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Autor Thema: Studie: Wer Gewalt erlebt, wendet selber Gewalt an  (Gelesen 3638 mal)
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« am: 30. Mai 2005, 11:44 »

Zitat
US-STUDIE ÜBER SCHUSSWAFFEN

Gewalt ist ansteckend

Wer als Jugendlicher eine Schießerei miterlebt hat, greift später häufiger zur Waffe als andere Gleichaltrige. Wie US-Forscher herausfanden, entscheidet eher die Gewalterfahrung als das soziale Umfeld darüber, wie gewalttätig Menschen werden...

weiter zum Artikel bei: spiegel.de

Ich denke, dass man das nicht nur auf Waffen, sondern auf allgemein. aggressives Verhalten beziehen kann.
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Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach

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« Antworten #1 am: 30. Mai 2005, 14:21 »

Ich habe das auch schonmal gehört. Allein auch das wenn man geschlagen wurde, selber Gewalt anwendet. Einerseits, denk ich das es damit zusammen hänge könnte, das man bei Mum und Dad somit gelernt hat wie sie sich durchgesetzt haben. Aber andererseits ist es unlogisch, weil doch ein Kind weiß wie verletztend das war und will seinen Kindern das doch ersparen...
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An.Di.
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« Antworten #2 am: 30. Mai 2005, 23:48 »

@ Micky : richtig, das Kind weiß es. Aber als Erwachsener denkt der Mensch dann anders. Die Zeit heilt Wunden, man vergisst und überspielt "hat mir ja auch nicht geschadet" heißt es dann. Haben wir in einigen Threaden aber auch schon durchgekaut. Vor allem eben auch, dass man gerade das Gegenteil aus diesem Grund macht/machen kann. Somit ist man so oder so beeinflusst und geprägt ducrh die Kindheit.
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Gruß, An.Di.
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« Antworten #3 am: 31. Mai 2005, 15:42 »

Auch wenn ich als Kind/Jugentlicher prügel von meinen Eltern bekommen hab, schlag ich jetzt wo ich Erwachsen bin nicht zu....
Ich weiss das es Weh tut, ich weiss was man einem Menschen damit antut....

Also Fazit, es trift nicht auf alle Geprügelten Kinder zu!
Vieleicht weil ich gelernt hab meine Agresivität anders zu verarbeiten, ich werde mich Hüten, Kinder oder Frauen zu schlagen geschweige denn Umzubringen.... so nicht

Und nein es ist nicht nur daher geschwaffelt, es ist so, und bleibt so, man kann auch jemanden mit Worte auf die Knie zwingen und nicht durch Schläge!!
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« Antworten #4 am: 31. Mai 2005, 18:45 »

hi doc, das meinte ich mit "das Gegenteil machen". Ist natürlich auch durch Deine Erfahrung beeinflusst. Wobei ich Deine Einstellung (bis auf "mit Worten in die Knie zwingen") absolut Deiner Meinung und finde das auch gut.
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Gruß, An.Di.
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« Antworten #5 am: 16. Jun 2005, 18:01 »

Mh...es muss nicht nur auf geschlagene Kinder der Familie zutreffen!
Wenn ein Kind auf dem Schulhof verprügelt wurde, merkt es ja genauso wie sich die anderen durchsetzten!
Also, könnte er dieses auch bei den eigenen Kindern anwenden.

Aber ich denke es gibt andere Arten der bestrafung.
Die Frage ist nur was man machen will wenn man die Kontrolle verliert. Das wäre auch meine Angst wenn ich einen Sohn bekomme, der dann größer ist und gegen mich rebelliert. Ich wüßte nicht weiter. Aber soweit ist es ja noch nicht Wink
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« Antworten #6 am: 16. Jun 2005, 20:51 »

Zitat von: "*Micky*"
Ich wüßte nicht weiter. Aber soweit ist es ja noch nicht Wink


Ich denke, aber dass das mit der Zeit kommen würde. Du lernst damit umzugehen, wenn deine Kinder mal gegen dich rebellieren. Ich habe das mit den Kindern hier auch lernen müssen. Am Anfang wusste ich auch nicht, was ich machen kann und nun klappt es einfach.
Außerdem liegt es auch mit an der Erziehung, ob der eigene Sohn mal gegen vor geht oder nicht. Ich würde mich das bei meinen Eltern nie trauen. Da habe den nötigen Respekt.
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« Antworten #7 am: 16. Jun 2005, 22:08 »

@ Micky : da brauchst Du wirklich keine Angst davor haben Wink klar rebellieren die Jugendlichen zu hause (das weißt Du bestimmt auch Wink), aber dennoch verträgt man sich wieder. Wenn Du einen Sohn hast (sehe ich wie YOU) dann wägst Du mit diesem verhalten mit. Das Rebelllieren kommt nicht von heute auf morgen und ist auch ganz "normal" (wobei es ja auch welche gibt, die nicht rebellieren Wink) ansonsten wirst Du damit klar kommen. Außerdem gehört dies zum "Abnabeln" dazu. Loslassen, gehen lassen. Älter werden usw. Eltern neigen nunmal auch oft dazu einen Jugendlichen noch wie ein Kind zu behandeln, und da fangen die dann an zu rebellieren Wink
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« Antworten #8 am: 17. Jun 2005, 15:59 »

Wenn es soweit ist meld ich mich bei euch Smile Aber das wird hoffentlich noch seeeeehr lange dauern Smile
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« Antworten #9 am: 23. Jul 2005, 18:47 »

Also ich kann sagen es stimmt...
Ich habs selber durchgemacht...

zwar wurde ich nicht jeden tag zu brei gekloppt, aber aufs maul hab ich öfters was bekommen...

Und es stimmt, irgendwie baut sich innerlich ein Hass gegen lebewesen auf...
DIe Zeiten sind vorbei, trotzdem red ich kaum noch mit meinen eltern...generell könnte man sagen zieht man sich irgendwie eher für sich zurück...

Ich hab bis vor knapp 4-5 Jahren niemandem getraut...ncihtmal Freunden...irgendwie hat isch bei mir so der Hass gestaut, dass meine gewalt bereichtschaft extrem hoch war...

Ich bin froh dass ich durch eine sehr gute Freundin dis in den Griff bekommen hab...und ich sogar menschen vertraue... Wink

GEHEILT  könnte man meinen... nur iene macke ist geblieben und wird wohl auch immer bleiben...

Ich verzeihe nicht... wer mein Vertrauen bricht, den verzeih ich nie im Leben und ist für mich gestorben...

Aber ansonsten bin ich voll normal^^
nicht vorbestraft^^
und seit mehr als 3 Jahren keine Gewaltbereitschaft mehr...

Aber komisch ist es, dass man weis wei verletztend das ganze war und es trotzdem auch macht...das soll einer verstehn...
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« Antworten #10 am: 23. Jul 2005, 18:52 »

ich will nur klarstellen^^
dass ich kein aggressiver mensch bin...

Ich find Verbal kann man sich viel besser verteidigen als mit ziemlich sauer

die besste und lolligste verteidigung is Humor^^
man kann menschen so sauer machen...mit humor^^ ist nicht zu fassen lacht
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An.Di.
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« Antworten #11 am: 24. Jul 2005, 00:34 »

Zitat von: "O'"

Aber komisch ist es, dass man weis wei verletztend das ganze war und es trotzdem auch macht...das soll einer verstehn...


Hi O`
für mich ist das sehr logisch. Man wird unterdrückt. In der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Zum Teil wird auch Energie unterdrückt. Und man lernt eben durch das Vorleben der Eltern, dass sie dann erreichen, was sie wollen.

Erst Mal noch : Willkommen bei free2talk, lese gerade erst Dein zweites Post.

Darf ich fragen, wie Du von Deiner Gewaltbereitschaft bzw. Aggression los gekommen bist? Wohnstz Du noch zu Hause?
Es ist wichtig, dass Du weißt, dass sich Deine Eltern oder auch Andere strafbar machen, wenn sie Dich schlagen. Egal ob "einmal" die "Hand ausgerutscht" ist oder Du verprügelt wirst. Und das müsste Deinen Eltern auch klar sein.

Schade, dass das Unterdrücken mit Gewalt (egal ob psychischer oder physischer) nach wie vor in einigen Familien Gang und Gebe ist und auch verharmlost wird.

Hier hast Du auf jeden Fall ein offenes Ohr, ist natürlich nicht immer leicht darüber zu sprechen. Aber manchmal ist es einfacher darüber zu schreiben.

Ich wünsche Dir was!
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Gruß, An.Di.
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« Antworten #12 am: 24. Jul 2005, 10:51 »

Danke!
ja ich lebe noch bei meinen eltern...

wie ich davon losgekommen bin...

Ich glaube das, was am bessten geholfen hat, war dass ich auf eine andere Schule gewechselt bin und so eine Art abschluss zur Vergangenheit machen konnte...
Und in der neuen schule konnt ich einfach normal sein...niemand wusste was über meine vergangenheit oder osnstiges (Die meisten wissen bis heut nichts darüber bzw. wissen ca 3 leute an der neuen Schule bescheid)

Und der Stress zuhause hat aufgehört...dadurch, dass ich ihnen keinen Grund zur wut lieferte und ich mich immer mehr von ihnen distanzierte (heute reden wir im Grunde nur noch 45 min. am Tag miteinander) ich glaub sie haben auch eingesehen warum...

Mein Problem ist nur, dass ich weis, wie ich erzogen wurde und wenn ich kleine Kinder sehe, weis ich eigentlich nie was ich fühle...

ich hätte schon irgendwann kinder...aber meist ist es doch so dass die eltern einen so geprägt haben...und das will ich verhindern...
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An.Di.
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« Antworten #13 am: 24. Jul 2005, 18:32 »

Zitat von: "O'"
Ich glaube das, was am bessten geholfen hat, war dass ich auf eine andere Schule gewechselt bin und so eine Art abschluss zur Vergangenheit machen konnte...
Und in der neuen schule konnt ich einfach normal sein...niemand wusste was über meine vergangenheit oder osnstiges (Die meisten wissen bis heut nichts darüber bzw. wissen ca 3 leute an der neuen Schule bescheid)

Und der Stress zuhause hat aufgehört...dadurch, dass ich ihnen keinen Grund zur wut lieferte und ich mich immer mehr von ihnen distanzierte (heute reden wir im Grunde nur noch 45 min. am Tag miteinander) ich glaub sie haben auch eingesehen warum...

Mein Problem ist nur, dass ich weis, wie ich erzogen wurde und wenn ich kleine Kinder sehe, weis ich eigentlich nie was ich fühle...

ich hätte schon irgendwann kinder...aber meist ist es doch so dass die eltern einen so geprägt haben...und das will ich verhindern...


Hi O`,

dass was Du geschrieben hast hört sich für einen 15 Jährigen äußerst reif an!
Mache Dir jetzt mal über die späteren Kinder noch keine Gedanken, Du wirst bestimmt ein guter Papa! Wenn Du andere Kinder siehst, weißt Du nicht, was Du fühlst? Achte mal auf Dein Innerstes. Wenn so ein Kind, welches Du siehst, Kind sein darf, kann es schon auch etwas Wecken wie Wut, weil es das Kind eventuell besser hat(te) als Du. Da musst drüber hinweg schauen. Freue Dich mit dem Kind, dass es Kind sein darf. Vielleicht hast Du die Möglichkeit sogar Deine eigene Kindheit nochmals etwas nachzuholen. Mitzuspielen, mit dem Kind etwas machen, was Du früher nicht durftest, obwohl Du es so gerne gemacht hast. Wenn Dich ein Kind stören sollte, dann achte mal darauf, was Dich daran am Meisten stört. Denn vielleicht ist das laute Lachen des Kindes gar nicht wirklich störend, sondern vielleicht wunderschön. Ein Lachen, das die Welt erhellt. Eine Verspielheit, die das Leben darstellt, eine Naivität, die das Unbeschwertsein darstellt Wink
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« Antworten #14 am: 24. Jul 2005, 19:51 »

wow... du wirkst aber reif und weise...

Ich werd mal auf mein Innerstes hören... Wink und hoffen dass es was positives sagt:)

Aber echt riesen Dank !

Irgendwie tuts auch gut drüber zu reden bzw. zu schreiben...
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« Antworten #15 am: 29. Jul 2005, 08:11 »

"Wer Gewalt erlebt, wendet selber Gewalt an."

Diese These stimmt eventuell bei geistig behinderten Menschen; wie gesagt: mit ganz vielen "vielleichts".

Menschen, die einen relativ normalen Verstand haben (nicht negativ gemeint!), habe vor jedem gewalttätigen schritt die Entscheidungsfreiheit!

Wut und Hassgefühle ~ ja, die hat wohl jeder Mensch mal stark mal weniger stark, aber sie auszuleben... Dazu entscheidet man sich selbst. Ich finde es super krass bei Gerichten, dass einer milderne Umstände kriegt, weil er ne scheiß Kindheit hatte und jetzt selbst ein Vergewaltiger ist oder Mörder oder sonstwas.

Hallo???? Wer nicht bekloppt ist, hat selbst entschieden, zu vergewaltigen, zu schlagen, zu töten, zu stehlen... Also hat er oder sie auch die volle Konsequenz des Gesetzes zu spüren.

Wenn ich merke, ich krieg "es" nicht in den Griff, hol ich mir Hilfe. Geht garnichts mehr und ich stehe in der gefahr, jemandem für`s Leben zu schaden, würde ich mich umbringen.

Ich denke, VOR jeder ersten Gewalttat sind die Hemmungen noch größer und die Selbstentscheidung ist am größten. Danach werden die Hemmungen und Bedenken weniger und "es" geht leichter.

Also: Gehirn VOR der ersten Tat einschalten und sich Hilfe holen! ~ Lieber steh ich als Psychofall in den Akten; jedenfalls besser als Vergewaltiger, Mörder oder dergleichen zu werden.

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« Antworten #16 am: 01. Aug 2005, 09:24 »

@ Lindgrün : dazu muss man es erst einmal merken. Die meisten Täter (ehemals Opfer) kennen es nicht anders und es ist normal für sie, dass Kinder geschlagen werden oder anders missbraucht.
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« Antworten #17 am: 01. Aug 2005, 10:54 »

KEIN Kind hat es gut gefunden, soooo behandelt zu werden! ~ Als Erwachsener kommt noch eine gewisse Reife und Erfahrung und Verstand dazu.

JEDER Mensch hat die Entscheidungsfreiheit, zu tun oder zu lassen...

Vor der ERSTEN Tat bestehn noch gewisse Hemmungen, die mit jeder weiteren Tat geringer werden.

Nur, weil wir Opfer sind, werden wir nicht automatisch auch Täter!

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Blick nach vorn! EIGENE Ziele!!! Ich schaff das!
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« Antworten #18 am: 01. Aug 2005, 11:10 »

Irgendwann irgendwo vor kurzer Zeit habe ich dazu über ein Experiment mit Affen gelesen. Man hat gewalttätige Mütter mit Kindern von sanften Müttern mit Kindern getrennt beobachtet. Ergebnis war, daß die allermeisten gewalttätig erzogenen Kinder später selbst prügelten. KEIN EINZIGES ohne Prügelei erzogenes Kind prügelte später selbst.

Nur eine geringe Anzahl der Gewaltkinder prügelten später ihre eigenen Kinder nicht.

Quelle habe ich leider nicht ...
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