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Autor Thema: Eure Meinung zu Abtreibung?  (Gelesen 23389 mal)
0 Mitglieder und 4 Gäste betrachten dieses Thema.
Yaso
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« Antworten #50 am: 12. Jul 2005, 21:38 »

Für mich persönlich kann ich sagen: Generell würde ich das Baby bekommen. ALLERDINGS: möchte ich abwiegen können. Es gibt so viele Arten von Behinderungen, die ein Kind bekommen kann, die man vorher feststellen kann.
Da kann ich unterscheiden: Das Down-Syndrom wäre für mich persönlich nicht so schwerwiegend wie irgendwelche körperlichen Behinderungen, bei denen das Kind immense Probleme hat.
Es ist eine Entscheidung, die man generell immer situativ treffen muss, finde ich.

Ich will nicht sagen, Abtreibung ist Mord... Denn für mich ist es auch Mord ein Kind auf die Welt zu setzen, obwohl ich weiß, dass es was weiß ich nur 2 Jahre leben wird und das in völliger Qual.
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« Antworten #51 am: 12. Jul 2005, 22:05 »

Zitat von: "Yaso"

Ich will nicht sagen, Abtreibung ist Mord... Denn für mich ist es auch Mord ein Kind auf die Welt zu setzen, obwohl ich weiß, dass es was weiß ich nur 2 Jahre leben wird und das in völliger Qual.


Es liegt soweiso immer im Auge des Betrachters. Aber du hast eigentlich auch recht...
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« Antworten #52 am: 13. Jul 2005, 06:59 »

Wenndas Kind mit einer Behinderung (körperlich oder geistig) auf die Welt kommt, dann ist es für das Kind normal! Das Kind lernt mit seiner Behinderung umzugehen, weil es mit ihr aufwächst und nichts anderes kennt. Passiert so etwas erst später, ist es viel schlimmer! Nur für die Eltern ist es eine zusätzliche "Belastung", weil sie meistens ihr Leben komplett umkrempeln müssen. Aber wie gesagt, kommt das Kind damit auf die Welt, ist es für das Kind normal!
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Gruß, An.Di.
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« Antworten #53 am: 13. Jul 2005, 09:52 »

Zitat von: "Yaso"
Für mich persönlich kann ich sagen: Generell würde ich das Baby bekommen. ALLERDINGS: möchte ich abwiegen können. Es gibt so viele Arten von Behinderungen, die ein Kind bekommen kann, die man vorher feststellen kann.
Da kann ich unterscheiden: Das Down-Syndrom wäre für mich persönlich nicht so schwerwiegend wie irgendwelche körperlichen Behinderungen, bei denen das Kind immense Probleme hat.
Es ist eine Entscheidung, die man generell immer situativ treffen muss, finde ich.

Ich will nicht sagen, Abtreibung ist Mord... Denn für mich ist es auch Mord ein Kind auf die Welt zu setzen, obwohl ich weiß, dass es was weiß ich nur 2 Jahre leben wird und das in völliger Qual.


Dem kann ich mich nur anschließen!
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« Antworten #54 am: 13. Jul 2005, 10:01 »

Zitat von: "An.Di."
Wenndas Kind mit einer Behinderung (körperlich oder geistig) auf die Welt kommt, dann ist es für das Kind normal! Das Kind lernt mit seiner Behinderung umzugehen, weil es mit ihr aufwächst und nichts anderes kennt. Passiert so etwas erst später, ist es viel schlimmer! Nur für die Eltern ist es eine zusätzliche "Belastung", weil sie meistens ihr Leben komplett umkrempeln müssen. Aber wie gesagt, kommt das Kind damit auf die Welt, ist es für das Kind normal!


Ach so? Und dann erkläre mir mal bitte wie Du das machen möchtest, wenn das Kind 40 Jahre alt ist und es mit 30 bekommen hast?
Schaffst Du es mit 70 Lenzen noch einen (50 Kg aufwärts) Schwerstbehinderten zu pflegen? Nehmen wir mal an, man segnet vorher das zeitliche, wie verkraftet das jemand der nicht richtig im Kopf ist, gehbehindert (gelähmt) ist und womöglich noch andere schwerwiegende Probleme hat!
Was tust Du Deinen Mitmenschen/Kindern damit an?
Ich denke situativ ist eine Abtreibung ein Ende mit Schrecken, andernfalls wären das Schrecken ohne Ende!
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« Antworten #55 am: 13. Jul 2005, 14:52 »

Zitat von: "Pupsikroete"
[Was tust Du Deinen Mitmenschen/Kindern damit an?
Ich denke situativ ist eine Abtreibung ein Ende mit Schrecken, andernfalls wären das Schrecken ohne Ende!


also diese aussage finde ich völlig daneben! es ist völlig egal, wie es meinen mitmenschen dabei geht. auch dieses kind hat ein recht zu leben.
klar, dass ich selbst entscheiden muss, ob ich das schaffen kann.. mein GANZES leben danach zu richten. aber letztendlich ist fast alles machbar es kommt nur auf den willen an.

das kind abzutreiben, weil ich meinen mitmenschen vielleicht mehr arbeit zumute ist meiner ansicht nach mord! auch wenn ich sonst überhaupt nicht gegen abtreibung bin.
nur aus solchen gründen finde ich es nciht gut!
wenn ich mir diese "last" selbst nicht zutraue ist das was anderes
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« Antworten #56 am: 13. Jul 2005, 15:08 »

@ Pupsikroete Als allererstes möchte ich sagen das ich den beitrag von dir ziemlich daneben finde! Ausserdem möchte ich gerne mal wissen ob du behinderte menschen kennst, mit ihnen zu tun hast?

Zitat von: "Pupsikroete"


Ach so? Und dann erkläre mir mal bitte wie Du das machen möchtest, wenn das Kind 40 Jahre alt ist und es mit 30 bekommen hast?
Schaffst Du es mit 70 Lenzen noch einen (50 Kg aufwärts) Schwerstbehinderten zu pflegen?


Es gibt pflegedienste die nach hause kommen! Es gibt auch einrichtungen wo die menschen leben können!  Also hilfe gibt es immer irgendwie!
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« Antworten #57 am: 13. Jul 2005, 17:01 »

Ich finde, eine Behinderung darf nie ein Grund für eine Abtreibung sein. Kein Mensch hat das Recht, über den Wert des Lebens eines anderen zu bestimmen.
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« Antworten #58 am: 13. Jul 2005, 21:00 »

Wenn ich ganz ehrlich sein sollte bei diesem Thema, muss ich auch zugeben, dass ich abtreiben würde, wenn ich von einer starken Behinderung des Ungeborenen erfahren würde. Ich würde damit später nicht klar kommen, das weiß ich... - es ist vielleicht egoistisch, aber ich stehe dazu.

Da ich keine Kinder sowieso möchte, würde ich auch abtreiben, wenn ich schwanger werden würde, da ich mir ein Leben mit einem Kind einfach nicht vorstellen kann. Confused Aber..., es kann auch anders kommen, als man denkt und wenn es soweit ist, entscheidet man sich anders.

Ich kann die Pupsikroete verstehen, heute bekommen die Frauen das erste Kind mit 30 (im Schnitt) und ein schwerbehindertes Kind braucht oft eine Rundumdieuhraufsicht und das würde heißen, dass man nicht mehr arbeiten kann und wenn man bedenkt, das so ein Kind bis zu seinem Lebensende Pflegebedürftig ist und man selbst schon alt ist - wer soll das später machen? - Sicherlich geht es, wenn man will..., aber ich würde mit solcher Belastung auf Dauer nicht klar kommen.

Ich weiß, wie anstrengend solche Pflege ist, da meine Schwester eine lange Zeit schwerbehinderte Kinder am Wochenende betreut hatte und das könnte ich mir 24h-Rund-um-die-Uhr nicht vorstellen.
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« Antworten #59 am: 13. Jul 2005, 21:27 »

Zitat von: "Pupsikroete"
Zitat von: "An.Di."
Wenndas Kind mit einer Behinderung (körperlich oder geistig) auf die Welt kommt, dann ist es für das Kind normal! Das Kind lernt mit seiner Behinderung umzugehen, weil es mit ihr aufwächst und nichts anderes kennt. Passiert so etwas erst später, ist es viel schlimmer! Nur für die Eltern ist es eine zusätzliche "Belastung", weil sie meistens ihr Leben komplett umkrempeln müssen. Aber wie gesagt, kommt das Kind damit auf die Welt, ist es für das Kind normal!


Ach so? Und dann erkläre mir mal bitte wie Du das machen möchtest, wenn das Kind 40 Jahre alt ist und es mit 30 bekommen hast?
Schaffst Du es mit 70 Lenzen noch einen (50 Kg aufwärts) Schwerstbehinderten zu pflegen? Nehmen wir mal an, man segnet vorher das zeitliche, wie verkraftet das jemand der nicht richtig im Kopf ist, gehbehindert (gelähmt) ist und womöglich noch andere schwerwiegende Probleme hat!
Was tust Du Deinen Mitmenschen/Kindern damit an?
Ich denke situativ ist eine Abtreibung ein Ende mit Schrecken, andernfalls wären das Schrecken ohne Ende!


Immer locker bleiben, wenn auch beim ernsten Thema Wink

Also erst einmal ist leider die Überlebenschance bei solch heftigen Behinderungen sehr gering. Andererseits, muss das schwerstbehinderte Kind ja auch kein Einzelkind sein. Und schließlich sind da noch Neffen, Nichten, Tanten, Onkel, usw., die man fragen kann, ob sie einem helfen.

Was ist denn mit einem "normalen" Kind, welches plötzlich seine Eltern verliert wegen Unfall oder Sonstigem? Notfalls muss ein solches Kind dann ins Heim. Und es gibt auch viele Organisationen, die sich liebevoll um Behinderte kümmern. Sozialstationen usw. bei denen dann auch ausgebildete Fachkräfte arbeiten. Dies ist übrigens nicht nur ratsam, wenn man selbst mit 70 schon im Grab liegt oder Niemanden mehr heben darf/kann.

Ich bin auch der Meinung, dass Behinderung kein Grund sein darf/kann um abzutreiben. Mit solch schwierigen Situationen sollte man sich auch schon vor dem Sex im Klaren sein.

Wer sagt übrigens, dass nicht wir die Behinderten Menschen sind, die aus unserer Sicht "normal" sind? Wer darf urteilen ab wann ein Mensch behindert ist oder wer darf beurteilen, ab wann ein Mensch nicht mehr zu leben hat oder zu behindert ist um geboren zu werden?


Diesbezüglich finde ich den Fortschritt der Technik schade, die uns schon recht früh einen Einblick in das Wunder Natur lässt. Früherkennung, ob ein Kind behindert wird oder nicht. Vielleicht ist die Technik auch irgendwann so weit erkennen zu können, ob Jemand Alzheimer bekommt oder Krebs oder Sonstiges. Dann gibt es neue Diskussionen, ob es ethisch ist solche Personen gleich im Vornherein abzutreiben oder nicht. Außerdem ist ein behindertes Kind ja wirklich etwas Besonderes! Und Keiner muss sich schämen, wenn dieses Kind einmal sabbert oder nicht richtig sprechen kann. Somit bleibt einem solchen Kind einiges erspart, was andere Kinder ertragen müssen.

LEBEN! Das ist doch was Schönes. Mit den ganzen Höhen und Tiefen, die es gibt. Und es geht immer weiter!
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« Antworten #60 am: 14. Jul 2005, 01:15 »

Zitat von: "letzte"
@ Pupsikroete Als allererstes möchte ich sagen das ich den beitrag von dir ziemlich daneben finde! Ausserdem möchte ich gerne mal wissen ob du behinderte menschen kennst, mit ihnen zu tun hast?

Zitat von: "Pupsikroete"


Ach so? Und dann erkläre mir mal bitte wie Du das machen möchtest, wenn das Kind 40 Jahre alt ist und es mit 30 bekommen hast?
Schaffst Du es mit 70 Lenzen noch einen (50 Kg aufwärts) Schwerstbehinderten zu pflegen?


Es gibt pflegedienste die nach hause kommen! Es gibt auch einrichtungen wo die menschen leben können!  Also hilfe gibt es immer irgendwie!


Ja, ich habe schon genügend gesehen und stehe zu dem was ich geschrieben habe! Und ich rede von Schwerstbehinderungen, die nie reparabel sein werden!
Ich habe auch mitbekommen wie "alle" darunter gelitten haben. Nachdem die Eltern nicht mehr waren ist der "kleine Junge" (um die 40 Jahre alt) völlig abgedreht und hat Monate lang geschrien und getobt. Man musste ihn über Monate medikamentös ruhig stellen. Später saß er nur noch versteinert dort und dachte man hat ihn im Stich gelassen!

DAS IST GRAUSAM!

Und nicht die Abtreibung!
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« Antworten #61 am: 14. Jul 2005, 01:17 »

Zitat von: "~Luna~"
Wenn ich ganz ehrlich sein sollte bei diesem Thema, muss ich auch zugeben, dass ich abtreiben würde, wenn ich von einer starken Behinderung des Ungeborenen erfahren würde. Ich würde damit später nicht klar kommen, das weiß ich... - es ist vielleicht egoistisch, aber ich stehe dazu.

Da ich keine Kinder sowieso möchte, würde ich auch abtreiben, wenn ich schwanger werden würde, da ich mir ein Leben mit einem Kind einfach nicht vorstellen kann. Confused Aber..., es kann auch anders kommen, als man denkt und wenn es soweit ist, entscheidet man sich anders.

Ich kann die Pupsikroete verstehen, heute bekommen die Frauen das erste Kind mit 30 (im Schnitt) und ein schwerbehindertes Kind braucht oft eine Rundumdieuhraufsicht und das würde heißen, dass man nicht mehr arbeiten kann und wenn man bedenkt, das so ein Kind bis zu seinem Lebensende Pflegebedürftig ist und man selbst schon alt ist - wer soll das später machen? - Sicherlich geht es, wenn man will..., aber ich würde mit solcher Belastung auf Dauer nicht klar kommen.

Ich weiß, wie anstrengend solche Pflege ist, da meine Schwester eine lange Zeit schwerbehinderte Kinder am Wochenende betreut hatte und das könnte ich mir 24h-Rund-um-die-Uhr nicht vorstellen.


Danke, genau das wollte ich damit ausdrücken, ich bin wohl nur zu tollpatschig!
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« Antworten #62 am: 14. Jul 2005, 12:21 »

wenn man genau weiß das das kind schwerbehindert ist, würde ich wahrscheinlich auch abtreiben! Ich sage ja auch nicht das ich gegen abtreibung bin, es kommt halt immer auf die situation an!
So wie Luna es geschrieben kann ich es verstehen!

Pupsikroete du hast halt ziemlich hart geschrieben! Und so wie du es geschrieben hast, deine aussage was tut man damit anderen menschen an, find ich es daneben!
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« Antworten #63 am: 14. Jul 2005, 12:35 »

Zitat von: "Pupsikroete"
Ich habe auch mitbekommen wie "alle" darunter gelitten haben. Nachdem die Eltern nicht mehr waren ist der "kleine Junge" (um die 40 Jahre alt) völlig abgedreht und hat Monate lang geschrien und getobt. Man musste ihn über Monate medikamentös ruhig stellen. Später saß er nur noch versteinert dort und dachte man hat ihn im Stich gelassen!

DAS IST GRAUSAM!

Und nicht die Abtreibung!


Genau da ist auch der Knackpunkt. der Fehler war nicht, dass diese nicht abgetrieben haben, sondern dass diese Eltern ihr Kind scheinbar so lieb hatten, dass sie nicht über die Zukunft nachdachten. In einer solchen Situation sollte ein schwerstbehinderter Mensch sich nicht allzu sehr auf ein person fixieren, sondern auch noch Ausweichmöglichkeiten haben. Wie eben zum Beispiel Mitarbeiter einer Sozialstation.
Wir können dies nur aus einer Sicht beurteilen, die uns bekannt ist. Übrigens kenne ich auch Kinder, die nach dem Tod ihrer Eltern ebenso "aus dem Leben" waren. Hat also nichts mit einer Schwerbehinderung zu tun, sondern mit der Beziehung, die die Kinder mit den Eltern haben bzw. aufbauen (zudem lässt so ein Einzelfall sich nicht pauschalisieren). Dies ist für mich noch kein Argument! Es gibt auch Behinderte, die ihre Eltern umbringen oder umbringen lassen, weil die Eltern falsch mit diesen Behinderten umgegangen sind, nicht klar gekommen sind und somit das Kind/den Erwachsenen misshandelten/quälten usw.

Fakt ist : man kann nicht vorher sagen, ob es Probleme gibt. Ob ich vor dem schwerbehinderten Kind sterbe oder nicht. Aber eine Umstellung gibt es auf jeden Fall. Und so etwas ist abzusehen. Ganz egal ob heilbar oder nicht!. Wo bitte macht man da die Grenze, ob man abtreibt oder nicht? Auch die Ärzte können (Gott sei Dank) nie genau sagen, wie später die Situation aussieht. Und auch ein behinderter Mensch hat eigenen Charakter. Es gibt depressive, gut gelaunte, fröhliche, aggressive usw. Behinderte. So wie eben auch bei Jedem "normalen" Menschen. Ich möchte nicht "Gott" spielen und ein Urteil fällen und Jemandem das Leben gewähren oder entziehen!
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« Antworten #64 am: 15. Jul 2005, 01:18 »

Zitat von: "letzte"
wenn man genau weiß das das kind schwerbehindert ist, würde ich wahrscheinlich auch abtreiben! Ich sage ja auch nicht das ich gegen abtreibung bin, es kommt halt immer auf die situation an!
So wie Luna es geschrieben kann ich es verstehen!

Pupsikroete du hast halt ziemlich hart geschrieben! Und so wie du es geschrieben hast, deine aussage was tut man damit anderen menschen an, find ich es daneben!


Ok, das war etwas unüberlegt geschrieben, aber ich meinte es etwas anderes als wie Du es verstanden hast!
Ich habe auch keine Lust das noch gescheit auseinander zu pusematuckeln und gebe auf.
Bitte nen Schwamm drüber, SORRY! Ich halte mich besser raus, es hörte sich vielleicht hart an, war aber nicht böse gemeint, bin halt ein Tolpatsch!
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Yaso
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« Antworten #65 am: 20. Jul 2005, 16:52 »

Mittlerweile sind wir aber etwas vom Thema abgekommen (ich geb zu ich gab den Anlass dazu).

Denn eigentlich ist ja gernerell die Frage: Wie gehe ich mit dem Thema "ABTREIBUNG" um. Mittlerweile geht es eher um behinderte Kinder und Abtreibung das gehört wahrscheinlich eher in ein EXTRA-Thema oder?  Werde gleich mal eins aufmachen.  Wink
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« Antworten #66 am: 23. Jul 2005, 18:39 »

Ganz ehrlich gesagt, auch wenns so einfach gesagt ist...
Abtreibung kommt für mich nicht in Frage...aber ich würde den Partner unterstützen...schließlich wäre sie, die so Früh alles durchmachen müsste...
Auch unter den umständen, dass die Zukunft versaut wäre...
aber wenn ich misst baue steh ich auch für grade...(so wurde ich erzogen^^)

Und ich stimme *micky* zu, dass es immernoch ien Lebewesen ist...

bei behinderten ist es etwas kompliziert:
man muss sich die frage stellen, könnte das kind trotzdem das Leben genießen oder wäre es eine qual... z.b. bei Kinderlähmung....

aber ich bin gegen Abtreibung
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« Antworten #67 am: 28. Jul 2005, 23:03 »

Abtreibung?...

Ich wünschte, ich wäre abgetrieben worden! Nie hat mich jemand gefragt, ob ich dieses Ding, was sich Leben nennt, will.

Seit dem Beginn meiner ersten Regel hatte ich panische Angst, schwanger zu werden. ~ Ich hatte Glück, dass ich nie in die Zwickmühle kam, ein Kind von IHNEN abtreiben zu müssen.

Später blieb die Panik, schwanger zu werden, obwohl ich Kinder über alles liebe und selbst Erzieherin gelernt habe. Selbst als ich heiratete, blieb diese Panik.

Welche Panik, werden sich manche fragen... Die Panik, so ein Mutter zu werden, wie es meine ist. Sie hat mein Leben und mich zerstört. Sie hätte mich besser abtreiben sollen. Dann hätte sie wenigstens EIN gutes Werk in ihrem erbärmlichen Leben getan.

Wenn Männer über Abtreibung ein ABSOLUTES Urteil haben und keinerlei Einzelfall bedenken, könnte ich kotzen. Sie werden NIEMALS Kinder gebären und haben nicht das Recht, ein Pauschalurteil zu fällen.

Ich habe mich mit psychiatrischem Gutachten sterilisieren lassen, BEVOR ich jemals abtreiben musste. Aber diese bis dahin dagewesene Panik war unvorstellbar.

Wie EINFACH es heutzutage ist, ein Kind abzutreiben, finde ich schrecklich. Babyklappen und andere Hilfsprojekte sind eine gute Alternative, aber oft eben keine Komplettideallösung! Und Psychotherapie hat nur sehr sehr begrenzte Möglichkeiten.

Ich habe keine Emanzeneinstellung, sondern aus mir spricht eine jahrelang erlebte Hölle.

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« Antworten #68 am: 28. Jul 2005, 23:15 »

das ist ein krasser beitrag lindgrün.
ich weiß garnicht so richtig, was ich dazu schreiben soll.
auf jeden fall finde ich es gut, dass du dich hast sterilisieren lassen.... wenn du dir sicher warst niemals eine gute mutter sein zu können.

ich weiß zwar, dass ich bestimmt keine kinder haben möchte, aber so einen schritt würde ich mir nicht zutrauen
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« Antworten #69 am: 28. Jul 2005, 23:22 »

Es ist wie Kitten schon sagte ein krasser beitrag, aber man muss jede Meinung akzeptieren.

Ich dagegen freue mich mal ein Leben der Welt zu schenken, und es aufwachsen zu sehen. Den meiner Meinung nach ist Mutter zu sein ein schönes gefühl das nicht´s auf dieser Welt gibt
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« Antworten #70 am: 28. Jul 2005, 23:28 »

SICHER? ~ Ich war mir nicht sicher, ob es der richtige Schritt war. Für mich war nur eins sicher: So eine Mutter wie meine, wollte ich NIEMALS werden und KEIN einziges Kind auf der Welt sollte seelisch fast lebensunfähig werden so wie sie es bei mir geschafft hat.

Alle sagen, ich bin wundervoll zu Kindern. Alle sagen, Du wärst die perfekte Mutter. Kinderherzen fliegen mir zu.

Meine Angst war: 24 Stunden am Tag, 365 im Jahr, unübersehbar viele Jahre eine gute Mutter sein, egal wie es MIR geht! Was, wenn ich einmal versage und innerlich aufgebe, und mit jedem aufgeben meiner Mutter ähnlicher werde?!? ~ Mit dieser Schuld könnte ich nicht leben! Da lieber nie meiner Sehnsucht nachgeben nach einem eigenen Kind!

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« Antworten #71 am: 28. Jul 2005, 23:59 »

Ich kann Lindgrün verstehen, es ist nachvollziehbar, wenn man selbst eine sehr schlechte Erfahrung gemacht hat und ein Leben lang damit zu kämpfen hat.

Ich willst selbst keine Kinder, ich verspüre keinen Wunsch danach, eine Mutterrolle ist nicht meine Welt und deshalb habe ich für mich entschieden: keine Kinder. Mein Freund ist unfruchtbar und von daher brauche ich mir keine Sorgen zu machen..., aber falls es passieren würde (durch einen seltsamen Wunder), würde ich eine Abreibung in Erwägung ziehen. Sicherlich kann man das Kind zur Adoption frei geben, aber schon mal die Geburt käme für mich nicht in Frage. so nicht

Mit meiner Kindheit hat es nichts zu tun, ich bin ganz normal aufgewachsen und kann mich nicht beschweren.
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« Antworten #72 am: 29. Jul 2005, 20:52 »

Wir haben irgendwie zwei gleiche Themen, also poste ich mal den Link am besten hier:

Schwangerschaftsaabbruch bei wikipedia - hier findet man auch Infos, wie die Abtreibung in anderen Ländern geregelt ist.
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« Antworten #73 am: 29. Jul 2005, 21:01 »

~Luna~ hat folgendes geschrieben:

Zitat
Dem Fötus wird dann das Hirn punktiert und ausgesaugt, so dass er stirbt. Die Methode ist komplikationsloser und wird als humaner angesehen als alternative Methoden zur späten Abtreibung, bei denen der Fötus in der Gebärmutter zerstückelt wird.
[/i]

Irgendwie finde ich das ziemlich ecklig, könnte mir nicht vorstellen eine Abtreibung zu wollen. Ich weiß andere sehen keine anderen Lösung, aber ich weiß garnicht ob ich das könnte.. Ich würde dann immer denken "Eigentlich hättest du ja ein Kind", und würde mir vorstellen wie mein Leben dann anders verlaufen wäre.

Zitat
In der Katholischen Kirche des Mittelalters wurde die Abtreibung eines lebendigen Fötus als Mord verstanden (Todesstrafe und Exkommunikation), die Abtreibung eines nicht-belebten Fötus (bevor Kindsbewegungen spürbar waren) war ebenfalls Sünde
[/i]

Irgendwie ist es ja auch Mord oder wie seht ihr das?
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« Antworten #74 am: 29. Jul 2005, 21:21 »

Zitat von: "Rosé"
Ich würde dann immer denken "Eigentlich hättest du ja ein Kind", und würde mir vorstellen wie mein Leben dann anders verlaufen wäre.

Ich war schon mal schwanger und mein Kind wäre heute 7 Jahre alt, wenn ich jetzt richtig nachgerechnet habe. Ich hatte damals eine Fehlgeburt und wußte vorher nicht, dass ich Schwanger war - es kam erst durch die Blutung heraus. Ich war zuerst schockiert und danach jedoch erleichtert, da ich zu dem Zeitpunkt mir ein Kind überhaupt nicht vorstellen konnte und mir die Entscheidung zur Abtreibung weggenommen wurde. Trotzdem frage ich mich manchmal, wie mein leben mit diesem Kind (falls ich es nicht verloren hätte) aussehen würde.
Ich denke, dass man nach einer Abtreibung mal hin und wieder das selbe denkt - müsste ich meine Schwester mal fragen, denn sie hatte schon abgetrieben - irgendwie haben wir aber nie genau darüber geredet  kopfkratz
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