, wusste ich, was mich erwartet. von mir gab´s also nix.
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« Antworten #27 am: 03. Jan 2007, 19:24 »

Zitat von: "Danyeal"
@Pupsi Doch sie hat alles bekommen was sie sich gewünscht hat! Ihr Barbiehaus, drei Verschiedene DVDs die sie sich alle gewünscht hat, zwei neue Barbies die sie sich ebenfalls gewünscht hat, den Dr. Koffer den sie sich auch gewünscht hat, sowie das Bilderbuch, und ein Kinderklavier!
Also ist es weiß Gott net so das sie nichts tolles gekriegt hat!
Und es ist auch nicht so das sie von mir einfach nur nen Waschlappen bekommen hat! Sondern halt viele kleine Sachen, die so ne kleine Dame eben braucht! Hätte ihr „nur nen Waschlappen“ gekauft wäre dein Satz gerechtfertigt, da ich das aber nicht habe, ist er nicht gerechtfertigt!


Ach ja und die anderen Dinge natürlich auch noch, wollte ich nicht unterschlagen und habe ich natürlich alles gelesen, wollte nur abkürzen
Habe nur versucht das kleine Mädel zu verstehen.
Hoffe zu verzeihst mir nochmal Confused  winken
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« Antworten #28 am: 03. Jan 2007, 19:40 »

Zitat von: "BirkelNo1"
Kinder verhalten sich nur so, wie sie erzogen werden.  Wink  Wenn man sie mit Geschenken überhäuft, freuen sie sich natürlich nicht mehr über "Kleinigkeiten".  Rolling Eyes


Das stimmt allerdings. Habe bei meinen beiden Söhnen (mittlerweile 13 und 18) einige Facetten des Schenkens und des Beschenktwerdens erlebt.

Als der Große vier Jahre alt war und ihm zum ersten Mal die Christbescherung bewußt wurde, dachte er auch man kann alles bekommen, was man sich nur wünscht. Es war aber auch eine Zeit in der die Paten, unsere Geschwister und auch die Großeltern nur Spielsachen (Unsinniges, Ferngesteuertes und Lautes) schenken wollten, um besonders gut auf den Knirps zu wirken. Natürlich sah er mein Geschenk (Jeanshose, Sweat-Shirt, Jogging-Anzug) erstmal nicht mit dem A**** an, betrachtete es nicht mal als solches. Er hatte auch nicht die Zeit dazu, weil er die neuen Spielsachen alle ausprobieren musste. Nach einiger Zeit war fast alles kaputt und erst dann hat er seine Klamotten als Geschenk bemerkt. Ich hatte alles unter dem Baum liegen lassen.

Erst nach Rücksprache mit den Schenkenden, wurde vereinbart in Zukunft sinnvoll zu schenken und nicht mehr auf´s "gerade wohl". So kam es dann, dass er im Jahr darauf "ein" Spielzeug, "ein" Spiel (Gesellschaftsspiel) und sonst nur Anziehsachen unter dem Baum fand. Da hatte er dann Zeit sich alle Geschenke anzugucken. Ich bestärkte ihn in seiner Freude, indem ich bei jedem Teil meinen Kommentar dazu abgab...."ooooh, eine Hose... mit Flicken drauf... so eine wolltest du doch immer oder???"" usw. Dazu kam, dass wir auch unseren kleinen Sohn schon hatten. Dem hatten wir pro Forma einen Nachttopf und Babybrei unter den Baum gelegt. Der Große seinerseits machte diese Geschenke dem Baby schmackhaft: "guck mal feiner Breeeeei, das schmeckt dir bestimmt!" Über Jahre hinweg ging das so... wenn es machbar war, wurde "ein" Wunsch erfüllt und der Rest war Überraschung. So kam es, dass meine Kinder nie dem Wunsch-Wahn verfallen konnten.

Heuer hat der Große von uns Schuhe ( OK, NIKE) geschenkt bekommen und der Kleine hat sich für sein Zimmer neue Gardinen gewünscht. Die hatte ich ihm dann im Dezember selber genäht.

Das sind die Geschenke:






Unter dem Baum lagen dann zwei Gutscheine (mit den jeweiligen Fotos drauf) mit dem Vermerk "wurde schon eingelöst". Trotzdem haben sie gestrahlt und sich gefreut, dass wir Weihnachten feiern.

Anmerkung: Von den Großeltern bekommen sie mittlerweile Bargeld geschenkt. Dieses sparen die Jungs sich dann für größere Planungen.
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« Antworten #29 am: 03. Jan 2007, 20:36 »

@cherie, so wie Du das gemacht hast - finde ich toll gut gemacht Ich musste mich damals auch über praktische Sachen freuen. Meine Oma hatte oft meinen Geschmack nicht getroffen und die Sachen landeten in der untersten Schublade (wenn es Anziehsachen waren). Aber ich habe aus Höflichkeit mich gefreut und beiden bedankt - ich habe in deren Augen die Freude gesehen, dass sie mir was geschenkt haben und wollte sie nicht enttäuschen. Das fiel mir teilweise schwer so zu tun als ob ich das Geschenk toll finden würde. Niemals würde ich sagen, dass ich etwas scheiße finde und schon mal gar nicht in die Ecke werfen... Wow, hätte ich dann Ärger bekommen  Surprised
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« Antworten #30 am: 03. Jan 2007, 21:32 »

Zitat von: "~Luna~"
Meine Oma hatte oft meinen Geschmack nicht getroffen und die Sachen landeten in der untersten Schublade


Das ist leider auch oft so im Leben, dass einem Dinge gut und manche weniger gut gefallen. Wenn man allerdings weiß mit wieviel Liebe sie geschenkt wurden, erhalten sie einen ganz anderen Stellenwert, auch wenn sie in der untersten Schublade liegen. Dann sind sie eben eine Erinnerung.

Zitat von: "~Luna~"
....Wow, hätte ich dann Ärger bekommen  Surprised


Das ist eben der Anstand, "die sieben Jahre von daheim"... Die Eltern haben einem früher einfach vermittelt, dass nicht wir selber der Mittelpunkt der Welt sind, sondern andere Menschen auch wichtig sind. In dem Fall die Großeltern, die wir mit unserem Unmut nicht vor den Kopf stoßen sollen.

Das hat heute leider Seltenheitswert, weil von Seiten der Medien allen Kleinstkindern bereits vermittelt wird: "DU bist", "DU brauchst", "DU, immer nur DU"....
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« Antworten #31 am: 16. Aug 2007, 13:58 »

Cherie´s Lösung finde ich absolut vorbildlich.

Ich erzähle immer wieder gerne: Als ich damals nur 2 Spiele für meine Atari-Computerkonsole hatte, habe ich die endlos in die Runde genudelt. Jedes weitere Spiel mußte ich mir (hart) ersparen. Als ich schließlich irgendwann 10 Spiele hatte waren mir das zu wenig und ich wußte nicht mehr was ich spielen sollte.

Von diesem Overkill sind die meisten kids die ich kenne betroffen. Wenn das so früh anfängt, werden sie es nie mehr lernen Dinge schätzen zu wissen.
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