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Autor Thema: Gottes Ungerechtigkeit - Christen lamentieren viel ?  (Gelesen 1965 mal)
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« am: 25. Okt 2005, 19:19 »

Beschäftige mich grad mit der bhagavad-gita , einer Religion, älter als das Christentum.

Es wird auf den Dualismus, Gut - Böse, Erregt - Plegmatisch, Hell - Dukel eingegangen.

Wie kann ein Gott böse sein, der uns sagt, entsagt der marteriellen Welt, der um unseren Seelenfrieden bemüht ist ?
Für diesen Gott gibt es diese Einschränkungen (Zeit, Raum, Tod) nicht, genau wie für unsere Seelen.
Deswegen erklärt sich der Weg des Weisen auch in Entsagung, im Ablegen von Sinnesfreuden - Leiden, Liebe - Hass, er findet seine Erfüllung in sich (Durch Yoga, Meditation, Leiten lassen durch die Überseele), und erkennt, dass er den Kreislauf des immer wieder geboren werdens (in der materiellen Welt) nur durch Erkennens seiner unsterblichen Seele und Abstand zur materiellen Welt entkommen kann.

Es ist in sich so schlüssig, und für mich ein Wunder, wie man damals ohne Wissenschaft und Technik solche Einsichten in die Welt haben konnte, zumal im Mittelalter im Christentum die Erde noch ne Scheibe war  grrrrr!

Da es für den Weisen (der erkannt hat) keinen Tod gibt, sondern sich Seelen mit Anhaftung an die materielle Welt nicht von ihr lösen können, und so immer wieder geboren werden, stellt sich die Frage nach Unglücken, Krankheiten, Katastrophen, Diebstahl, Kummer ... gar nicht.
Er macht niemanden schuldig ...
Er ist einfach gleichgültig.

Wenn ich da die verklemmten Christen betrachte.
Ständiges Beten, ständiges Bitten.

Beichten, um Sünden zu läutern ?
Um einen Freispruch vor Gott zu bekommen ?
Braucht man den ?
Gott hat uns doch freigesprochen.
Wir selbst müßten das nur auch tun ...  Rolling Eyes

Ich fühlte mich in der schulzeit immer unter Druck gesetzt.
Beichten mit der ganzen Klasse auf Abruf.
Was soll ich denn da blos erzählen ?
Beten und Lobgesinge auf den Herrgott in seinem Haus .
Eventuell bei einem pädo Priester ?  lacht
Oh man.
Was hab ich das damals gehasst.
Deswegen suchte ich wohl nie die Nähe dieser Interessengemeinschaft ...

Wenn ich aber sehe, wie einleuchtend, wie erleuchtend, wie sinnig, wie logisch die gita mir die Welt erklärt.
Ich frage mich, wie soetwas absurdes und konstruiertes wie die Bibel sich so verbreiten konnte.
Hier wirkt nichts konstruiert.

Wir Menschen in der materiellen Welt suchen Antworten Draußen (Mit Teleskopen, Mikroskopen, Infrarot, Mathematik).

Oh ja, zugegeben kann man damit Strukturen der Gesetze der materiellen Welt in Bezug zur Geistigen und Ihren Dimensionen darstellen (Siehe den Lebensbaum der Kabballa).
Das ist durchaus nützlich, um die Sinne und den Intellekt an das Geheimnis heranzuführen.
Es zeigt aber nur Aspekte.
Ein Mensch hat nunmal Sinne fürs Materielle, die im Hirn auch noch anders interpretiert werden.
Wie könnten wir jemals das erkennen (mit den äußeren Sinnen).

Erkenntnis ist möglich über innere Einkehr.
Yoga und Meditation sind laut der Gita Mittel dazu.

Es ist ja nicht so, dass unsere Sinneswelt unnötig, unnütz wäre.
Aber Angst um sie (oder um uns) brauchen wir nicht zu haben.
Ist sie doch für unsere Seelen da, um (wieder ? ) zu Gott zu gelangen.

Laut der Gita ist dem Autor schon klar, dass die Welt endlich ist (vor Christus  unter die Lupe nehmen  ), aber er schreibt, dass sie immer wieder neu erschaffen wird (Urknall ? ).

Das ist so faszinierend, weil parallelen zu wissenschaftlichen Erkenntnissen neuerer Zeit usw.

"Loslassen können" wird ja auch ganz unspektakulär beim Autogenen Training usw. gelehrt.
Es sind so die kleinen (erfahrbaren) Dinge, die mich Einsteins Meinung anschließen lassen :
"Wenn ich die Bhagavad-Gita lese frage ich mich, wie der Höchste das Universum erschaffen hat ? Alles andere erscheint mir unbedeutend."
Aber er fragt das immer noch mit menschlichen Intentionen die materielle Welt zu erklären.
Eigentlich ist sie nur ein Phänomen, was der Erklärung (in sich) nicht bedarf ?
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Leute! Es ist Evolution!


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« Antworten #1 am: 25. Okt 2005, 19:50 »

hei krebsi!

das klingt ja teilweise so ähnlich wie in der stoa, da gibt es auch die

bona (das gute)
mala (das schlechte)
und die
ADIAPHORA (das gleichgültige wie leiden, schmerz, liebe,...)

Smile
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Freiheit ist die beste Bindung.



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