~Luna~
Forummama
Administrator
Luna´s Alptraum
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 25233
Alter: 35
Herkunft: Unbekannt
|
 |
« am: 24. Jan 2005, 22:24 » |
|
Hamburg (AFP) - Deutschland braucht nach Ansicht des FDP-Bundesvorstandsmitglieds Daniel Bahr mehr Kinder aus Akademiker-Familien. "In Deutschland kriegen die Falschen die Kinder. Es ist falsch, dass in diesem Land nur die sozial Schwachen die Kinder kriegen", sagte Bahr der "Bild am Sonntag". Deutschland gebe viel Geld aus, um sozial schwachen Familien zu helfen. Die Politik habe versagt, Akademiker bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches zu unterstützen... weiter zum kompletten Artikel bei: de.news.yahoo.comWie ist Eure Meinung?
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach
Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. Albert Schweitzer
|
|
|
An.Di.
der Sommer, der bis auf April keiner war ists chon vorbei :-(
Tastaturquäler
Offline
Beiträge: 1206
|
 |
« Antworten #1 am: 25. Jan 2005, 07:37 » |
|
 ich glaube, dazu gibt es nichts zu sagen. Armes Deutschland. Zum Glück hat das Jemand von der FDP gesagt, da kann man nicht allzu viel Wert drauf legen. Also mir verschlägt es da die Sprache. Wie kann so ein ..... darüber urteilen, wer Kinder bekommen darf und wer nicht? Das ist wohl die größte Frechheit, die jemals einem Politiker über die Lippen ging! Ich bin empört!
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gruß, An.Di.
|
|
|
~Luna~
Forummama
Administrator
Luna´s Alptraum
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 25233
Alter: 35
Herkunft: Unbekannt
|
 |
« Antworten #2 am: 25. Jan 2005, 09:04 » |
|
Ich denke, man muss es etwas anders sehen...
Ees ist Fakt, dass Sozialschwachere eher und mehr Kinder haben, als die "Gebildeteren" - ist zum Teil nachvollziehbar, denn jemand, der studiert hat möchte auch beruflich weiterkommen und eine Familie hindert einen dabei, deshalb lassen sich diese mehr Zeit damit oder verzichten komplett.
Das ist aber nicht nur in Deutschland so.
Es ist aber auch meistens so, dass die Kinder, die in sozial schwachen Verhältnissen aufwachsen, nicht die Möglichkeit haben, eine höhere und bessere Ausbilung zu bekommen..., bzw. haben weniger Möglichkeiten in ihren Interessen gefördert zu werden.
Wenn dies aber immer so weiter geht, sinkt der Bildungsstand schon mit der Zeit..., da diese nicht weitergegeben wird, bzw. in den wenigeren Fällen.
Es ist auch Fakt, dass oft die falschen Menschen Eltern werden - jedoch völlig unabhängig vom Bildungsstand.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach
Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. Albert Schweitzer
|
|
|
An.Di.
der Sommer, der bis auf April keiner war ists chon vorbei :-(
Tastaturquäler
Offline
Beiträge: 1206
|
 |
« Antworten #3 am: 25. Jan 2005, 13:43 » |
|
Leider ist das aber so, dass damit das Problem nicht an der Wurzel angepackt wird. Eine richtige Förderung der sozial Schwachen würde diese hohen Geburtenrate der unterschiedlichen Sozialklassen relativieren. Es ist aber eine Unverschämtheit von den sozial Schwächeren zu verlangen weniger Kinder in die Welt zu setzen. Ich finde auch die Ein-Kind-Politik total unter der Würde des Menschen. Wenn dieser Politiker von seinem Gehalt etwas abgeben würde, dann hätten vielleicht der eine oder andere sozial Schwache die Möglichkeit seinen Sozialstand zu verändern. Ich finde auch die Bezeichnung "falsche Eltern" nicht in Ordnung. Der menschliche Trieb so wie bei jedem Lebewesen auf der Erde ist es, sich fortzupflanzen um somit seine Spezies überleben zu lassen. Es gibt sicherlich auch "falsche" Eltern, die sich mit dem Kinder bekommen erhoffen eine neue Chance zu bekommen. Das ist auf jeden Fall eine unmenschliche, diskriminierende Aussage. Und die Politik hat nicht damit versagt, das angeblich die "Falschen" Kinder bekommen, sondern darin, dass die sozial Schwachen nicht mehr gefördert werden. Sollen somit die sozial-Schwachen ausgerottet werden?? Sorry, aber ich bin über so eine Aussage extremst schockiert. Ich finde für diese Meinung kaum Ausdrücke. Das hört sich für mich sogar ein wenig nach 3. Reich an. Ausrotten einer Lebensform. Wenn man den Gedanken witerspinnt sollten auch die ganzen "armen" Länder keine Kinder mehr bekommen. Dort sind die Kinder, wie bei uns, aber auch die Grundlage zur Altersversicherung. Die Kinder pflegen letztendlich ihre Eltern. Ganz egal, wie reich, wie arm und was für ein Arbeitergrad diese Familie besitzt/besaß. Ich finde das wäre ein großer Schritt zurück, welcher mich sehr traurig stimmt und mich für so eine Aussage schämen lässt.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gruß, An.Di.
|
|
|
~Luna~
Forummama
Administrator
Luna´s Alptraum
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 25233
Alter: 35
Herkunft: Unbekannt
|
 |
« Antworten #4 am: 25. Jan 2005, 13:55 » |
|
@An.Di, klar ist es übertrieben und traurig... und man will die Angelegenheit an der falschen Stelle anpacken. Der Artikel ist auch falsch formuliert, aber wenn man etwas darüber nachdenkt, ist der Kern der Aussage nicht falsch - sondern die Problembehandlung.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach
Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. Albert Schweitzer
|
|
|
An.Di.
der Sommer, der bis auf April keiner war ists chon vorbei :-(
Tastaturquäler
Offline
Beiträge: 1206
|
 |
« Antworten #5 am: 25. Jan 2005, 14:45 » |
|
@ Luna, so sehe ich das auch. Die Problembeahndlung ist die Falsche. Und eine einfache Lösung gibt es auch nicht, denn hinzukommt, dass Eltern aus sozial schwächeren Familien meist mehr Zeit haben, um sich um die Erziehung zu kümmern. Leider aber auch mehr sonstige Probleme, dass sie sich wiederum nicht richtig um ihre Kinder kümmern können. Andererseits Karriereeltern verwöhnen ihre Kinder mit materiellem, meist aus den Gründen ihr schlechtes Gewissen damit zu beruhigen nicht oft für das Kind da zu sein. Es gibt aber sowohl bei Akademikerfamilien wie auch bei sozial schwachen Familien Beispiele, dass es trotzdem geht ohne, dass die Erziehung darunter leiden muss (oder zumindest nur in geringem Maße). Das hat dann nichts mit dem Wohlstand sondern mit dem Menschenverstand zu tun. Ich hoffe jedoch, dass die FDP auf diese Äußerung reagiert! Und zwar nicht zustimmend!
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gruß, An.Di.
|
|
|
~Luna~
Forummama
Administrator
Luna´s Alptraum
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 25233
Alter: 35
Herkunft: Unbekannt
|
 |
« Antworten #6 am: 25. Jan 2005, 16:53 » |
|
Ich komme ja ursprünglich aus Polen und dort ist es normal, dass man studiert - ohne Studium, kein Job. Man sagt sogar ironisch, dass man sogar ein Studium für eine Putzstelle braucht Der Lebensstandart in Polen ist nicht so hoch, wie hier und trotzdem ist es möglich, dass jeder, der will, studieren kann. Ich weiß nicht, warum dass auch in Deutschland nicht möglich sein soll.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach
Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. Albert Schweitzer
|
|
|
kitten
Tastaturquäler
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 1101
Alter: 29
Herkunft: aus dem schönen ruhrgebiet
|
 |
« Antworten #7 am: 26. Jan 2005, 14:48 » |
|
Ich denke, man muss es etwas anders sehen...
Ees ist Fakt, dass Sozialschwachere eher und mehr Kinder haben, als die "Gebildeteren" - ist zum Teil nachvollziehbar, denn jemand, der studiert hat möchte auch beruflich weiterkommen und eine Familie hindert einen dabei, deshalb lassen sich diese mehr Zeit damit oder verzichten komplett.
Das ist aber nicht nur in Deutschland so.
Es ist aber auch meistens so, dass die Kinder, die in sozial schwachen Verhältnissen aufwachsen, nicht die Möglichkeit haben, eine höhere und bessere Ausbilung zu bekommen..., bzw. haben weniger Möglichkeiten in ihren Interessen gefördert zu werden.
Wenn dies aber immer so weiter geht, sinkt der Bildungsstand schon mit der Zeit..., da diese nicht weitergegeben wird, bzw. in den wenigeren Fällen.
Es ist auch Fakt, dass oft die falschen Menschen Eltern werden - jedoch völlig unabhängig vom Bildungsstand. daumen hoch!!.. sehe ich auch so
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
An.Di.
der Sommer, der bis auf April keiner war ists chon vorbei :-(
Tastaturquäler
Offline
Beiträge: 1206
|
 |
« Antworten #8 am: 26. Jan 2005, 15:16 » |
|
Da fällt mir spontan ein : Eine Kinderversicherung wäre cool. Anstatt den Solidaritätszuschlag oder acuh zusätzlich. 1% vom Bruttolohn. Aber wie gesagt, das ist spontan und nicht zu Ende gedacht. Mit dem Geld könnten ja dann Privatunterricht für Kinder in "ärmlichen" Familien finanziert werden. Oder Schulen für solche Kinder oder auch Horte oder Ganztagsbetreuungen.
Schließlich gibt es für Erwachsene fast jede sch.... Versicherung. Für die Kinder aber nicht. Es gibt die Sozial, die Renten, die Arbeitslosenversicherung. Aber eine Kinderversicherung wäre echt cool!
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gruß, An.Di.
|
|
|
|
Black
Gast
|
 |
« Antworten #9 am: 26. Jan 2005, 15:40 » |
|
Leider ist das aber so, dass damit das Problem nicht an der Wurzel angepackt wird. Eine richtige Förderung der sozial Schwachen würde diese hohen Geburtenrate der unterschiedlichen Sozialklassen relativieren. Es ist aber eine Unverschämtheit von den sozial Schwächeren zu verlangen weniger Kinder in die Welt zu setzen. Ich finde auch die Ein-Kind-Politik total unter der Würde des Menschen. Wenn dieser Politiker von seinem Gehalt etwas abgeben würde, dann hätten vielleicht der eine oder andere sozial Schwache die Möglichkeit seinen Sozialstand zu verändern. Ich finde auch die Bezeichnung "falsche Eltern" nicht in Ordnung. Der menschliche Trieb so wie bei jedem Lebewesen auf der Erde ist es, sich fortzupflanzen um somit seine Spezies überleben zu lassen. Es gibt sicherlich auch "falsche" Eltern, die sich mit dem Kinder bekommen erhoffen eine neue Chance zu bekommen. Das ist auf jeden Fall eine unmenschliche, diskriminierende Aussage. Und die Politik hat nicht damit versagt, das angeblich die "Falschen" Kinder bekommen, sondern darin, dass die sozial Schwachen nicht mehr gefördert werden. Sollen somit die sozial-Schwachen ausgerottet werden?? Sorry, aber ich bin über so eine Aussage extremst schockiert. Ich finde für diese Meinung kaum Ausdrücke. Das hört sich für mich sogar ein wenig nach 3. Reich an. Ausrotten einer Lebensform. Wenn man den Gedanken witerspinnt sollten auch die ganzen "armen" Länder keine Kinder mehr bekommen. Dort sind die Kinder, wie bei uns, aber auch die Grundlage zur Altersversicherung. Die Kinder pflegen letztendlich ihre Eltern. Ganz egal, wie reich, wie arm und was für ein Arbeitergrad diese Familie besitzt/besaß. Ich finde das wäre ein großer Schritt zurück, welcher mich sehr traurig stimmt und mich für so eine Aussage schämen lässt. Daum hoch, bin ganz Deine Meinung @Luna, ich weiß nicht genau wie das heute in Polen ist, aber früher war das nicht so, das man studieren müßte um irgendwelche unwichtigen jobs zu bekommen, da spielte beziehung eine sehr große rolle. Der beste beispiel dafür bin ich, ich habe nach meine Schule nichtmal Abitur gemacht, und habe eine leitende position in eine firma bekommen, mit 19 Jahren, nur deswegen, weil meine Mutter dort gearbeitet hat. Ich gibs ja zu, ich hatte das wissen, und bin sehr gut zu recht mit meine arbeit gekommen, aber ich hätte den job nie bekommen, ohne beziehungen, und damals war halt so, beziehungen waren wichtige als Zeugnise
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
~Luna~
Forummama
Administrator
Luna´s Alptraum
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 25233
Alter: 35
Herkunft: Unbekannt
|
 |
« Antworten #10 am: 26. Jan 2005, 19:27 » |
|
@Black, ich spach von heute - zu kommunistischen Zeiten zählten die Beziehungen mehr  Heute liegt es an der sehr hohen Arbeitslosigkeit, dass man sich möglichst viel bildet um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Vitamin ist überall wichtig, aber heute hat sie nicht die Kraft wie damals.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach
Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. Albert Schweitzer
|
|
|
|
Black
Gast
|
 |
« Antworten #11 am: 27. Jan 2005, 07:34 » |
|
LUUUUNAAAAA  wo ich 19 war gabs kein komunismus mehr  so alt bin ich auch nicht 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Black
Gast
|
 |
« Antworten #12 am: 27. Jan 2005, 14:32 » |
|
Wieder ein Beweis, wieviele möglichkeiten, Kinder aus normalen familien haben Karlsruhe – Jetzt müssen unsere Studenten fürs Lernen bezahlen!
Das Bundesverfassungsgericht hat gestern entschieden: Die Bundesländer dürfen von den Studenten Studiengebühren erheben.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
~Luna~
Forummama
Administrator
Luna´s Alptraum
Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 25233
Alter: 35
Herkunft: Unbekannt
|
 |
« Antworten #13 am: 27. Jan 2005, 17:37 » |
|
Irgendwo habe ich einen Artikel gesehen, wo drin stand, dass ein Studium ca. 40.000 Euro kostet (incl. Unterhaltungskosten, Lektüre usw).
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach
Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. Albert Schweitzer
|
|
|
|