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Autor Thema: Kirche klagt gegen Einkaufen an Erntedank  (Gelesen 2359 mal)
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Mitglied durch Treffen überprüft Powergirl
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 Stats
« am: 25. Sep 2005, 00:21 »

Zitat
Lübeck - Die Kirche klagt gegen die Hansestadt Lübeck vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig. Der Grund: Der verkaufsoffene Sonntag am 2. Oktober fällt auf das Erntedankfest. Das berichten die Lübecker Nachrichten (Sonnabendausgabe).


Quelle: http://www.ln-online.de/news/archiv/?id=1719082

Wie denkt ihr darüber? Sollte an Feiertagen Einkaufsverbot sein?
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tamagothi
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 Stats
« Antworten #1 am: 25. Sep 2005, 08:18 »

Hat die Kirche angst dass die Leute lieber einkaufen gehen statt in die kirche? Ich denke wer wirklich in die kirche gehen will der geht auch - egal ob erntedankfest oder nicht. auf der anderen seite machen ja viele kirchen da auch feste bzw so stände, die werden dann sicher entäuscht sein.
Ist der Kaufsonntag denn jetzt kurzfristig beschlossen worden oder steht der schon länger fest? Wenn er länger feststeht hätten sie sich eher beschweren sollen.
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 Stats
« Antworten #2 am: 25. Sep 2005, 10:24 »

Kennst du nicht die Aktion "Ohne Sonntag gibt's nur noch Werktage"??

Ein Beispiel:
Zitat
„Ohne Sonntag gibt´s nur noch Werktage“

Aktion für den arbeitsfreien Sonntag

Selbstverpflichtungserklärung
„Ein unersetzliches Gut der Sozialkultur ist der Sonntag. Der Schutz des Sonntags ist immer wieder dadurch bedroht, dass ihm ökonomische Interessen vorgeordnet werden. Der Sonntag muss geschützt bleiben. Als Tag des Herrn hat er einen zentralen religiösen Inhalt. Er ist auch die gemeinsame Zeit der Familie, der Freunde und Nachbarn und damit ein wichtiges kulturelles Gut, das nicht zur Disposition gestellt werden darf.“ So heißt es im gemeinsamen Wort der Kirchen „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“. Wir ergänzen: „Die Heiligung des Feiertages ist ein göttliches Gebot und die Feiertagsruhe ein Geschenk auch für die Menschen, die sich an das Gebot nicht gebunden fühlen.“

Durch Sonntagsverkauf kommt unsere Region außer Atem

Was im Einzelhandel als Belebung angekündigt wird, bedroht in Wirklichkeit unser soziales Leben. Eigentlich soll der Sonntag als arbeitsfreier Tag den Menschen, besonders den Arbeitsnehmer schützen. Er verschafft die notwendige Zeit zur Erholung, der Begegnung, der Besinnung und der Lebensgestaltung. Wenn in unserer Region Arbeits- und Freizeit beliebig gewählt werden können, gehen Ruhe und Muße im öffentlichen Leben verloren.

Unser Leben braucht Unterbrechung

Der arbeitsfreie Sonntag ist wichtiger geworden, weil sich schon an den Werktagen feste Produktions- und Dienstleistungszeiten – und damit Arbeitszeiten- auflösen. Eine Unterbrechung der Arbeits- und Konsumzeiten der „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ ist notwendig.

Warum einkaufen, wenn andere feiern?

Sonntagsarbeit kostet das Wertvollste, was wir haben: frei verfügbare, soziale Zeit. Verkaufsoffene Sonntage stellen den Kommerz über die Bedürfnisse der Arbeitenden.

Diese Aktion für den arbeitsfreien Sonntag wird getragen von den oben aufgeführten Einrichtungen. Start der Aktion ist der 1.Mai 2005.

Wir wissen, nicht jede gewerbliche Arbeit am Sonntag ist vermeidbar. Arbeit, die dem Menschen dient    - z.B. im Krankenhaus oder im Rettungsdienst- ist sogar notwendig, da Not wendend. Unsere Aktion soll der individuellen Bewusstseinsbildung dienen und den vielfachen Forderungen nach Aufhebung des Ladenschlussgesetzes widersprechen.

Erklärung:

Ich setze mich für den arbeitsfreien Sonntag ein und bin deshalb gegen die Ausweitung der gewerblichen Sonntagsarbeit in Industrie, Handel und Dienstleistung. Ich bemühe mich, soweit irgend möglich, sonntags nicht gewerblich zu arbeiten und in meinem Bereich die Sonntagsruhe bewusster zu gestalten.


Quelle: http://www.kab-illerdonau.de/betriebsseelsorge/Selbstverpflichtungserklaerung.htm

Ich würde sagen, es geht nicht um die Leute, die "lieber einkaufen statt zur Kirche gehn", sondern um die, die dann arbeiten müssen.
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 Stats
« Antworten #3 am: 25. Sep 2005, 19:45 »

Mal ganz ehrlich, wieviele Menschen von den, die behaupten gläubig zu sein... gehen an solchen Feiertagen in die Kirche? Es gibt auch sooo viele Menschen, die es nicht tun und diese können dann arbeiten und ihren freien Tag anders dann nutzen. Wo ist denn das Problem?  Confused

Es gibt Firmen, die an Heilig Abend arbeiten müssen, und Heilig Abend wird eher gefeiert. An dem Tag wird jedoch meistens nicht bis abens gearbeitet - so kann man das in diesem Fall auch regeln.
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 Stats
« Antworten #4 am: 25. Sep 2005, 19:55 »

Aber Erntedank ist was ganz anderes, da geht nicht um das Feiern abends, aber egal...

Wenn wir, wie es eh geschehen wird, solche Zustände wie in einigen asiatischen Staaten kriegen, wo man nur wenige Tage Urlaub pro Jahr hat und die dann Jahrelang sparen muss, um wegfahren zu können wird man sich daran erinnern, dass man irgendwann mal die ganzen Feiertage hat wegfallen lassen...

Geo
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tamagothi
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« Antworten #5 am: 25. Sep 2005, 20:06 »

Es gibt genug Geschäfte die sich dem Kaufoffenen sonntag gar nicht anschliessen, weils zu teuer ist. Sie müssen zuviele  Zuschläge zahlen an die Mitarbeiter und das ganze System ist durcheinander, meist arbeiten diese ja im Rollsystem und die Leute haben ja trotzdem ein Anrecht auf ihren freien Tag.

Ausserdem gibts genug Leute die auch so Sonntags arbeiten müssen, die können ja auch nicht alle zuhause bleiben
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