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Autor Thema: Vater hielt Sohn zwölf Jahre lang gefangen  (Gelesen 1513 mal)
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Mitglied durch Treffen überprüft ~Luna~
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 Stats
« am: 19. Apr 2005, 21:24 »

Zitat
Er hatte keine Freunde, durfte nicht zur Schule gehen, kam kaum aus der Wohnung. Ein zwölf Jahre alter Junge aus Hamburg wurde von seinem Vater wie ein Gefangener gehalten. Erst als der Mann im Sterben lag, fand die Mutter den Mut, das Martyrium ihres Sohnes zu beenden...

weiter zum Artikel: spiegel.de

Was bewegt die Eltern so etwas zu tun?  Confused
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Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach

Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst. Albert Schweitzer
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 Stats
« Antworten #1 am: 19. Apr 2005, 22:34 »

Crying
es ist schwierig dies nachzuempfinden, was Eltern dabei empfinden.
Ich musste zuerst weinen. Versuche dennoch die Eltern zu verstehen.

Macht spielt eine große Rolle. Macht über etwas anderes haben.
Ich hoffe, dem Jungen kann geholfen werden. Und um etwas sarkastisch zu sagen, es kann sein, dass das mit einem Klapps angefangen hat. Das soll hier aber nicht zur Diskussion stehen.

Ich versuche mich in die Eltern hineinzuversetzen :
ich merke, dass ich mit dem Kind machen kann, was ich will. Ich kann meine Aggressionen an ihm raus lassen und es kann sich nicht wehren. Wahrscheinlich so ähnlich wie ein Tierquäler. Das geht allerdings nur, wenn ich das andere Wesen nicht als Lebewesen anerkenne. Vielleicht wollte der vater kein Kind, oder keinen Jungen und kam somit in ein Muster, welches ihn veranlasst hat seine Wut an dem rauszulassen, was ihm das Leben verpfuscht hat.
Mir kommen ständig die Tränen, weil ich mich schlechter in den Vater versetzen kann, als in das Kind. Und für das Kind muss es die Hölle gewesen sein, auch, wenn es sich seine eigene Welt gemalt hat, in der das Matyrium zu überleben war. Fernab von aller Hoffnung, weil es nichts anderes kennt. Der natürliche Instinkt des Menschen trieb das Kind dazu zu überleben und sich die Sache so gut wie möglich zu machen.

Es ist auch schwierig darüber zu spekulieren, weil nichts genaues bekannt gegeben wird. Einen Grund hat es, und auch dieser Grund muss grausam genug sein, dass ein Mensch in der Lage ist so etwas zu tun.
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Gruß, An.Di.
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« Antworten #2 am: 19. Apr 2005, 22:55 »

Wie kann es in heutiger Zeit sowas noch geben, vor allem bei der großen Bürokratie, die in Deutschland herrscht, dass man es schaffen kann, dass das Kind nicht im Melderegister aufgeführt ist? Geburtsurkunde scheint zu existieren - da müsste man eigentlich eine Verknüpfung zwischen den beiden Ämtern herstellen.

Gut, dann kann es immer noch passieren, dass Frauen die Kinder zu Hause zur Welt bringen (alleine) und so ein Kind verheimlichen könne. Aber haben die Nachbarn nicht mitbekommen, dass es ein Kind gibt und dieses nie raus darf? Nie zur Schule geht?  Confused
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 Stats
« Antworten #3 am: 20. Apr 2005, 07:16 »

eine Anreihung von Zufällen erlaubt dies zum Beispiel. Eventuell Missachtung der Nachbarn, vielleicht konnte das Kind nicht mal reden und wurde eingesperrt. Vielleicht schreibt er auch irgendwann ein Buch darüber.
Die Ämter können etwas übersehen haben (sind auch nur Menschen) da passieren Fehler. Dennoch ist es extrem tragisch.
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Gruß, An.Di.
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