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Autor Thema: Die christliche Rechte und ihre Rekruten "The Call"  (Gelesen 2325 mal)
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« am: 20. Nov 2005, 20:05 »

Die christliche Rechte und ihre Rekruten:
Jesus' junge Garde

Um 20:15 im EinsExtra


Ist ne Wiederholung, ich sah es schon.
Sehr interessant !

Hier mehr dazu :
http://www.news.tele2internet.de/index.phtml/article/2110930?1132513619
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« Antworten #1 am: 20. Nov 2005, 22:13 »

hätte ich gern gesehen, weil ich die bewegung auch kenne. the call ist kein festival, sondern ein fasten Smile fand ich früher mal ziemlich klasse, ehrlichgesagt.
für mehr infos siehe www.thecallberlin.de

wird nächstes jahr auch in stuttgart (bei mir *gg*) ne veranstaltung geben, mal schaun, ob ich hingeh und mirs anschau...
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« Antworten #2 am: 20. Nov 2005, 23:30 »

Morgen früh um 6 Uhr kommt es nochmal !

Übrigens fand ich die Bewegung nach dem Film nicht mehr uneingeschränkt "so gut "  !
Die haben ne ziemliche Macht in Amerika.
Lohnt allein deswegen, die Sendung zu schauen ...  winken
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« Antworten #3 am: 21. Nov 2005, 16:46 »

mist, das hab ich erst jetzt gelesen!

aber dafür hab ich mir letzte nacht nochmal gedanken über "the call" gemacht.....

als ich in dieser richtung noch mehr aktiv war, hätte mich z.b. diese evangelische reporterin da total angenervt! dieses wischi-waschi-christsein mit politisch korrekter meinung: "beten gehört für mich in die stille" blabla...
ich habe die leute der bewegung immer sehr cool erlebt, muß ich sagen, man erlebt echt die krassesten dinge, heilungen, gebetserhörungen, und das ist sooo genial zu sehen! und man hat einfach einen radikalen lebensstil und durch die beziehung zu gott auch nicht das gefühl, daß einem etwas fehlt! man lebt irgendwie ziemlich integer, muß ich sagen und das ist cool!
ich hab auch auf der straße leute angelabert (mach ich manchmal immer noch) und es haben sich teilweise wirklich gute gespräche ergeben. wenn die leute nix wissen wollten, hab ich sie auch in ruhe gelassen und sofern man den anderen mit respekt behandelt und ihm nicht den eigenen glauben aufzwingen will, ist am -vom artikel als "missionieren" bezeichnet- auch nichts dabei, finde ich.

mein ausbruch aus dem behüteten christsein kam dann durch verschiedene psychische probleme, die ich hatte (hatten nix direkt mim glauben zu tun), durch andere freunde (ich hatte immer schon hauptsächlich nichtchristen als freunde), freunde mit recht harten problemen und eine aus christensicht sehr problematisch beurteilte beziehung. da wurden mir persönlich "diese ganzen christen", die schönwetterchristen und bibelschüler einfach zu viel mit ihrem "gott fordert von dir".

in der zeit, in der ich dabei war, hab ich das gar nicht so wahrgenommen, mit dem "gott fordert", erst als ich eben dann probleme hatte, hab ich gemerkt, woran ich in den jeweiligen gruppen und gemeinden bin.

ich mag the call deswegen, weil ich bei vergleichbaren veranstaltungen gott sehr fett erlebt habe, weil ich gute begegnungen mit menschen hatte, die es wirklich (in positivem sinne) ernst gemeint haben mit dem glauben und einfach einen hunger nach gott hatten.
ich mag an der richtung von the call nicht, daß oft nicht gesehen wird, wo leute sich nicht aus böser absicht "falsch" verhalten, sondern weil sie einfach probleme haben und daß ein viel zu starkes schwarz-weiß-denken und fordern da ist.

ich würde niemals so ein larifari-christentum bevorzugen, das ich mit der reporterin in verbindung bringe, aber ich denke auch nicht mehr ganz so extrem.

früher war ein großes vorbild von mir michael l. brown, der auch bei the call dabei ist und gründer und präsident einer bibelschule in florida ist. er war ursprünglich jude, hat sich als teenager in einer antiautoritären schule (68er) dann bekehrt und sein leben und seine predigt hat mich sehr fasziniert. laut einer freundin von mir, die ihn persönlich mehrmals erlebt hat, hat er sich aber auch verändert..

mittlerweile (um mein eigenes erleben mit radikalen und nicht-radikalen gruppen) zu vervollständigen, fühle ich mich sehr zuhause bei den jesus freaks, als jesus freak, und kann mir momentan gar nix anderes mehr vorstellen. die gemeinde ist einfach für die kaputten da, das war das ziel und das bleibt es. ich habe in der gemeinde die radikalität gefunden, die ich an the call bewundert habe und mir fehlen -gott-sei-dank- die verurteilungen, die ich bei "diesen christen da" (allgemein, nicht auf the call bezogen) als so negativ erlebt habe.

ich wollte diese gedanken einfach noch loswerden, vielleicht interessiert's ja den einen oder anderen.

krebsi, es wäre schön, wenn du von deinem eindruck und der reportage schreiben könntest. Smile
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« Antworten #4 am: 24. Nov 2005, 20:25 »

winken

Ja ... also ...  Smile

Irgendwie fand ich die Reportage erschreckend, bevor ich erzähle warum, hier noch eine Meinung zu der Darstellung:

http://eins.scm-digital.net/show.sxp/_jesus_junge_garde__-__the_call__im_tv-portr_t.html
Zitat
********* 18.11.05 um 16:43 Uhr     
Bewertung:      
Aufgrund der Bitte des Autoren gelösch!


Was da aus Deutschland gezeigt wurde, fand ich urig, interessant, nachdenkenswert (Die Nähe zu den Ungläubigen, die *unkonventionelle*Verkündung seiner Überzeugung).
Aber gegen Ende der Sendung wurde über den Teich geblickt (Amerike), und dort sind diese radikalen Christen recht verflochten (Wirtschaft, Politik), und sie sagen selber aus, dass Religion und Politik für sie nicht getrennt sind  Rolling Eyes
Bush zum Beispiel erreichte wichtige Wähler aus der Schicht.
Oh weh (dachte ich mir so).
Der Islam wird abgelehnt, und besonders auf Trennung des Weltlichen zum Glauben behaart (Die Islamisten aber haben diese Trennung zwischen Kirche und Staat ja auch nicht, oder wollen sie nicht).

Jo, und so sollte es nicht sein, finde ich.
Was unterscheidet denn dann diese radikalen Christen von Islamisten ?
Nur das die einen Mohammed, die anderen Jesus folgen ?
Und Andersgläubige nicht wirklich akzeptieren, im Grunde die Welt erobern wollen, ihre Überzeugungen mit (Staats)Gewalt durchsetzen wollen, so dass andere Ansichten (Siehe Darwinismus und Gnosis) keine Chance haben ?

Mag ja sein, dass es in Deutschland noch nicht möglich ist, (wegen der geringen Ausbreitung und Macht), Lobbyismus wie drüben zu praktizieren, aber kann man davon ausgehen, dass es so bleibt ?

Sobald eine Religion Macht in der heurigen Welt anstrebt, beängstigt es mich durchaus ...
 ziemlich sauer
Aber ich kann ja nicht beurteilen, wie authentisch die Reportage war ...
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« Antworten #5 am: 25. Nov 2005, 11:10 »

@Krebsi: Danke für deinen Beitrag. Auch auf jesus.de hab ich mir den Artikel samt Kommentaren durchgelesen, wie schon geschrieben kenne ich die Reportage nicht, aber ich bin es auch gewohnt, daß die Dinge oft verdreht werden... keine Ahnung, inwieweit dies der Fall ist.

Daß in den USA eine stärkere Verflechtung von Politik und Religion vorherrscht, ist mir auch bekannt. Ich halte dies ebenfalls für gefährlich.

Auf deutschen the call-ähnlichen Veranstaltungen und Konferenzen habe ich allerdings eher die Erfahrung gemacht, daß in Bezug auf die Politik eben für das Land und die Politiker gebetet wurde, daß die richten Menschen gewählt werden, daß sie dem Glauben gegenüber positiv eingestellt sind, etc. Aber nicht, daß zum Beispiel alle die PBC oder die CDU wählen sollen oder so.
Was mir grad einfällt, ist, daß zum Beispiel viele Gläubige es als Gebetserhörung sehen, daß wir einen gläubigen Bundespräsidenten haben...

Daß der Islam abgelehnt wird, kann ich im Übrigen bestätigen. Der Islam wird für eine noch größere Gefahr für unsere westliche Welt gesehen als Buddhismus und Hinduismus.
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