Klar können wir. Und wenn viel von mir drin ist, freut mich das besonders.
Luckystar

Ja.. es ist ziemlich viel von Dir. Eigentlich habe ich nur ein paar Kleinigkeiten verändert.
"Ich ging spazieren, und begegnete mir selbst..."
Eigentlich wollte ich heute bei diesem neblig trüben Wetter gar nicht aus dem Haus. Ich war noch richtig im Halbschlaf. Ich dachte an gestern Abend, und wie lange wir noch in der Disco gefeiert haben. Aber ich musste ja irgendwann aufstehen. Nun gut, das erste Bein aus dem Bett, das zweite hinterher geschoben, und ab Richtung Badezimmer. Die warme Dusche, bringt meine Sinne wieder in Schwung. Mir gingen so viele Dinge durch den Kopf. Meine Eltern sind zurzeit vereist, und ich war gestern Abend noch lange mit meinen Freunden unterwegs. Aber jetzt werde ich erstmal aufräumen und dann etwas spazieren gehen. Der benachbarte Wald lädt zu gemütlichen Spaziergängen ein.
Das Aufräumen der Küche und auch dem Wohnzimmer fiel mir gar nicht schwer. Also konnte ich nun meinen ersehnten Spazierweg in Ruhe vornehmen. Im Wald gibt es viel Ruhe, und vor allem die bunten Blätter, wie man sie im Herbst so schön sieht, bereiten mir Freude. Meine Kleidung bestand aus meiner Jeanshose, einem leichten Strickpulli und den Puma-Turnschuhen vom letzten Jahr. Zum Glück hab ich noch an den Türschlüssel gedacht, bevor ich die Tür leise hinter mir zugezogen hatte. Ich war noch gar nicht richtig wach. Viele Leute waren nicht unterwegs, vielleicht lag es an dem nebligen Wetter, vielleicht aber auch weil es gerade Mittagszeit war und die meisten eine warme Malzeit zu sich nahmen. So hatte ich den Wald fast für mich alleine. Meine Gedanken schweiften um den gestrigen Abend und um einen ganz besonderen Jungen, den ich einfach nicht mehr vergessen konnte.
Nach etwa einer halben Std. wurde mir ganz komisch. Es durchfuhr mich wie ein Blitz. Ein Zucken durchströmte meinen Körper. Ich schien auf einmal ganz woanders zu sein. Was war los? Was geschieht mit mir, waren meine Gedanken. Und dann sah ich es ganz klar vor meinen Augen. Da stand ich genau vor mir. Ja, es ist war, ich war auf einmal auf der anderen Seite meines ich’s. Ich konnte mir genau in die Augen schauen. Mir wurde ganz anders. So sah ich also aus. So bewegte ich mich. Ob ich mich selber ansprechen konnte? Ich tat es.
„Hallo“, sagte ich kleinlaut. Mehr fiel mir nicht ein. Und als Antwort erhielt ich dann. „Hallo Kleines!“ Diese Stimme erschreckte mich. Mir war diese Stimme ganz fremd. Wobei ich sie mochte, und auch den Klang in ihrer Stimme als wunderschön Sanft empfand. Ich hatte das Gefühl sie konnte alles was ich dachte ohne Worte hören. Zum Glück war es aber nicht so. Langsam kamen wir ins Gespräch und fingen an, wie alte Freunde miteinander zu plaudern. Wir kannten uns gerade eine halbe Std. und trotzdem waren wir eins. Da waren dann ein paar Kleinigkeiten, die ich gar nicht an ihr mochte. Diese seltsame Art wie sie redete, oder wie sie ständig mit der Hand durch ihre Haare fuhr, und wie sie während sie mit mir Sprach, ständig auf den Boden schaute. Doch irgendwie gefiel sie mir schon. Wie sie lächelte, während sie sprach, oder wie sich ihr Gesicht veränderte, wenn sie herzlich lacht. Ich fand es echt interessant. War ich denn genauso? Anscheinend doch. Und sofort war mir klar, es muss sich was ändern. Ich hatte in meinem Leben noch so viel zu lernen. Und diese Begegnung mit mir, zeigte mir, dass ich noch einiges ändern musste. Ich weiß nicht wie lange wir noch zusammen durch den Wald spazieren gingen. Es könnte 1 oder auch 2 Stunden gewesen sein. Die Zeit war so schnell vorüber. Und auf einmal war sie wieder verschwunden. Einfach so. Es war ein herrlicher Tag. Vieles hatte ich von mir in ihr wieder gesehen. Ich behielt diesen Tag für mich und erzählte niemanden davon. Das Leben ist doch etwas ganz besonderes…..