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Autor Thema: Sterilisation  (Gelesen 9641 mal)
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Mitglied durch Treffen & Post überprüft Cherie
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« Antworten #50 am: 11. Jan 2009, 16:45 »

@ Richie
Die legen das nicht anders, als auch bei einer Sterilisation. Sie durchtrennen die Eileiter und verkleben die Enden. Ich weiß nur, dass die mir das so erklärten, schon nach der Sterilisation, dass die Eier nun nicht mehr in die Gebährmutter gelangen können. Auf die Frage, was mit den abgestorbenen Eizellen dann in den Eileitern passiert, bekam ich zur Antwort, die würden zerfallen und vom Körper resorbiert werden. Das sei auch bei der normalen Fruchtbarkeit so. Die Periodenblutung beinhalte nicht jedesmal auch die Eizelle der Frau, sondern eben die verdickte Schleimhaut der Gebährmutter, die abgstoßen wird, weil sie nicht gebraucht wird. Eizellen, die in die Gebährmutter gelangen und noch "leben" sind meistens vorher befruchtet worden und wenn sie sich dann einnisten, entsteht das Kind. Ansonsten, wenn der Einnistungsprozess nicht reibungslos stattfindet, wird das Ei mit der Schleimhaut abgestoßen.

@Luna
Die Gefahr eine Eileiterschwangerschaft zu bekommen besteht bei jeder Frau, die einen Eisprung hat, gleich. Eine Schwangerschaft beginnt immer außerhalb der Gebärmutter, da die Befruchtung der Eizelle im Eileiter stattfindet. Die befruchtete Eizelle wandert dann normalerweise Richtung Gebärmutter, wo sie sich nach fünf bis sechs Tagen einnistet. Zu diesem Zeitpunkt hat sie sich schon zu einem frühen Embryo entwickelt. Der Transport der befruchteten Eizelle durch den Eileiter kann aus verschiedensten Gründen gestört sein und dazu führen, dass sich der frühe Embryo nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Zu einer Eileiterschwangerschaft kann es kommen, wenn der Eileiter verwachsen und verengt ist und die befruchtete Eizelle den Eileiter nicht verläßt, sondern sich versehentlich in der Schleimhaut des Eileiters ansiedelt.

Nach der Sterilisation erhöht sich das Risiko einer Eileiterschwangerschaft, wenn bei unvollständigem Verschluss des Eileiters die Samenzellen zur Eizelle gelangen können, der Transport zur Gebärmutter aber verhindert ist. Gefährlich kann sowas werden, wenn diese Eileiterschwangerschaft dann abreißt und es zu einer starken Blutung in den Bauchraum kommt.

Es gibt mehrer Arten von "falschen" Schwangerschaften: Bauchhöhlenschwangerschaft, Schwangerschaften im Gebärmutterhals, Eierstockschwangerschaft.  Wink
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« Antworten #51 am: 11. Jan 2009, 18:03 »

Womit wir mal wieder bei unserem Lieblingsthema wären... Wink

Wenn ich nicht wüsste, dass ihr irgendwann mal mit mir genauso leiden werdet, wenn ich schwanger bin, würde ich das Thema vollends boykottieren!

Wink
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« Antworten #52 am: 16. Jan 2009, 18:01 »

Nach der Sterilisation erhöht sich das Risiko einer Eileiterschwangerschaft, wenn bei unvollständigem Verschluss des Eileiters die Samenzellen zur Eizelle gelangen können, der Transport zur Gebärmutter aber verhindert ist. Gefährlich kann sowas werden, wenn diese Eileiterschwangerschaft dann abreißt und es zu einer starken Blutung in den Bauchraum kommt.

Nennt sich extrauterine Gravidität und hat eine hohe Mortalitätsrate (für Kind und "Mutter"), weil das oft viel zu spät erkannt wird. Hier ist es so, dass eine ausgebrochene Blutung oft nicht mehr zu stoppen ist, hab dies leider auch schon miterleben müssen. Dramatisch ist, dass die "Vorzeichen" oft nicht erkannt werden...
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« Antworten #53 am: 16. Jan 2009, 20:35 »

@Geolino
Sicher ist das bei deinem Rettungseinsatz immer mal wieder der Fall.  Wink

Eine Bekannte von mir hatte zwischen Weihnachten und Neujahr vor ein paar Jahren mal so schlimme Bauchschmerzen. Ironie des Schicksals, ihr Mann war mit den beiden Töchtern tags zuvor auf einem zugefrorenen See beim Eislaufen gestürzt und hatte sich ein blaues Auge zugezogen. Als nun diese Frau mit ihrem Mann in der Notaufnahme erschien, sah es aus als hätten die eine handfeste Auseinanderseztung hinter sich. Die Ärtze verkannten die Brisanz der Lage und kümmerten sich primär um den verletzten Mann, obwohl die Frau vor Schmerzen fast ohnmächtig wurde.

Nachdem der Mann die Ärzte endlich überzeugt hatte, dass er nicht der Patient war, nahmen sie sich dann auch der Frau an. Sie wurde notoperiert, bekam den Eierstock raus und lag danach Wochen auf der Intensivstation, weil ihr Leben lange auf der Kippe stand. Zum Glück hat sie es überlebt.  Confused Soviel zum Thema "viel zu spät erkannt".
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« Antworten #54 am: 16. Jan 2009, 23:16 »

Ich kann dazu nur den folgenden Tipp geben: Mit schlimmen Schmerzen nicht mehr selbst auf den Weg machen sondern den Weg über den Rettungsdienst gehen - >
 a) gibts dann die richtige Zielklinik
 b) haben die genug Zeit rauszufinden wer der Patient ist und
 c) kann man erste Gegenmaßnahmen immer schon einleiten

So viel zum Thema...



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