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Autor Thema: DIHK-Chef Braun fordert niedrigere Lehrlingsgehälter  (Gelesen 2127 mal)
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« am: 31. Jul 2005, 12:52 »

Zitat
DIHK-Chef Braun fordert niedrigere Lehrlingsgehälter
Arbeitszeiten sollen angepasst werden

Handelskammerpräsident Ludwig Georg Braun hat niedrigere Gehälter für Lehrlinge gefordert. In einem Zeitungsinterview sagte Braun: "Eine Ausbildungsvergütung von bis zu 800 Euro ist für viele Betriebe einfach zu hoch. Mein Vorschlag ist, eine bundesweite Basisvergütung von 270 Euro einzuführen. Das könnte vor allem kleinere Betriebe für Ausbildung erschließen."...

hier weiter zum Artikel: heute.de
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« Antworten #1 am: 31. Jul 2005, 12:56 »

ich finde das überhaupt nicht gut!
die betriebe fordern auch flexibilität. in meinem ausbildungsberuf habe ich einmal im jahr ein paar wochen lehrgang mit den azubis aller BGen aus ganz deutschland.
sehr viele davon sind weit von zu hause weggezogen um eine ausbildung machen zu können.
wir verdienen zwar nicht schlecht.. aber selbst das reicht nicht wirklich wenn man miete bezahlen muss...und in großstädten wie hamburg sind das mal eben 300 euro.

man muss sich doch nur mal überlegen was ein auto kostet. ohne auto würde ich kaum zur arbeit kommen.. außer ich fahre ca. 2 stunden mit bus&bahn... und ich wohne nicht grade in einer kleinstadt sondern mitten im ruhrgebiet

mit 270 euro ist das nicht zu finanzieren
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« Antworten #2 am: 31. Jul 2005, 13:02 »

Ist das denn nicht so, dass man die Fahrtkarten gratis bekommt, wenn man als Azubi eine eigene Wohnung wg. der Lehrstelle haben muss? Als ich die Ausbildung gemacht habe war es so, das ist aber auch schon ein paar Jahre her.
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« Antworten #3 am: 31. Jul 2005, 15:59 »

die fahrkarte bringt dir aber dann auch nicht mehr viel. du bekommst auch mehr urlaub und einmal im monat geld für eine heimfahrt! viele familien können aber nicht auch noch die miete für die kinder bezahlen, wenn diese in einer anderen stadt leben müssen

ich habe auch meine eigene wohnung und ein auto. gut, man könnte sagen.. ich hätte auch noch zu hause wohnen bleiben können. immerhin bin ich nur innerhalb der selben stadt umgezogen. nur die situation lies dies nicht mehr zu...bei mir reichts aber auch nur, weil ich für eine azubine recht viel verdiene. kindergeld oder sonstige vergünstigungen gibts für mich leider nicht.
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« Antworten #4 am: 31. Jul 2005, 19:43 »

Ist das deine zweite Ausbildung? Weil Kindergeld steht dir solange zu, wie du eine erste Ausbildung komplett abgeschlossen hast.

ansonsten muß ich sagen, ist das keine gute Idee, da wie schon erwähnt, viele Azubi's sich Wohnung, Auto und Lebensmittel nicht mehr leisten können. Ich hatte insgesamt mit Kindergeld, BAB und Vergütung von Arbeitgeben 750€ und kam nicht zurecht.
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« Antworten #5 am: 31. Jul 2005, 20:45 »

nein, das ist meine 1. ausbildung. aber du darfst nicht mehr als knapp über 7000€ im jahr verdienen.. dann gibts nämlich kein kindergeld mehr.
also ist das, was du sagst nicht ganz richtig.

man kann nämlich unter umständen bis zum 27. lebensjahr kindergeld bekommen

und das mit dem BAB...nunja... ich kenne kaum welche die das bekommen.

der staat müsste dann die azubis mit anderen zuwendungen unterstützen, wenn das lehrlingsgehalt so niedrig ist...
und bekanntlich fehlt dem staat schon genug geld
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« Antworten #6 am: 01. Aug 2005, 15:55 »

Ich hatte BAB und Kindergeld bekommen und kam auf 750€insgesammt im Monat.  Surprised
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« Antworten #7 am: 01. Aug 2005, 18:36 »

dann kennst du das problem ja.. 750 € hören sich erstmal viel an..sind es aber nicht!
wenn man echt gut haushaltet kommt das grade mal hin! aber auch nur wenn man entweder kein auto oder ne super günstige miete hat
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« Antworten #8 am: 01. Aug 2005, 18:56 »

Ich hatte Auto und Miete, aber die Versicherung hat mein Vater noch bezahlt, trotzdem kam ich vorn und hinten grad so rum.
Klar kenne ich die Problematik, aber das mit dem Kindergeld ist für mich persönlich absurd, da es dir zusteht, solange du lernst genauso wie Unterhalt.
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« Antworten #9 am: 01. Aug 2005, 19:58 »

es gibt einen bestimmten satz für das kindergeld, wenn du drüber liegst gibts halt nichts mehr so ist das auch beim unterhalt.
das einzige, was jetzt geändert wurde ist, dass man die sv-beiträge vom brutto gehalt abziehen kann. so können noch einige glück haben und kindergeld bekommen..mit gaaanz viel glück und wenn meine werbungskosten ausreichen könnte ich doch wieder kindergeld bekommen.
ich kenne mich damit recht gut aus, da es teilweise mit meinem beruf zu tun hat!

ist ja auch richtig so.... es wäre auch unfair, wenn man mit  750 netto noch kindergeld bekommt. der staat muss eine grenze festlegen-
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