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Autor Thema: 6 % der Schulkinder haben «Zappelphilipp»-Syndrom  (Gelesen 2038 mal)
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Luna´s Alptraum
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 Stats
« am: 06. Mai 2005, 22:17 »

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verkündete, dass 6 % der Schulkinder von "Zappelphilipp"-Syndom betroffen sind. Dieses Syndrom kommt überwiegend bei Jungs vor.

Diese Kinder können sich kaum selbst steuern, leiden unter Konzentrations- und Aufmerksamkeitstörungen. Starke Unruhen des Körpers machen ihnen zu schaffen und es herrscht starker Bewegungsdrang. Die Kinder handeln auch ohne zu überlegen.

Quelle: de.news.yahoo.com
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An.Di.
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 Stats
« Antworten #1 am: 07. Mai 2005, 09:39 »

wenn ich mir anschaue, was die Kinder schon alles lernen müssen und wie sie sich in der Schule und sonst zu benehmen haben, dann würde ich das Zappelphilipp-Syndrom als das "Kind-sein"-Syndrom ansehen. In der natur eines jeden Kleinlebewesens ist es, dass diese ihre Neugier, ihren Spieltrieb und ihre Energie abbauen wollen und eigentlich auch sollen. Da wirkt ein Schulunterricht natürlich dagegen, denn welcher Lehrer und welche Schule möchte schon, dass die Kinder, die neu in die Schule kommen an die Tafel vorlaufen und mit der Kreide rummalen, sie oral testen wollen, schauen wollen, was passiert, wenn sie die Kredie zu Boden fallen lassen oder auch einfach die Grenzen des Lehrers testen. Das Syndrom ist also ein unterdrückter Trieb, welcher in unserer Gesellschaft leider wie schon geschrieben unterdrückt wird. In anderen Ländern wird in den Schulen viel getanzt und gesungen und es wird viel in der Natur gelernt und rausgegangen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses "Syndrom" in den Großstädten den Gesamtdurchschnitt deutlich erhöht.
Ein weiteres typisches Anzeichen hierfür ist ADS (Aufmerksamkeitsdeffizitsyndrom). Ähnliche Ursache : Kind möchte Aufmerksamkeit, möchte mit Jemandem spielen, dem Kind ist manchmal langweilig oder kommt nicht an der Stelle, an der es eigentlich kommen sollte. Nämlich an erster Stelle. Oftmals machen sich solche AD-Syndrome in Haushalten, in denen ein Tier aufwächst (zum Beispiel Katze oder noch besser Pferd, da ein Pferd sehr viel Aufmerksamkeit und Pflege braucht) so bemerkbar, dass Kinder die Tiere nachahmen, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die auch das Tier bekommt. Fatal wird es dann, wenn eine Katze, die eine Schüssel Milch umstösst liebevoller behandelt wird, als das Kind, welches ein Glas Milch zu Boden stürzt.

Zappelphilippsyndrom und Aufmerksamkeitsdeffizitsyndrome sind Modetrends und es wird gleich einmal Medikamente verschrieben, die den Spieltrieb unterdrückt. Dieses Modemedikament nennt sich zum Beispiel Ritalin. Dabei liegen die Ursachen für diese Syndrome offen auf der Hand, jedoch haben die Eltern oft keine Zeit daran etwas zu ändern und auch nicht die Lehrer.
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Gruß, An.Di.
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 Stats
« Antworten #2 am: 08. Mai 2005, 11:05 »

Also,da kann ich einiges erzählen.

Mein Sohn ist hyperaktiv und hat das sogenannte ADS.
Mir fiel es auf ,als er ungefähr 4-5 Jahre alt war.
Er konnte nie still sitzen,ewig in Bewegung,selten konzentriert.Und da er eigentlich mit 6 eingeschult werden sollte,machte ich mir ernstere Gedanken,was aus dem Jungen werden sollte.
Ich ging zum Arzt.
Naja,Fakt war,er bekam dieses Ritalin,ich erkannte mein Kind nicht wieder.Zwar war er ruhig und konnte sich mal konzentrieren,aber er war nicht mehr MEIN Junge.Sein "Leben" war aus seinen Augen,und da sagte ich mir,das kann es nicht sein und wollte sofort die Tabletten absetzen.Das ist für mich der größte ('Tschuldigung!) Scheiß,den man Kids antun kann.
Daraufhin wollte ich in zur Ergotherapie bringen,dort lernen sie unter anderem sich selbst zu fühlen,sich zu konzentriren,Feinmotorik,Aussprache ect. zu erlernen.
Mein Ziel dieser Therapie sollte werden,das man Kind sich vernünftig mit anderen zusammen tun kann ,sich in Gewalt hat.Das alles hat er dort innerhalb eines Jahres gelernt,und er hat sehr viel gelernt.

Manchmnal jedoch ist das Leben mit ihm nicht einfach.Er ist ein guter Junge aber manchmal schafft er es eben nicht .Die Sache bei ihm ist sowieso verzwickt.Manchmal werde ich aus ihm nicht schlau.
Aber ich denke,er weiß selbst nicht,warum oder wieso er so ist.Und warum manchmal solche Dinge passieren.Er braucht sehr viel Aufmerksamkeit,aber leider gelingt es mir nicht immer,und manchmal bin ich für ihn zu schwach,was mich traurig macht,weil ich denke,das ich versage.
Wichtig ist auf jeden Fall,das man konsquent ist,Regeln einhält und auch lobt,wenn es prima läuft.

Auf jeden Fall versuche ich mein Bestes,mittlerweile ist er 12 Jahre alt und wir meistern es schon.

Smile
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An.Di.
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« Antworten #3 am: 08. Mai 2005, 12:08 »

gut gemacht  finde ich spitze, dass Du das Modemedikament abgesetzt hast und einen anderen Weg gefunden hast. Und ich weiß, dass solche Momente, bei denen man meint zu versagen, sehr schwer sind. Rede Dir nicht etwas ein, was nicht ist. Schon alleine, dass Du den "schwereren" Weg ohne das Medikament genommen hast ist erstaunlich! Nunja, und Dein Sohn ist jetzt 12, da kommt er dann schon allmählich in die erste puberale Phase. Und in der Pubertät : interessantes hierzu :
Zitat
Noch bis vor wenigen Jahren glaubten die Wissenschaftler, dass der Biocomputer Gehirn mit Eintritt der Pubertät seine erwachsene Funktionstüchtigkeit besitzt: Alle 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) sind betriebsfähig und die Abermilliarden von "synaptischen" Querverbindungen haben ihre finale Verdrahtung erreicht. Wenn man sein Gehirn nur mit der richtigen Software füttert (Geschichte, Gegenwartsliteratur und Algebra [& Handballweisheiten rb.]), muss ein Teenager eigentlich wie ein Erwachsener denken und handeln.
Doch die neuen Ergebnisse machen deutlich, dass pubertäre Gehirne noch unfertige Organe sind. Bis ins frühe Erwachsenenalter [...] setzen sich die Wachstumsprozesse [...] fort. Manche Nervenbahnen, die für die Kontrolle von Impulsivität und Emotionen verantwortlich sind, erhalten dann erst ihre Isolierung [...].
Mit anderen Worten: In den Köpfen der Pubertierenden liegen die Nerven blank.


Ihr werdet das weiterhin so meistern, wie Du es jetzt schon im Griff hast, da kannste stolz auf Dich sein!
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Gruß, An.Di.
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