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free2talk.de  |  Rund ums Leben  |  Leben & Tod (Moderatoren: Derya, BirkelNo1)  |  Thema: ein unfall
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Autor Thema: ein unfall  (Gelesen 1013 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
mäh
Gast

« am: 27. Aug 2006, 23:14 »

ich habe vor zehn jahren meine mum und meinen kleinen bruder (7) durch einen unfall verloren, weil irgendein raser meinte, er müsse drängeln. das auto kam von der straße ab und stürzte etwa sechs meter tief. dadurch kam ich zum schulwechsel in ein internat und außerdem in psychologische betreuung; erst jetzt fange ich an und kann mit anderen menschen außer meinem paps darüber reden.

kennt ihr auch solche erfahrungen, die euch und euer leben total aus der bahn geworfen haben?
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« Antworten #1 am: 27. Aug 2006, 23:36 »

Oh, ich wollte dich schon fragen, warum du keine Mutter hast.
Ah so ...  streicheln

Dein Bruder war 7 (Du auch), wart ihr nur wenig auseinander im Alter, oder gar Zwillinge?

Ach du herrie, ehrlich, ich kann mir dass gar nicht vorstellen, wie arg das für dich gewesen sein muß.
Nicht das allein, was du fühltest, sondern alles, mit dem was du verdrängtest, die Veränderungen in deinem Leben ...

Dann nicht nur der Schock, Mutter und Bruder verloren zu haben, sondern auch noch ins Heim (oder Internat)  Rolling Eyes   traurig

Ich war immerhin "schon" 16 Jahre alt, als meine Mutter starb.
Nur durfte ich das mit 15 (1 Jahr vorher) schon miterleben (schwere Krankheit), also war mein Leben mit spätesten 15 nicht mehr "normal".

Veränderungen gab es zu der Zeit für mich auch eh, Ausbildung, Bundeswehr ...
Ich kam am Ende sogar ganz gut aus der Ausbildung, was mich jezt schon verwundert.
Die erste Hälfte war aber nicht so dolle ...

Etwas, was mein Leben stärker beeinflußte, war wohl schon vorgefallen, als meine Mutter noch lebte, in der früheren Kindheit, was mich viel stärker beeinflußte, als der Tod meiner Mutter ...
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mäh
Gast

« Antworten #2 am: 27. Aug 2006, 23:55 »

damian war etwa 18 monate jünger als ich. ich kann mich an meine mum noch sehr gut erinnern, auch wenn es erstaunlich ist. aber seit dem tag hat sich vieles verändert. ich kann einen normalen abschied kaum ertragen, weil ich immer angst habe, denjenigen nicht wieder zu sehen. das war das schlimmste am internat; allerdings kann ich auch verstehen, dass ich dort war: paps hatte depressionen und konnte sich am besten auf diese art um mich kümmern. wir haben uns (fast) täglich angerufen und/oder geschrieben.
manchmal denke ich, dass es gut ist, dass sie nicht krank war, dass ich sie nicht leiden sehen musste, aber dann wieder finde ich es schade, dass wir uns nicht verabschieden durften.
ich denke immer, dass sie um mich und bei mir ist, dass sie sieht, was ich tue und wer ich bin, und manchmal denke ich, dass sie stolz ist auf mich. wenn ich zu weihnachten kekse backe, gute& beste noten in der schule habe, wenn ich sie und dami auf dem friedhof besuche, wenn ich oma anrufe, obwohl die ziemlich anstrengend ist. ob mum mich wohl auch vermisst? ich weiß es nicht. vielleicht gibt es ja soetwas wie einen himmel und ich sehe sie wieder?
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« Antworten #3 am: 28. Aug 2006, 00:20 »

Zitat
manchmal denke ich, dass es gut ist, dass sie nicht krank war, dass ich sie nicht leiden sehen musste, aber dann wieder finde ich es schade, dass wir uns nicht verabschieden durften.


Verabschieden habe ich mich auch nicht können.
Mein Vater hat es allen (sogar ihr ) verheimlicht, dass sie totkrank ist, und sterben muß.
Einen Tag vor ihrem Tod sagte er es (ihr).
So war das zuletzt eine unheimlich angespannte, unehrliche, kaum zu ertragende Situation, dazu noch, dass ich mich in der Pubertät befand, und (natürlicherweise) mich sehr mit mir selbst beschäftigte.
So starb sie dann, und alle (außer dem Vater) waren überrascht, hatten wir doch alle )trotz heftiger äüßerlicher Anzeichen) Hoffnung ...

Zitat
ch denke immer, dass sie um mich und bei mir ist, dass sie sieht, was ich tue und wer ich bin,


Meine Schwester bekam ein "Zeichen".
Etwas, was nicht einfach so passiert, und direkt auf meine Mutter hinwies.

Mein Vater erlebte etwas unerklärliches, als seine Mutter (meine Oma) im Sterben lag.

Ich selber habe mal ein Erlebnis gehabt (welches nicht mit Verwandten zu tun hat), was auch auf "etwas" hinweist, was wir nicht direkt erklären, sehen können.

Da ist was.
Und es sendet Zeichen (oder wir verlangen unbewußt nach ihnen, wer weiß das schon).

Es ist aber schön, dass du dich von Ihr beobachtet fühlst.
Wenn unsere (familiären) Erfahrungen von mir richtig interpretiert sind, tat sie es zumindest auch ...  streicheln   spring
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Gast

« Antworten #4 am: 28. Aug 2006, 00:25 »

danke  
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