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Autor Thema: Behindertes Kind - Abtreiben oder bekommen?  (Gelesen 11838 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Yaso
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« am: 20. Jul 2005, 16:56 »

So inspiriert vom anderen Thema "Abtreibung" hier eine andere Ansichtsweise.

Wann ist das Kind für euch SO Behindert, dass ihr es nicht bekommen wollen würdet?

Denn Tatsache ist, dass die überwiegende Anzahl der Kinder keine angeborene Behinderung wie Trisomie21 (Down-Syndrom) oder sonstiges haben, sondern dass eine geisitge oder körperliche Behinderung unter der Geburt (z.b. durch Sauerstoffmangel) einhergeht.

Für mich persönlich jedenfalls wäre eine Trisomie21 KEIN Grund um Abzutreiben, denn heutzutage kann man das Kind gut fördern.

Eher... weiß jetzt kein gutes Beispiel - vielleicht das Syndrom des offenen Rückens, denn das ist ein sehr schlimmes Krankheitsbild.
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« Antworten #1 am: 21. Jul 2005, 17:25 »

ich mag mir darüber ehrlich gesagt gar keine gedanken machen. generell denke ich würde ich das kind bekommen, egal, was es hat oder haben könnte.
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« Antworten #2 am: 21. Jul 2005, 19:29 »

Habe eine Freundin die ein kind mit Downsyndrom hat, ist vor kurzem 2 geworden.

Sie fördert die kleine wo sie nur kann und die kleine ist ein Sonnenschein!

Und macht gute fortschritte!!!

Anfangs hatte sie auch an abtreibung gedacht sich dann aber ganz bewusst dagegen entschieden und mit der jetzigen Lösung ist sie auch am besten dran finde ich , sie wäre bestimmt seelisch zu Schaden gekommen, aber damit meine ich nur sie.

Die Entscheidung muss man aber jedem selbst überlassen finde ich und man muss es auch respektieren!!!!!!
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« Antworten #3 am: 21. Jul 2005, 19:41 »

Ich bewundere solche Entscheidungen sehr, dazu gehört eine große Portion Mu gut gemacht Ich weiß, dass ich es nicht könnte - aber ihr kennt wohl inzwischen meine allgemeine Einstellung zum Nachwuchs: ich will generell keinen.
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« Antworten #4 am: 21. Jul 2005, 19:46 »

Zitat von: "Richie"
Habe eine Freundin die ein kind mit Downsyndrom hat, ist vor kurzem 2 geworden.


heisst das, das sie zum zweiten mal schwanger von einem t-21 kind war?
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« Antworten #5 am: 21. Jul 2005, 20:25 »

Nein , sie hat zwei Kinder, aber davon hat nur das zweite Kind das Down Syndrom!

Und bei Ihr ist nicht bekannt woher das Downsyndrom kommt es ist kein familiärer (ist nachgeprüft worden) Grund.
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« Antworten #6 am: 21. Jul 2005, 22:27 »

Ich habe heute wieder das Mädchen gesehen was behindert ist. Also eins was bei uns im Dorf wohnt.
Ich denk mal sie ist geistig behindert weil sie keine Lähmungen hat die man sehen könnte.
Sie hat immer kurze Haare....fragt mich nicht warum. Ich denk mal sonst würde sie sich rausreißen oder so. Sie tut mir leid...weil sie sieht die anderen Mädchen und...ich müsste nur etwas älter sein als sie.
Ich weiß nicht was ich in so einer Situation tuen würde, wenn ich wüsste mein Kind würde genauso werden wie dieses...wenn man das Gefühl hat das ein Lebewesen im Bauch herran wächst...ich kann mir das eben nicht vorstellen...aber eigentlich würde ich es nicht wollen das ein Kind nicht frei spielen kann ohne von anderen Kindern auf der Straße gehänselt zu werden...
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« Antworten #7 am: 21. Jul 2005, 23:33 »

ist schon schwierig, käme wohl auch darauf an. generell bin ich aber erstmal gegen Abtreibung
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« Antworten #8 am: 21. Jul 2005, 23:43 »

Das ist eine schwer Entscheidung. Kommt darauf an wie schwer die behinderung sein wird. Wenn es so schlimm ist das das Kind niemals für sich selber sorgen kann, dann würd ich wahrscheinlich abtreiben. Als Eltern lebt man ja auch net ewig und wie solls dann weitergehn, wer kümmert sich ...???
Voeallem in der heutigen Zeit ist es schwer damit zu leben. Auch Kinder können schon sehr grausam sein wenn wer anders ist als sie selbst und verspotten einen, das muss nicht mal was besonderes sein. Weiß wie sie sein können, arbeite im Kindergarten.
Könnt noch endlos zu diesem Thema weiter schreiben. Aber eine Entscheidung dazu muss jeder für sich selber Treffen und man darf eien nicht als schlechten Menschen sehen wenn er so was macht.
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« Antworten #9 am: 22. Jul 2005, 07:31 »

Zitat von: "Kleiner Engel"
Aber eine Entscheidung dazu muss jeder für sich selber Treffen und man darf eien nicht als schlechten Menschen sehen wenn er so was macht.


Nun ja, ob Jemand einen Anderern verurteilt deswegen, ist auch Jedem selbst überlassen. Kommt halt immer darauf an, wo für einem selbst die Grenze ist. "Nur" weil mein Kind nicht selbstständig leben kann, würde ich es nicht abtreiben wollen. Selbst wenn mein Kind mit 7 sich eine Querschnittslähmung holen würde, hätte ich doch während der Schwangerschaft auch nicht ans Abtreiben gedacht.

Ist deshalb schwierig, weil man selbst über das Leben eines Anderen entscheidet. Vielleicht wäre dieses Kind/dieser Mensch selbst gerne auf die Welt gekommen, trotz Behinderung!? Doch im Bauch der Mutter kann es wohl kaum selbst entscheiden, womit man von außen eine hohe Verantwortung hat. Ich wollte nicht mit der Ungewissheit leben, ein Leben zu töten, welches vielleicht sehr gerne gelebt hätte.
Somit ist bei mir die Grenze, wann und ob ich dafür wäre ein Kind abzutreiben sehr sehr hoch.
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« Antworten #10 am: 22. Jul 2005, 10:46 »

Es gibt wirklich viele Ansichten..und alle sind irgendwo einleuchtend.
Sagen wirs mal so...wenn ein Mensch sein Baby abtreiben würde, weil es nie für sich selber sorgen kann, dann würde ich ihm das nicht verübeln noch ihn dafü verurteilen. Wie ich es selber machen würd weiß ich nicht...
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« Antworten #11 am: 22. Jul 2005, 13:01 »

ich kann da jetzt nichts zu sagen. warscheinlich muss man erst in der situation sein...
da ich eh keine kinder haben will werde ich hoffentlich nie vor so einer entscheidung stehen

ich glaube auch nciht wirklich, dass ich damit klar kommen würde.... trotzdem bin ich davon überzeugt, wenn es sein muss würde es schon irgendwie gehen.
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Yaso
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« Antworten #12 am: 23. Jul 2005, 14:13 »

Wie schon im Anfangspost erwähnt, kann man die meisten Behinderungen erst NACH der Geburt feststellen.

Allerdings gibt es auch einige vorgeburtliche Untersuchungen, dessen Ergebnis erst sehr spät vorliegt. Und da kann es schonmal vorkommen, dass man das Kind dann im Bauch schon richig spürt und ich weiß nicht, ob ich DANN abtreiben könnte. Egal ob nun behindert ist oder nicht.

Auf der andern Seite haben hier einige schon gesagt: "Ich könnte das Kind nicht bekommen, wenn es nicht für sich selbst sorgen kann".
Das kann ich auch verstehen, denn wenn man selbst nicht 100% JA zum Kind sagt, dann kann man sich nicht so darum kümmern, wie es zwingend notwendig ist.

Man sollte sich das aber schon vorher überlegen, denke ich. Denn wenn man schwanger ist, dann gehen die Wochen schneller rum, als man denkt. Und ruck zuck sind die Wochen rum, in denen man "legal" abtreiben kann.
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« Antworten #13 am: 23. Jul 2005, 20:16 »

ist es nicht so, dass bei einer festgestellten behinderung noch nach den 12 wochen abgetrieben werden darf???
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« Antworten #14 am: 23. Jul 2005, 20:18 »

Zitat von: "kitten"
ist es nicht so, dass bei einer festgestellten behinderung noch nach den 12 wochen abgetrieben werden darf???

So weit ich weiß, ist es auch so, aber nur bei einer stärkeren Behinderung.
Wie gesagt, ich habe große Achtung, vor Menschen, die sich entscheiden, ein behindertes Kind zu bekommen. Ich z. B. müsste schwer schon überlegen, ob ich das Kind bekommen würde, wenn ich schwanger wäre, da ich keine Kinder haben möchte - deshalb habe ich mir noch nie Gedanken über eine Variante mit Behinderung Gedanken gemacht.  Confused
Trotzdem kann man so etwas nicht vorher sagen, denn wenn man in der Situation ist, könnte man sich trotzdem anders entscheiden, als man es vorher angenommen hat.
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« Antworten #15 am: 23. Jul 2005, 20:35 »

Ja is wirklich alles sehr kompleziert...

@ Luna - warum willst du keine kinder? wenn ich fragen darf...


Dis schlimmste was ich finde:

eine Freundin von uns, war schwanger und dis kind war gesund... und bei der geburt hat der arzt gefuscht...irgendwie das kind verdreht oder so...kA jedenfalls ist das kind jetzt gelähmt...und sie wissen auch nicht in so fürhen stadion ob sie auch taub ist...oder blind...

dis is sone schweinerei...ey
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« Antworten #16 am: 23. Jul 2005, 20:41 »

Zitat von: "O'"
@ Luna - warum willst du keine kinder? wenn ich fragen darf...

Ich finde mein Leben, so wie es ist schön und ein Kind passt da nicht rein. Ich bin eher der Arbeitsmensch, kein Muttertyp, außerdem habe ich genug Freundinen, die Mütter sind und ich würde niemals mein Leben gegen dieses der Freundinnen tauschen wollen, das stelle ich bei jedem Besuch fest  Wink Kinder mag ich aber trotzdem, habe beschlossen lieber eine gute Tante zu sein, als eine eher schlechtere Mutter. Außerdem kann mein Freund sowieso keine Kinder zeugen, von daher passt es auch Smile
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« Antworten #17 am: 23. Jul 2005, 20:48 »

aso:)

bei mir ist es so, dass ich versuche zu erst meine karriere als Filmemacher zu erreichen...und dann würd ich gerne eine Familie gründen...
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doc
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« Antworten #18 am: 23. Jul 2005, 22:30 »

Meine Freundin hat vier Kinder, zwei davon sollten Downsyndrom nach den Ärzten haben
Bei der zweiten Schwangerschaft wurde in der 23 ssw ein sogenanten Tribbeltest gemacht, mit Befund Downsyndrom
Meine Freundin sagte scheiss drauf auch die Kinder Leben und können inzwischen Glücklich sein.....
Das zweite Kind ist Gesund, und das vierte ebenfals, wo an der Nackenfalte eine Messung in der ca 26 ssw gemacht wurde
Bei beiden Befunden wurde ihr eine Not Abtreibung angeboten, ihre Worte vergess ich nie
"Ich seh das Herz schlagen, ich seh den Kopf das Körperchen, die Ärmchen die Beinchen, spüre die Bewegung, Nein das Baby will Leben also soll es das auch, es soll Glücklich werden, und so Gott will werd ich dem Baby alles geben was es braucht"

Ich find sie macht ihre Sache gut, und find es schön das sie Vier Gesunde kinder hat

Und ich bibber momentan auch das ich entlich mal den Goldenen Schuss abgegeben hab :ei: Smile
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« Antworten #19 am: 24. Jul 2005, 13:46 »

@doc, heißt es, dass die Ärzte behauptet haben, dass sie ein Kind mit Downsyndrom bekommen wird, und das Kind war vollkommen gesund, als es zu Welt kam? bzw. Du scheibst von mehreren..., also wurde jedes Mal ein Down Syndrom vermutet?

Die Worte Deiner Freundin sind/waren sehr schön!
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« Antworten #20 am: 24. Jul 2005, 18:34 »

Zitat von: "~Luna~"

Die Worte Deiner Freundin sind/waren sehr schön!


@ doc : dem kann ich mich nur anschließen! Da hört man die Liebe einer Mutter heraus. Einer Mutter, die ihr Kind liebt, wie es ist
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Gruß, An.Di.
doc
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« Antworten #21 am: 25. Jul 2005, 11:48 »

Zitat von: "~Luna~"
@doc, heißt es, dass die Ärzte behauptet haben, dass sie ein Kind mit Downsyndrom bekommen wird, und das Kind war vollkommen gesund, als es zu Welt kam? bzw. Du scheibst von mehreren..., also wurde jedes Mal ein Down Syndrom vermutet?


Ja das Zweite Kind und das Vierte, beide über der 20 ssw, ich glaub gelesen zu haben, Abtreibung geht nur bis zur 12 ssw glaub ich
Sie hat sich auf ein Kind mit Downsyndrom eingestellt, sich über alles und überall Schlau gemacht
Als es dann soweit war, hörte und sah sie das Ihre Kinder Gesund sind
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« Antworten #22 am: 25. Jul 2005, 11:58 »

@ all : eindeutig ein weiterer Grund nicht abzutreiben, auch wenn eine Behinderung festgestellt wird.
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« Antworten #23 am: 25. Jul 2005, 12:19 »

Also muss man einfach Hoffen und sich damit abfinden...dir Ärtze haben auch nicht immer Recht Wink
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« Antworten #24 am: 25. Jul 2005, 14:43 »

Wenn ich mal schwanger werde steht es 50 zu 50 das mein Kind mal behindert ist oder eben nicht. Das kann man ab der 9 ssw feststellen. Hab selber keine Behinderung nur einen Gendefekt der aber wie gesagt sich zu 50% negativ entwickeln kann.
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« Antworten #25 am: 25. Jul 2005, 14:48 »

wenn ich fragen darf was genau für ein gendefekt ist das den kleiner engel?
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Yaso
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« Antworten #26 am: 26. Jul 2005, 13:56 »

Ich weiß jetzt nicht genau, bis zu welcher Woche man wie Abtreiben kann.

Aber wenn die "legale" Ablauffrist fürs Abtreiben vorbei ist, dann MUSS das Kind entweder behindert sein oder aus einer sexuellen Gewalttat herausstammen. Wie gesagt, wie lange man Abtreiben kann, da müsste ich mich schlau machen.

Des weiteren kann es durchaus sein, dass man bei den vorgeburtlichen Untersuchungen feststellt, das Kind könnte/wird eine Behinderung haben, die sich aber später NICHT bestätigt.

Deswegen ist diese ganze vorgeburtliche Diagnostik ebenfalls in Frage zu stellen.
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« Antworten #27 am: 26. Jul 2005, 16:01 »

Die ersten 12Wochen, wenn ich mich nicht irre.
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« Antworten #28 am: 26. Jul 2005, 17:43 »

12 wochen darf man legal abtreiben.
wenn ich mich nicht irre... dann dürfen behinderte kinder sogar bis zum 5. monat abgetrieben werden.
ich konnte jetzt nur so schnell nichts im internet finden...

luna ist da sicherlich schneller erfolgreich  Smile
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« Antworten #29 am: 26. Jul 2005, 19:15 »

Neurofibromatose (NF) bzw. Morbus Recklinghausen ist eine Erbkrankheit mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Schwere und Art des Verlaufes lassen sich bis heute nicht vorhersagen. In Deutschland gibt es ca. 40.000 Betroffene. Die Krankheit wird autosomal (direkt) vererbt. 50% der Betroffenen haben sie ererbt. Bei den anderen 50% tritt sie als Spontanmutation auf. Die Krankheit ist nicht heilbar aber vielfach gut therapierbar. Hauptmerkmal der Krankheit sind hellbraune Hautflecken (Café-au-lait Flecken) und Neurofibrome. Bei Neurofibromen handelt es sich um gutartige Geschwülste bestimmter Nerven- und Bindegewebszellen. Sie können sich an jedem Körperteil bilden. Man unterscheidet heute vor allem 2 Formen der Neurofibromatose, die unterschiedlichen Erkrankungen entsprechen: Neurofibromatose Typ 1 wird verursacht durch Genveränderungen auf Chromosomen 17 und weist mindestens 2 der folgenden Merkmale auf: Neurofibrome (auch plexiform); Café-au-lait-Flecken (mind. 6 Stk); Skoliosen; Tumoren am Sehnerv; Irisknötchen; Axillary Freckling; Lern-, Leistungs- und Verhaltensstörungen (z.B. ADS); Knochenveränderungen. Neurofibromatose Typ 2 wird verursacht durch Genveränderung auf Chromosomen 22 und weist folgende Merkmale auf:Tumoren am Hörnerv (Akustikusneurinomen); (wenige) Café-au-lait Flecken, Hirntumoren und Tumoren der Wirbelsäule; Linsentrübung (des Auges)Irisknötchen

ich selber hab nur die mehrere Café-au-lait-Flecken und Irisknötchen die aber so nicht zu sehen sind.  aber man kann nicht sagen wie es sich auf das ungeborene übertrgt es kann dann eben Tumoren am Hörnerv , Sehnerv oder Hirntumoren und Tumoren der Wirbelsäule haben. Es können dadurck körperliche als auch geistig behinderte Kinder auf die Welt kommen.
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« Antworten #30 am: 28. Jul 2005, 20:55 »

Möchtest oder hast du denn Kinder, Kleiner Engel?
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« Antworten #31 am: 28. Jul 2005, 21:04 »

Hab noch keine Kinder, möcht aber schon mal welche.
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« Antworten #32 am: 29. Jul 2005, 07:55 »

Für mich ist die Chance, ein BEHINDERTES Kind zu kriegen, kein Überlegen wert. Für mich würde "nur" das Kind zählen, egal ob behindert oder nicht. Wenn ich mich für Kinder in der Lage fühle, dann wahrscheinlich auch für ein behindertes.

Ich habe teilweise in einer Behinderteneinrichtung gearbeitet und es ist echt ein körperlicher Kraftaufwand (je nach Behinderung); aber wenn ich Teenies so vergleiche, ist es für mich psychisch schwieriger, die tagtäglichen Konfrontationen und Diskussionen durchzuhalten und ruhig und fair zu bleiben als dann den körperlichen Aufwand einer Intensivpflege.

Klar gibt es bei behinderten Kindern auch enormen seelischen Stress, aber...

Die Frage nach Abtreibung eines eventuell behinderten Kindes wird ja oft mit der persönlichen Kraft intensiver Rundumpflege verbunden.

Für mich ist Kind Kind, egal ob behindert oder nicht! Und einen Vorteil hat es, ein behindertes Kind zu haben... Die richtigen Muttertiere unter uns können es gaaaaanz lange beknuddeln, was sich ein gesunder Teenager nicht mehr gefallen lässt.

Ich selbst habe eine Freundin, die Neurofibromatose hat. Sie hat gelernt, damit zu leben und sich zu arrangieren. Sie hat zwei Kinder, die immer mal wieder zur Kontrolle müssen, aber bis her... Alles gut! Sie hat aber auch zwei Kinder verloren (1 Abgang, 1 Lebendgeburt). Sie vermisst ihre Kinder heute noch.

Dir "kleiner Engel" alles alles Liebe und ganz viel Kraft für Dein Leben! Vielleicht kann ich ein klein bischen nachempfinden, was Du alles durchmachen musst. ~ Ich hab fast ständig Angst um meine Freundin. Sie hat diese dinger leider auch im Kopf und in der Wirbelsäule. Ständige Kopfschmerzen sind "nur" ein Symptom.

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« Antworten #33 am: 29. Jul 2005, 09:40 »

@Lindgrün, wie kommst Du jedoch auf den Erzieher Job?
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« Antworten #34 am: 29. Jul 2005, 10:20 »

Ich hab in der damaligen DDR kirchliche Kindergärtnerin mit Zusatzausbildung für körperlich und geistig Schwerstbehinderte gelernt und abgeschlossen. Vorher hab ich eine Ausbildung zur Krippenerzieherin gemacht (die aber nicht ganz abgeschlossen).

Ich wollte schon immer was mit Kindern machen. Ich liebe Kinder. Sie sind unsre Zukunft und unser Vermächtnis. Ich wollte es besser machen als meine Mutter. Es hat mir einfach Spass gemacht und war mehr Spass als Job.

Der Unterschied zwischen Mutter und Erzieherin sein ist eben der, dass Du als Erzieherin irgendwann Feierabend hast und als Mutter nicht. Und durch meine Vorschädigung dachte ich, dass niemals zu packen.

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« Antworten #35 am: 29. Jul 2005, 10:29 »

Zitat von: "Yaso"
Ich weiß jetzt nicht genau, bis zu welcher Woche man wie Abtreiben kann.

Aber wenn die "legale" Ablauffrist fürs Abtreiben vorbei ist, dann MUSS das Kind entweder behindert sein oder aus einer sexuellen Gewalttat herausstammen. Wie gesagt, wie lange man Abtreiben kann, da müsste ich mich schlau machen.

Des weiteren kann es durchaus sein, dass man bei den vorgeburtlichen Untersuchungen feststellt, das Kind könnte/wird eine Behinderung haben, die sich aber später NICHT bestätigt.

Deswegen ist diese ganze vorgeburtliche Diagnostik ebenfalls in Frage zu stellen.


@Ich kann dir da eine Antwort geben: Man kann das Embryo bis zur der 40 Schwangerschaftswoche abtreiben lassen. Aber es muss bestimmte und gravierende gründe dafür geben...und es gibt in Deutschland nur zwei Ärzte die das dann ab der 20. Woche auch durchführen.
Es wird auch alles legal gemacht, aber die Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft werden informiert, weil es in dem moment als "mord" angesehn wird.
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« Antworten #36 am: 29. Jul 2005, 11:50 »

bis zur 40. woche? das ist ja der reinste wahnsinn... sowas sehe ich auch als mord an und kann das in keinster weise unterstützen!!!!
das ist ja quasi ein "fertiges" kind... wenn ich mir das vorstelle...oh nein.. was müssen das für gründe sein... und vorallem wie kann eine mutter so etwas entscheiden?!
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« Antworten #37 am: 29. Jul 2005, 11:57 »

Ich finde es aber auch schlimm ein gesundes kind in der ersten wochen abzutreiben...denn leben ist leben ob es in der 1. woche oder in der 40. Woche ist...
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« Antworten #38 am: 29. Jul 2005, 15:01 »

40 SSW?
Dann kannst du gleich Gebären
Ein Baby ist Heut zu tage schon ab der 23 SSW Lebensfähig
Und was ist wenn das Baby gesund zu welt kommt, und dann durch Komplikationen Behinderung davon trägt?

Risiko gibt es immer und überalle.....
Garantie gibt es nur bei Media Markt.....Aber Babys hab ich da noch nicht gesehn kopfkratz
Lindgrün Kompliment[/b]

Durch einer Fruchtwasser Untersuchung bis zur 15 SSW , kann man Eindeutig  feststellen lassen was mit dem Kind ist

Herausgefunden werden kann : Geschlecht , gene, Behindert oder Gesund.....
Halt das Wichtigste
Meine Freundin wollte dies aber nicht da sie zu Spät war (über 20 SSW) , hätte das trozdem lassen machen können....Aber Ihr war das zu gefährlich da  1999 zwei Babys dadurch gestorben sein sollen.....
Eins soll wohl im Köpfchen und eins im Bauch getroffen sein sollen.....

Ich weiss es nicht, ich geb es nur so weiter

Aber das wäre eine möglichkeit und vor der 8 SSW wohl auch Ungefährlich......
Durch den Bauchnabel fahren die mit einer Nadel in die Fruchtblase, zapfen etwas Fruchtwasser ab und dieses wird Untersucht und sagt alles was dem Baby betrifft

Entweder auf eigenen Wunsch, kostest dann, oder es muss ein Verdacht vorliegen....
Wo in der Familie was ist mit Behinderung wird es auch von der Kasse übernommen
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« Antworten #39 am: 29. Jul 2005, 20:17 »

Eine solche Fruchtwasseruntersuchung muss aber auch für die Mutter ziemlich schmerzhaft sein  Surprised

Ich denke, dass nur in höchstbesonderen Fällen noch in der 40 Woche noch abgetrieben werden kann, z. B. wenn das Leben der Mutter auf dem Spiel steht oder bei Tod des Kindes usw - ich habe keine Ahnung. Ich habe versucht es zu ergoogeln, scheint es aber schwieriger zu sein als ich dachte.

Habe aber diese Seite gefunden: abtreibung.de
« Letzte Änderung: 24. Sep 2007, 14:47 von ~Luna~ » Gespeichert

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Yaso
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« Antworten #40 am: 03. Aug 2005, 18:16 »

² doc: Du kannst bei der Fruchtwasseruntersuchung zwar vieles feststellen aber nicht alles! Außerdem liegt die Fehlgeburtsrate bei 1 %. Das heisst von 100 Frauen verliert eines ihr Kind und das finde ich schon sehr beträchtlich. Man sollte sich sowas dann doch genau überlegen.

² Luna: Stimmt, denn wenn sich in der 40. SSW rausstellt, dass mein Kind eventuell mein Leben gefährdet... Wie entscheidet man sich dann? Bekommt man das Kind, obwohl man selbst dadurch sterben kann oder opfert man sich quasi für das Lben des Kindes auf?
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« Antworten #41 am: 04. Okt 2005, 18:23 »

eine generelle Meinung hab ich dazu nicht, aber ich persönlich würde wohl abtreiben!! Nicht das ich das kleine Würmchen deshalb weniger lieben würde, nur zweifle ich daran das ich es hinkriegen würde, bestmöglich für mein Baby zu sorgen, und dann würde ich es schweren Herzens wohl abtreiben!! Könnte ich jedoch nicht mehr abtreiben, würde ich das kind jedoch nicht abschieben, sondern es irgendwie versuchen hinzukriegen
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